Lokale Wertschöpfung: Damit mehr vom Reisepreis vor Ort bleibt
Mindestens 50 % des Reisepreises bleiben bei jeder unserer Reisen* im Reiseland. 2025 waren es im Durchschnitt 66 %. Den tatsächlichen Anteil der lokalen Wertschöpfung weisen wir bei jeder unserer Reisen aus. Für uns steckt hinter diesen Zahlen vor allem eines: die Zusammenarbeit mit vielen Menschen, die von unseren Reisen profitieren.
Doch was bedeutet lokale Wertschöpfung eigentlich genau? Wir arbeiten mit lokalen Guides und Partner:innen zusammen, übernachten nach Möglichkeit in lokal geführten Unterkünften und beziehen Leistungen und Produkte von Betrieben vor Ort. So fließt ein Teil des Reisepreises beispielsweise in die Gehälter unserer Guides, Fahrer:innen, Köch:innen, an Unterkünfte und weitere Leistungsträger:innen im Reiseland. Viele dieser Partnerschaften bestehen seit vielen Jahren. Wir kennen einander, vertrauen einander und entwickeln die Reisen gemeinsam weiter.
Auf Madeira arbeiten wir beispielsweise mit Christa, Gerald und Raimund von der „Quinta dos Artistas“ und ihrem wunderbaren Team zusammen: da gehört der Gärtner dazu, der den Permakultur-Garten hegt & pflegt oder die Köchin, die köstliche Menüs zaubert. In Marokko sind an der Durchführung unserer Reisen viele Menschen beteiligt: unsere Gäste werden begleitet von Guides und Fahrern, Köchen und Tierführern. Und im Hintergrund jeder Reise braucht es noch weitere Teammitglieder, wie diejenigen, die das Lager in Marrakesch koordinieren oder im Büro den Überblick behalten.
Expertenblick: Was lokale Wertschöpfung im Tourismus bedeutet
Prof. Dr. Christian Baumgartner erklärt, was hinter dem Begriff steckt, warum regionale Wertschöpfungsketten eine wichtige Rolle spielen und wie sich das ganz praktisch auf Reisen zeigt.
Was heißt lokale Wertschöpfung?
Lokale Wertschöpfung bedeutet, dass ein möglichst großer Anteil des Geldes, das Tourist:innen ausgeben, im Reiseland bzw. in der Region bleibt. Dabei geht es nicht nur um die unmittelbar sichtbaren Leistungen – also etwa die Mitarbeiter:innen eines Hotels oder die Guides vor Ort. Auch die Lieferketten spielen eine wichtige Rolle: Woher kommen Lebensmittel? Wer hat die Möbel gebaut? Welche Dienstleister:innen werden beauftragt?
Wenn beispielsweise der Tischler aus dem Nachbardorf die Einrichtung für eine Unterkunft fertigt oder Lebensmittel von Produzent:innen aus der Region bezogen werden, bleibt ein größerer Teil der touristischen Ausgaben in der Region. Genau diese Wertschöpfungsketten können wir mit unseren Entscheidungen als Reisende und als Tourismusunternehmen mit beeinflussen.
Und ganz praktisch?
Nehmen wir eine Unterkunft, die von einer lokalen Familie geführt wird: Dort bleibt in der Regel mehr von der Wertschöpfung direkt vor Ort als bei vielen international organisierten Hotelbetrieben. Ähnlich ist es beim Essen. Wenn wir auf einem lokalen Markt regionale Lebensmittel kaufen, profitieren davon Händler:innen und Produzent:innen aus der Umgebung.
Auch bei Souvenirs macht die Herkunft einen Unterschied. Wird ein Produkt vor Ort hergestellt und verkauft, fließt ein Teil unserer Ausgaben an lokale Handwerker:innen, Produzent:innen und Händler:innen. Bei industriell gefertigter Importware sieht diese Wertschöpfungskette entsprechend anders aus – außer man macht gerade dort Urlaub, wo sie produziert wird.
Für mich bedeutet das: Tourismus sollte nicht nur Einkommen für einige wenige schaffen. Er sollte möglichst vielen Menschen in den Urlaubsregionen ermöglichen, an der wirtschaftlichen Wertschöpfung teilzuhaben.
Frisch gebackenes Brot in Kirgistan.
So viel bleibt bei unseren Reisen vor Ort
Bei jeder unserer Reisen bleiben mindestens 50 % des Reisepreises im Reiseland. Über unsere Reisen hinweg liegt der Anteil bei durchschnittlich 66 % im Reisejahr 2025. Uns ist wichtig, dass an unseren Reisen möglichst viele Menschen und Betriebe vor Ort beteiligt sind – von Guides und Unterkünften bis zu Produzent:innen und Handwerker:innen.
Wie wir diesen Anteil berechnen und was dabei als lokale Wertschöpfung berücksichtigt wird, erklären wir in diesem Beitrag: Lokale Wertschöpfung einer Weltweitwandern-Reise.
* bei unseren Eigenveranstaltungen