Für die Einreise in Nepal sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer man reist über ein Gelbfiebergebiet ein, dann ist die Gelbfieberimpfung verpflichtend. Das Basisschutzprogramm für Reisende laut dem österreichischen Impfplan wird jedoch empfohlen. Das Tropeninstitut empfiehlt außerdem Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Hepatitis A und Tollwut für alle Reisenden
Die ärztliche Versorgung in Nepal entspricht vor allem in den entlegeneren Regionen nicht dem europäischen Niveau. In Kathmandu ist zumindest eine Grundversorgung gegeben. Wir empfehlen daher dringend eine größere Reiseapotheke, um im Ernstfall schneller handeln zu können. Gerade wenn man auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, sollte man einen ausreichenden Vorrat zusammen mit der Bestätigung über die ärztliche Verschreibung mitbringen.
Es gibt außerdem kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Österreich und Nepal, weshalb Reisende etwaige erhebliche Krankenhauskosten selbst bezahlen müssen. In diesem Kontext empfiehlt es sich, vor dem Reiseantritt eine Reiseversicherung wie die Europäische Reiseversicherung abzuschließen und möglichst bald die Rückreise anzutreten.
Häufige Krankheiten
Magen-Darm-Erkrankungen stellen bei Reisen in Nepal die größten gesundheitlichen Gefahren für Reisende dar. Man sollte daher beim Essen und Trinken auf eine gründliche Hygiene achten. Das Leitungswasser ist weder zum Trinken noch für die Mundhygiene geeignet.
Bei Trekking-Reisen besteht eine erhöhte Gefahr, sich mit Borreliose anzustecken.
Bei einem Besuch im Chitwan-Nationalpark wird empfohlen, Maßnahmen zur Vorbeugung einer Malaria-Erkrankung zu treffen und sich durch Kleidung, Repellents und die Verwendung von Moskitonetzen vor Moskitostichen zu schützen. Die Regionen um Kathmandu und Pokhara sowie Gebirgsregionen ab 1.200 m gelten als malariafrei.
Darüber hinaus sollte man im Umgang mit der Sonne vorsichtig sein. Die UV-Strahlen sind aufgrund der Höhe viel stärker als bei uns. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Kopfbedeckung sind dringend empfohlen.
Anpassung an die Höhe im Himalaya
In Nepal befinden wir uns oft in großen Höhenlagen. Hierbei ist eine gute Anpassung sehr wichtig. Weltweitwandern-Gründer Christian Hlade hat bereits viel Zeit in großen Höhen verbracht und verfügt über die entsprechende Erfahrung im Umgang mit der Höhe. Hier ein paar seiner Tipps, um sich optimal anzupassen:
- Sich langsam bewegen: In den ersten 24 Stunden in der Höhe sollte man sich so wenig und langsam wie möglich bewegen, quasi im Zeitlupentempo.
- Gehtempo reduzieren: Ab einer Höhe von 3.000 Metern sollte man das normale Gehtempo halbieren.
- Ausreichend trinken: Circa 1 Liter Flüssigkeit pro 1.000 Höhenmeter wird empfohlen. Geeignet sind Wasser, Suppen, Tee und Säfte. Alkohol und stark gekühlte Getränke sollten vermieden werden.
- Mehr essen: Aufgrund des erhöhten Kalorienverbrauchs in der Höhe sollte man auch mehr essen – insbesondere Kohlenhydrate.
- Stress meiden: Am besten sollte man auf größeren Höhen Stress reduzieren. Nicht nur, weil man im Urlaub ist.
Leichte Anpassungssymptome wie Kopfschmerzen oder Übelkeit sind normal. Sollten diese jedoch anhalten, ist es ratsam, sich an einen Guide zu wenden. Ein leichter Abstieg kann oft hilfreich sein.
Patricia W. | März 2026