„Stille Wege in den Drakensbergen, Begegnungen mit Zebras, Giraffen und Antilopen im Kruger-Nationalpark und obendrauf gibt es noch köstlichen Wein. Südafrika war die weite Anreise mehr als wert.“
Die beste Reisezeit für Südafrika hängt ganz von unserer Destination und unseren Zielen ab. Wer nach Kapstadt möchte, um an der Südküste zu wandern, sollte sich an den südafrikanischen Frühling und Sommer halten, da die Monate von Oktober bis April in der Regel auch wesentlich trockener ausfallen als die Wintermonate. Wer eine Safari im Norden des Landes unternehmen will, sollte sich hingegen an die Wintermonate halten. Von Juni bis Oktober sind die Reservate nämlich niedriger bewachsen, weshalb die Tiere sich auch besser beobachten lassen.
| Kapstadt | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ⌀ Tageshöchsttemperatur in °C | 26 | 27 | 25 | 22 | 20 | 18 | 18 | 18 | 19 | 21 | 23 | 25 |
| ⌀ Tagesmindesttemperatur in °C | 16 | 16 | 14 | 12 | 9 | 8 | 7 | 8 | 9 | 11 | 13 | 14 |
| Sonnenstunden | 12 | 10 | 9 | 8 | 6 | 6 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| Regentage | 2 | 3 | 4 | 7 | 9 | 10 | 11 | 11 | 7 | 6 | 3 | 2 |
Südafrika lässt sich durch seine diversen Landschaften am besten zu Fuß erleben. Bei unseren Wanderreisen trekken wir unter anderem geführt durch unsere erfahrenen Local Guides durch die Drakensberge, begegnen mit etwas Glück Pinguinen in Simon’s Town und schauen von den Tafelbergen auf das wuselnde Kapstadt hinunter. Neben den guten Aussichten und Naturerlebnissen frönen wir in einem der ältesten Weingüter des Landes dem Genuss oder fahren mit dem Boot über den St.-Lucia-See. So kombinieren wir das Wandern mit kulturellen und landschaftlichen Highlights des Landes.
Auf all unseren Reisen durch Südafrika reisen wir in kleinen, familiären Gruppen von höchstens zwölf Personen, um das Land ganz persönlich kennenzulernen. Wir sind so flexibler als in einer großen Reisegruppe und können auch zu den kleinen Geheimtipps unserer Local Guides wandern. Vor allem in den Nationalparks und bei der Tierbeobachtung sind kleine Gruppen übrigens klar im Vorteil. Unsere Local Guides können sich außerdem flexibel auf die Bedürfnisse aller Reisenden einstellen. Gleichzeitig sind wir in der Gruppe aber auch sicherer unterwegs als alleine und können uns nicht nur auf das Land einlassen, sondern auch auf unsere Mitreisenden.
Wir sind in Südafrika immer mit unseren erfahrenen Local Guides unterwegs. Diese Expert:innen für Land und Leute kennen die besten Routen, die schönsten Flecken und die aussichtsreichsten Höhepunkte des Landes und wissen gleichzeitig immer mit der richtigen Geschichte zu überraschen. Jens arbeitet zum Beispiel seit 1993 als Tourguide im südlichen Afrika, nachdem er 1990 nach einjähriger Afrikadurchquerung mit dem Rad „hängengeblieben“ ist. Thomas kam in Namibia auf die Welt und lebt und arbeitet seit 30 Jahren als Guide in Kapstadt und darüber hinaus.
Wir vertrauen bei all unseren Wanderreisen in Südafrika auf die Erfahrung, das Wissen und die Beziehungen unserer erfahrenen Local Guides und Partner vor Ort. Auf den Touren, die wir in Zusammenarbeit mit ihnen konzipiert haben, reisen wir deshalb nicht nur die üblichen Must-Sees in Kapstadt, dem Kruger-Nationalpark und den Drakensbergen ab. Stattdessen bekommen wir Einblick in das wahre Südafrika, können gemeinsam mit Rangern durch die Nationalparks und Reservate streifen und dieses Land so erleben wie Einheimische auf Zeit.
Wir empfehlen für die Wanderungen in Südafrika immer gut eingelaufene Wanderschuhe, am besten mit griffiger Sohle. Für die Safaris brauchen wir helle Kleidung in neutralen Farben und natürlich eine gute Kamera, um die Erlebnisse festzuhalten. Außerdem sind fast überall eine Regenjacke, Sonnenschutz und ein Tagesrucksack, in dem eine Wasserflasche Platz findet, gut zu haben. Geht es ans Meer oder den St.-Lucia-See, ist Badebekleidung ebenfalls nicht verkehrt. Alle weiteren Packtipps für Wanderreisen haben wir bereits im Blogpost zusammengefasst.
