Wüstenreisen: Zwischen Stille, Sternen & Sanddünen
Wüste ist nicht gleich Wüste. Mal erwarten uns endlose Sanddünen, mal felsige Weiten oder tiefe Schluchten. Was diese Landschaften verbindet, sind ihre Stille und Weite. Und das besondere Gefühl, den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen. Vier Weltweitwandern-Reisen zeigen, wie vielfältig Wüste sein kann.
Mongolei: Wenn Dünen zu singen beginnen
Wer bei der Wüste Gobi nur an ein endloses Sandmeer denkt, wird schnell eines Besseren belehrt. „Viele denken, dass die Wüste nur aus Sanddünen besteht. Aber die Wüste Gobi ist so vielfältig. Und wenn es regnet, ist alles so grün!“, erzählt unser Local Guide Tsolmon.
Auf unserer Reise „Von Ger zu Ger inmitten der Mongolei“ zeigt sich diese Vielfalt Tag für Tag: In Bajandsag wandern wir entlang der berühmten „Flaming Cliffs“: orangefarbene Felsen, die im Licht der untergehenden Sonne beinahe zu glühen beginnen. Ein weiterer Höhepunkt sind die „singenden Dünen“ von Khongoryn Els. Sie ragen bis zu 300 Meter in die Höhe und ziehen sich fast 180 Kilometer durch die Wüste Gobi. Wir erklimmen den höchsten Gipfel und sausen anschließend durch den Sand wieder hinab. Dabei zeigt sich, woher die Dünen ihren Namen haben: Der sich bewegende Sand beginnt hörbar zu „singen“. Gleich neben dem mächtigen Sandmeer sorgt ein von unterirdischen Quellen gespeister Fluss für eine überraschend grüne Oase.
Marokko: Unterwegs im Rhythmus der Wüste
Vier Tage lang ziehen wir auf unserer Reise „Marokko – Sternschnuppen der Wüste“ mit Berbern und ihren Dromedaren durch die Sahara. Unser Gepäck reist auf dem Rücken der Lasttiere, wir selbst tragen nur den Tagesrucksack. Schritt für Schritt bewegen wir uns durch eine Landschaft, die ständig ihr Gesicht verändert: über weiche Sanddünen und durch Felswüsten, vorbei an Palmenhainen und kleinen Wasserstellen. Abends schlagen wir zwischen den Dünen unsere Zelte auf und blicken in einen Himmel voller Sterne. „Die Wüste ist für mich eine außergewöhnliche Umgebung. Was mich daran am meisten beeindruckt, ist die absolute Stille. Und die völlige Abgeschiedenheit, fernab vom Trubel des Alltags“, erzählt unser Local Guide Abdellah.
In Erinnerung bleiben aber nicht nur die Landschaften, sondern auch die besonderen Momente mit unserem Begleitteam: So bekommen wir Einblicke in das Nomadenleben und erleben eine traditionelle Teezeremonie inmitten der Wüste.
Jordanien: Durch die Marslandschaft des Wadi Rum
„In der Wüste verliert man die Zeit und findet sich selbst.“ Wenn Ahmad über die Wüste spricht, dann nicht nur als Guide. „Ich bin mit der Zeit sesshaft geworden, aber im Herzen noch immer Beduine.“ Beduinen leben traditionell nomadisch und sind eng mit der Wüste und den Rhythmen der Natur verbunden. Auch wenn heute viele sesshaft sind, ist diese Verbindung geblieben. „Die Wüste ist mein Lieblingsort in Jordanien. In der Wüste zu sein, in der Wüste zu wandern. Ich liebe es hier.“
Von den tiefen Wüstentälern des Wadi Araba bis zur Felsenstadt Petra begegnen uns auf der Reise „Wüsten und die Felsenstadt Petra“ eindrucksvolle Landschaften und jahrtausendealte Spuren der Geschichte. Ein besonderer Höhepunkt wartet im Wadi Rum, das mit seinen roten Felsen und weiten Sandflächen an eine Marslandschaft erinnert. Kein Wunder, dass die Wüste schon mehrfach als Filmkulisse diente, etwa für „Der Marsianer“. Hier verbringen wir zwei Nächte in einem Beduinencamp. Nach einem typischen Beduinenfrühstück erkunden wir die Wüstenlandschaft zu Fuß. Bei einem Kamelritt erleben wir das Wadi anschließend noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive.
Namibia: Zwischen Dünenmeer & Wüstenelefanten
Riesige, orangefarbene Sanddünen prägen die Landschaft des Namib-Naukluft-Parks. Die Reise „Von der Namib zu den Viktoriafällen“ führt uns nach Sossusvlei. Die dortigen Dünen zählen zu den höchsten der Welt. Wir steigen hinauf und spazieren anschließend durch die beinahe gespenstische Landschaft des Deadvlei. Hier ragen dunkle, abgestorbene Bäume aus einer hellen, ausgetrockneten Ebene. Die Bäume starben vor mehreren Jahrhunderten ab und wurden durch die extreme Trockenheit der Wüste konserviert. Ein eindrucksvoller Kontrast zur Dünenlandschaft.
Doch die Wüste zeigt sich auch von einer überraschend lebendigen Seite: Rund um den Brandberg machen wir uns gemeinsam mit unserem Guide auf die Suche nach Wüstenelefanten. Die Tiere haben sich an die extremen Bedingungen der Wüste angepasst und legen auf der Suche nach Wasser beeindruckende Distanzen zurück. Mit etwas Glück können wir sie in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.
Ob Sanddünen, Felswüsten oder weite Steppenlandschaften: Jede Wüste erzählt ihre eigene Geschichte. Entdecke diese und noch viele weitere Wüsten mit Weltweitwandern.
Packliste für Wüstenreisen
Was gehört auf einer Reise in die Wüste unbedingt ins Gepäck? „Weniger, als man denkt, aber gut durchdacht. Am wichtigsten ist ein offener Geist“, fasst es unser Guide Abdellah zusammen. Was sonst noch wichtig ist, haben wir dir in unserer Packliste für Wüstenreisen zusammengefasst.