Unser CO₂-Beitrag: Was mit dem Geld konkret passiert
Beim Fliegen entstehen Treibhausgasemissionen. Gerade bei Fernreisen lässt sich ein Flug jedoch nicht vermeiden. Deshalb leisten wir finanzielle Beiträge an Projekte von atmosfair. Diese Projekte zielen darauf ab, Treibhausgasemissionen zu reduzieren oder zu vermeiden und zugleich die Lebensbedingungen von Menschen vor Ort zu verbessern.
Treibhausgasemissionen, Klimawirkung, CO₂-Beitrag – ganz schön viele Begriffe auf einmal. Deshalb erklären wir kurz, was wir damit meinen.
Treibhausgase sind Gase, die in die Atmosphäre gelangen und zur Erwärmung des Klimas beitragen. Dazu zählen vor allem Kohlendioxid (CO₂), Methan und Lachgas. Durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Energieträger ist ihre Konzentration in der Atmosphäre stark gestiegen und das ist eine wesentliche Ursache des menschengemachten Klimawandels.
Auch Flugreisen verursachen Treibhausgasemissionen und wirken sich damit auf das Klima aus. Um diese Klimawirkungen nachvollziehbar einzuordnen, berechnen wir die Emissionen der internationalen Flüge unserer Gäste mit dem Emissionsrechner von atmosfair.
Und was meinen wir mit unserem CO₂-Beitrag? Auf Basis dieser Berechnung legen wir fest, welchen finanziellen Beitrag wir an Projekte von atmosfair leisten. Diese Projekte zielen darauf ab, an anderer Stelle Treibhausgasemissionen zu reduzieren oder zu vermeiden.
Wichtig dabei: Der CO₂-Beitrag macht einen Flug nicht klimaneutral und verringert auch nicht die Emissionen, die durch den Flug selbst entstehen.
Warum wir mit atmosfair zusammenarbeiten
Uns ist wichtig, dass unser CO₂-Beitrag in Projekte mit hohen Qualitätsstandards fließt. Deshalb arbeiten wir mit atmosfair zusammen. Die Organisation setzt unter anderem auf anerkannte Standards wie den Gold Standard und dokumentiert die Umsetzung und Wirkung ihrer Projekte in regelmäßigen Berichten. So können wir nachvollziehen, was mit den Beiträgen passiert und welche konkreten Veränderungen damit vor Ort erreicht werden.
Diese Projekte unterstützen wir
Seit 2025 unterstützen wir vorrangig das „Biogas Support Programme“ in Nepal (Gold Standard Nr. 3110). Dort werden Kleinbiogasanlagen für ländliche Haushalte errichtet. Aus Tierdung entsteht Biogas, das direkt zum Kochen genutzt werden kann. Dadurch wird weniger Brennholz benötigt und die Rauchbelastung in Innenräumen sinkt. Die Wirkung ist konkret dokumentiert: In einer Befragung von 135 Haushalten berichteten alle Befragten von weniger Rauch in den Innenräumen, mehr als 90 % nahmen weniger rauchbedingte Beschwerden wie Augen- oder Atemwegsprobleme wahr, 87 % berichteten von weniger Husten. Fast alle Haushalte sparten zudem Zeit beim Sammeln von Feuerholz – bei den befragten Frauen waren es 100 %.
So wird aus einem abstrakten CO₂-Beitrag etwas sehr Konkretes: weniger Rauch in der Küche, weniger Zeitaufwand für Feuerholz und spürbare Veränderungen im Alltag der Familien.
Zusätzlich unterstützen wir über atmosfair das Projekt „Efficient Cookstoves in India“ (Gold Standard Nr. 11450). Auch dort sind vergleichbare Effekte durch einen geringeren Brennholzverbrauch und eine niedrigere Rauchbelastung dokumentiert.
Vier Fragen an Nachhaltigkeitsexpertin Martina Handler
Warum gibt es bei Weltweitwandern einen CO₂-Beitrag für internationale Flüge?
Weil die Flüge unserer Gäste Treibhausgasemissionen verursachen und wir diesen Teil einer Reise nicht ausblenden wollen. Für uns gehört es dazu, Verantwortung zu übernehmen und transparent mit diesen Emissionen umzugehen. Deshalb berechnen wir die Emissionen der internationalen Flüge und leisten auf dieser Grundlage einen finanziellen Beitrag an Projekte von atmosfair.
Wichtig ist uns: Das macht den Flug nicht klimaneutral. Wir möchten transparent zeigen, wie wir mit diesem Thema umgehen und welche Projekte wir konkret unterstützen.
Wie wird der Beitrag berechnet?
Für die Berechnung nutzen wir den Emissionsrechner von atmosfair. Er ermittelt die Emissionen des jeweiligen Flugs. Daraus ergibt sich der finanzielle Beitrag, den Weltweitwandern für Projekte von atmosfair bereitstellt. Dieser Beitrag ist im Reisepreis inkludiert. Vereinfacht gesagt: Je höher die berechneten Emissionen eines Flugs, desto höher der Beitrag. Deshalb fällt er für einen Flug nach Japan zum Beispiel höher aus als für einen Flug nach Marokko.
Warum gerade atmosfair?
Weil uns nachvollziehbare Projektstandards und transparente Berichte wichtig sind. atmosfair veröffentlicht detaillierte Informationen zur Umsetzung und Wirkung der Projekte und wurde auch unabhängig positiv bewertet – unter anderem 2018 von Stiftung Warentest mit „sehr gut“.
Ist der CO₂-Beitrag alles, was wir rund ums Fliegen tun können?
Nein. Für uns gilt: Wo Emissionen vermieden oder reduziert werden können, hat das Vorrang. Deshalb prüfen wir zuerst, ob ein Flug überhaupt notwendig ist oder ob eine Anreise auf dem Landweg – etwa mit Zug oder Bus – sinnvoll möglich ist.
Gerade bei Fernreisen empfehlen wir außerdem, seltener zu reisen und dafür länger vor Ort zu bleiben. Einerseits sind unsere Fernreisen daher grundsätzlich mit einer längeren Aufenthaltsdauer konzipiert. Andererseits bieten sich des Weiteren zum Beispiel kombinierbare Reisen oder individuelle Verlängerungen an.