Wir achten auf allen Wanderreisen in Südafrika darauf, dass möglichst viel des Reisepreises bei den Menschen vor Ort ankommt. Wir übernachten deshalb in landestypischen Lodges wie der Makuwa Safari Lodge im Krüger-Nationalpark und kaufen bei regionalen Anbietern vor Ort ein, wenn wir können. Auf Einwegplastik verzichten wir so gut es geht. Bei Wanderungen und beim Trekking bleiben wir immer auf den ausgewiesenen Wegen, und wenn wir auf Safari in den Reservaten sind, halten wir uns immer strikt an die Verhaltensregeln im Umgang mit den Wildtieren. So reduzieren wir unseren eigenen Impact auf die Natur Südafrikas.
Abgesehen von Gelbfieberimpfungen, wenn man aus einem Gelbfiebergebiet nach Südafrika einreist, gibt es laut dem Tropeninstitut keine Einreisebestimmungen. Es werden allerdings allen Reisenden Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis und Hepatitis A empfohlen.
Das österreichische Außenministerium weist darauf hin, dass in Teilen des Landes – vor allem in der Provinz Mpumalanga, inklusive des Kruger-Nationalparks und benachbarter Parks sowie der Provinz Limpopo – Malaria vorkommen kann. Der Süden des Landes ist malariafrei. Um Durchfallerkrankungen zu vermeiden, sollte man nie Leitungswasser trinken, sondern Trinkwasser in Flaschen kaufen und das auch zum Zähneputzen verwenden.
Die medizinische Versorgung gilt insgesamt als gut, da man für ärztliche Leistungen aber Vorauskasse leisten muss, empfehlen wir dringend den Abschluss einer Reiseversicherung.
Für die Einreise nach Südafrika benötigt man nur einen Reisepass mit mindestens zwei freien Seiten, der bei der Ausreise noch mindestens 30 Tage gültig sein muss. Visum braucht man laut Angaben des österreichischen Außenministeriums keines, solange der Aufenthalt nicht länger dauert als 90 Tage. Vor der Ein- und Ausreise muss man seit Juli 2026 allerdings eine digitale Zollerklärung abgeben. Das muss spätestens 24 Stunden vor der Abreise aus dem Heimatland geschehen. Alle Informationen dazu finden sich auf der Website des SARS.
Das österreichische Außenministerium vergibt für Südafrika die Sicherheitsstufe 2. Das liegt an der mitunter hohen Kriminalitätsrate in den Städten, wie auch das Auswärtige Amt in Deutschland bestätigt. Sowohl Raubüberfälle, als auch Auto-Diebstähle und „Smash-and-Grab”-Aktionen, bei denen die Autofenster von stehenden bzw. parkenden eingeschlagen und Wertsachen entwendet werden, können vorkommen. Reisende sollten ihre Wertsachen dementsprechend uneinsichtig und nah am Körper tragen und generell Vorsicht walten lassen.
Während der Apartheid wurde in Südafrika strikt zwischen Menschen verschiedener Ethnien unterschieden. Seit den 1990ern vollzieht sich ein Wandel, in dem allen Bevölkerungsgruppen die gleichen Rechte eingeräumt werden. Wirtschaftlich bestehen aber nach wie vor große Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen; den Besonderheiten des Landes und seiner Bewohner:innen sollte man mit Sensibilität begegnen.
Auch der Alltag wartet mit Besonderheiten auf: der Linksverkehr auf der Straße etwa; der Umgang mit Trinkgeld, wo man für jede Dienstleistung ein paar Münzen zur Hand haben sollte; und der Umstand, dass in Südafrika „Gentlemen first“ gilt, wenn man durch eine Tür geht oder einen Aufzug betritt.
Ebenfalls ist es angebracht, Menschen in traditioneller Kleidung zu fragen, ob sie fotografiert werden wollen. In den meisten Fällen haben sie nichts dagegen einzuwenden, fragen aber manchmal nach einer kleinen Spende oder danach, ob man eine Kopie des Fotos schicken kann. Man sollte es besonders vermeiden, Kindern Geld, Süßigkeiten oder Stifte zu schenken. Das ermuntert sie zum Betteln.
