Gesundheit & Impfungen
Die medizinische Grundversorgung ist gegeben, auch in ländlichen Regionen. Die medizinischen Gerätschaften und hygienischen Bedingungen erreichen allerdings nicht immer europäisches Niveau. Die Versorgung in größeren Städten und Privatkliniken ist besser. Wir raten zur Mitnahme einer persönlichen Reiseapotheke.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung wie das Tropeninstitut zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.
Zum Tropeninstitut
Als Reiseimpfungen werden zum Beispiel Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit, Typhus und Tollwut empfohlen.
Allgemeine Krankheiten
Cholera tritt vor allem in Norden und in Windhoek auf. Auf Trinkwasser-hygienische Maßnahmen ist hier zu achten.
Seit September 2017 wird ein Ausbruch der Tierseuche Anthrax (Milzbrand) in Kavango-Distrikt am westlichen Rand des Bwabwata National Parks (Caprivi) beobachtet, die bei Kontakt mit dem Erreger auch für Menschen gefährlich sein kann. Insbesondere Flusspferde und Büffel sind betroffen. Eine wirksame Präventionsmaßnahme ist, sich bei z.B. Fuß-Safaris von den toten Tieren fern zu halten.
Malaria
Ein hohes Malaria-Risiko besteht ganzjährig entlang des Kawango und Kunene sowie im Caprivi-Streifen.
Malaria ist eine fieberhafte Tropenkrankheit. In erster Linie wird sie durch die dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücke übertragen. Jede Malaria ist heilbar, sofern Sie rechtzeitig erkannt und frühzeitig mit der Behandlung begonnen wird.
Die beste Malaria-Prophylaxe ist, Mückenstiche zu verhindern. Neben einer etwaigen Einnahme eines Prophylaxe-Medikaments ist es daher vor allem wichtig, sich ausreichend vor Insektenstichen zu schützen. Die konsequente Verwendung von wirksamen Mückenschutzsprays (z. B. „Nobite“), sowie helle, langärmlige Kleidung und die Verringerung von Aufenthalten im Freien während und nach der Dämmerung helfen das Risiko zu verringern, von potenziell krankheitsübertragenden Insekten gestochen zu werden. Außerdem ist es von Vorteil, die Kleidung, die man während der Reise anziehen möchte, vor Abreise mit entsprechenden Insektenschutzmitteln einzusprühen. Dies ist ebenfalls eine wirksame Methode, Insektenstiche zu vermeiden.
Die Wahl der jeweiligen Malaria-Prophylaxe muss im Rahmen einer individuellen ärztlichen Beratung getroffen werden. Im Interesse Ihrer individuellen Gesundheitsvorsorge lassen Sie sich daher vor Ihrer Reise zu Impfungen und zur Malaria-Prophylaxe unbedingt ärztlich beraten.
Weitere Informationen
In Namibia sind etwa 17% der 15-49-Jährigen HIV-positiv. Damit gehört Namibia zu den Ländern mit der höchsten HIV-Prävalenz der Welt. Schutzmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.
Des Weiteren kommen in Namibia auch noch einige durch Zeckenübertragbare Erkrankungen vor. Darunter zählen zum Beispiel das Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber oder das Afrikanisches Zeckenbissfieber.
Zusätzlich ist es in Namibia wichtig, aufzupassen, wohin man greift, man tritt, sich setzt oder legt, da in Namibia einige giftige Tierarten (Spinnen, Schlangen, Skorpione etc.) vorkommen.
Diese Informationen ersetzen keinesfalls die individuelle ärztliche Beratung!