Wir beginnen unsere Reise mit einem Besuch der christlichen Orte Madaba und Berg Nebo. Von hier soll Moses das Heilige Land überblickt haben. Danach geht’s direkt zum tiefsten Punkt der Erde: zum Wadi Mujib, auch als „Grand Canyon Jordaniens“ bezeichnet. 410 Meter unter dem Meeresspiegel mündet sie ins Tote Meer. Die Schlucht kommt auf bis zu 1.300 Meter Höhenunterschied; zusammen mit dem Wasserzufluss aus sieben Flüssen führt es zu einer enormen biologischen Vielfalt.

Petra, die einstige Hauptstadt der Nabatäer mit ihren direkt aus dem Stein gemeißtelten Tempeln und Gräbern, ist nur über einen schmalen Gebirgspfad erreichbar – oder durch den Siq, eine eineinhalb Kilometer lange Schlucht. Für WWW-Chef Christian Hlade ist Petra „einer der faszinierendsten Plätze, die ich jemals gesehen habe – noch viel beeindruckender als erträumt.“ Wir steigen die Stufen hinab in den Talkessel, vorbei an Felsen in unzähligen Rotschattierungen.  Am Römischen Theater vorbei führt uns der Weg zum spektakulärsten Gebäude Petras, dem Khazne al-Firaun. Das „Schatzhaus des Pharao“ war in Wirklichkeit ein Grabtempel. Gegenüber erwartet uns noch der eindrucksvolle Ausgang durch den schmalen Siq.

Grauer Granit und leuchtend roter Sandstein prägen das Wadi Rum. Beduinen zeigen uns ihr Dorf – teils wohnen die Menschen in Zelten, teils in Häusern – und bereiten uns im Lehmofen ein spezielles Gericht. Die Nächte im Wadi sind schwarz, bloß ein paar Sterne funkeln – außer dem Wehen des Windes ist es völlig still in der Wüste.