In Südafrika mit dem eigenen Mobilfunktarif zu telefonieren oder zu surfen kann sehr schnell teuer werden. Um sich selbst immense Mehrkosten zu sparen, empfehlen wir, entweder eine Reise-SIM-Karte zu organisieren oder beim eigenen Mobilfunkanbieter ein Zusatzpaket zu buchen. Da eine hohe Internetabdeckung gegeben ist, kann man alternativ auch einfach das WLAN in Hotels oder Restaurants nutzen. Wir weisen allerdings darauf hin, dass ungesicherte WLAN-Netze immer potenzielle Sicherheitsrisiken bergen.
Da wir in Südafrika hauptsächlich Steckdosen der Typen D, M und N vorfinden, empfehlen wir, einen internationalen Reiseadapter mitzunehmen. Die Netzspannung ist identisch mit jener in Österreich, Deutschland und der Schweiz; es braucht also keinen Spannungswandler.
Der Wechselkurs zwischen Euro und Rand liegt bei etwa 1:19, wie Finanzen.net bestätigt. Heißt, ein Euro entspricht in etwa 19 Rand. Umgekehrt ist ein Rand etwa 0,05 Euro wert. Den tagesaktuellen Wechselkurs sollte man aber zeitnah vor Reiseantritt prüfen.
Zum Wechseln sollte man entweder Bargeld in Euro oder US-Dollar mit nach Südafrika nehmen und dann entsprechend am Flughafen oder in Banken in den Städten wechseln. Alternativ kann man mit MasterCard- und VISA-Kreditkarten auch einfach Geld von Automaten abheben. In diesem Fall sollte man sich aber im Vorfeld bezüglich etwaiger Kosten erkundigen.
Bei einer Reise nach Südafrika können wir in fast allen Geschäften und Restaurants mit Visa, Mastercard oder American Express bezahlen. Zu beachten ist, dass man pro Tag maximal 2.000 Rand abheben kann.
Wegen der niedrigen Gehälter sind die Menschen in Südafrika auf Trinkgelder angewiesen. Daher ist das Geben von Trinkgeld hier ein Muss. Die Richtlinie ist, ein Trinkgeld von etwa 10 % auf den Preis zu geben. Auch Parkwächtern, die das Auto ein- und ausparken, sowie Tankwarten, Taxifahrern und Kofferträgern sollte man zumindest kleine Summen geben. Die Mitnahme von einigen Münzen ist daher empfehlenswert.
Braai heißt auf Afrikaans so viel wie Grillen: Fleischgerichte aller Art gehören in der reicheren Schicht zur typischen Küche. Auf dem Grillrost landen häufig Würste, Steaks, Lamm- und Schweinekoteletts sowie Fisch. Luftgetrocknetes Wild- oder Rindfleisch ist unter dem Namen Biltong verbreitet und wird oft als Snack gegessen. Der in Süd- und Ostafrika weit verbreitete Maisbrei Ugali bildet die Grundlage für die Küche der ärmeren Bevölkerung Südafrikas. Das Land ist zudem bekannt für seine hervorragenden Weine.
Um Magen-Darm-Erkrankungen vorzubeugen, empfehlen wir, kein ungekochtes oder ungefiltertes Wasser zu trinken, kein Eis in Getränken, kein rohes Gemüse, keine Salate und kein ungeschältes Obst zu essen.
Wir sind im engen Austausch mit unseren Local Guides und Partner:innen vor Ort und wissen in der Regel immer über die aktuelle Lage in den von uns besuchten Ländern Bescheid. Dennoch weisen wir darauf hin, dass alle hier geäußerten Angaben ohne Gewähr sind und wir die Aktualität der Informationen nicht immer garantieren können. Wir empfehlen daher, sich im Vorfeld der Reise immer von zuständigen, offiziellen Stellen beraten zu lassen. Bei Gesundheitsthemen kann man sich an den:die Hausarzt:ärztin wenden, bei Einreise- und Sicherheitsfragen an die zuständigen Behörden und bei Fragen zu Geldwechsel oder Kreditkarten an die eigene Bank.
Wir wandern auf leicht hügeligem, teilweise unebenem Gelände. Pro Tag legen wir 400-600 Höhenmeter bergauf oder bis zu 800 bergab zurück. Die maximale Tagesdistanz beträgt 20km.
Wir wandern auf rauem Gelände mit Geröllpassagen mit teils steileren An- und Abstiegen. Pro Tag legen 650-1.000 Höhenmeter bergauf oder bis zu 1.200 bergab zurück. Die maximale Tagesdistanz beträgt 20km.
Wir wandern auf steilem, weglosem Gelände auch über 4.000m. Pro Tag legen mehr als 1.200 Höhenmeter bergauf oder über 1.500 bergab zurück. Die maximale Tagesdistanz ist auch über 20km.
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Johanna S. | August 2026