Uganda: Mittendrin in Afrikas Tierwelt
Mystische Bergwelten, üppiger Regenwald und eine überwältigende Tierwelt: Uganda vereint all das. Grund genug, das Land zu Fuß zu entdecken.
Zwei befreundete Paare, eine gemeinsame Leidenschaft: Seit vielen Jahren erkunden Monika und Gernot gemeinsam mit Gudrun und Wolfgang die Welt. Schon mehrmals waren sie gemeinsam mit Weltweitwandern unterwegs. Nach Uganda lockte sie vor allem die Verbindung aus abwechslungsreichen Wanderungen und intensiven Begegnungen mit der Tierwelt. Im Gespräch erzählen Monika und Wolfgang von ihren Erlebnissen auf der Reise „Ruwenzori Trekking und Gorillas in Uganda und Ruanda“.
Wie in einer Tierdoku
Nur wenige Meter trennen die kleine Wandergruppe von den mächtigen Breitmaulnashörnern. „Wir waren vielleicht zehn Meter von ihnen entfernt“, erinnert sich Wolfgang. „Das war unglaublich beeindruckend.“ In Uganda galten Nashörner lange als ausgestorben. Im Ziwa Rhino Sanctuary wird seit 2005 wieder eine geschützte Population aufgebaut. Durch den Besuch des Projekts wird die Wiederansiedlung der Tiere direkt unterstützt.
Doch die Nashörner sind erst der Anfang: Auf Bootssafaris, Pirschfahrten und Wanderungen erlebt die Gruppe Ugandas Tierwelt aus nächster Nähe. Dabei entdeckt sie Elefanten, Büffel, Krokodile, Flusspferde und vieles mehr. „Diese Fülle an Tieren – wir sind uns vorgekommen wie in einer Tierdoku“, erzählt Monika. „Wir hatten wirklich das Gefühl, mittendrin zu sein“, so Wolfgang.
Im Reich der Gorillas
Der emotionale Höhepunkt der Reise wartet im Bwindi Impenetrable Forest. Schon der Name lässt erahnen, was die Gruppe erwartet: dichter Regenwald und keine Wanderwege im klassischen Sinn. Bevor es losgeht, erklären die Ranger die wichtigsten Verhaltensregeln, dann geht es querfeldein durch das Dickicht, auf der Suche nach den Berggorillas. „Wir sind losmarschiert, ein bisschen bergauf gegangen – und plötzlich waren die Gorillas direkt vor uns“, erzählt Wolfgang. Mit dem nötigen Abstand beobachtet die Gruppe die Tiere. Monika berührt vor allem deren Zärtlichkeit: „Es war unglaublich zu sehen, wie liebevoll sie miteinander umgehen, wie sie kuscheln und wie die Kleinen auf den Bäumen herumtollen“.
Regenwald trifft Hochgebirge
Das Trekking im Ruwenzori-Gebirge zählt zu den eindrucksvollsten Wanderetappen der Reise. Wolfgang beschreibt die Landschaft als „eine Mischung aus Regenwald und Alpen“. Die Pfade führen die Gruppe durch dichten Bergregenwald und Bambuszonen bis in eine unwirkliche Landschaft aus Riesen-Lobelien. „Durch den aufziehenden Nebel war das richtig mystisch“, erzählt Monika. Die Landschaft der Ruwenzoris scheint einer Fantasiewelt entsprungen: ein wenig Alice im Wunderland, ein wenig Harry Potter, ein wenig Herr der Ringe. Nicht umsonst ist das Gebirge auch als „Mondberge“ bekannt.
Ein Abend wie im Film
Zu den stimmungsvollsten Momenten zählt für Monika und Wolfgang auch ein Abend in einer Lodge im Queen Elizabeth Nationalpark. Etwas erhöht gelegen, bietet sie einen weiten Blick über die Savanne. „Die Sonne ging langsam unter, und aus der Ferne hörten wir die Elefanten“, erzählt Monika. „Das war wie im Film.“
Guides aus Leidenschaft
Ein besonderes Lob gilt dem Begleitteam – allen voran Arthur, dem erfahrenen Local Guide der Gruppe. „Arthur war einfach unglaublich“, so Wolfgang. „Er hat wahnsinnig viel Humor, ist kompetent und hat die Reise perfekt organisiert.“ Monika erzählt von den vielen kleinen Aufmerksamkeiten unterwegs: „Immer wieder hat er uns mit Snacks überrascht“, lacht sie. „Er war mit so viel Freude dabei, das hat die Reise besonders gemacht.“
Während des Trekkings im Ruwenzori-Gebirge wird die Gruppe zusätzlich von Local Guide Stanley begleitet. „Mit seiner Erfahrung hat er auch die verborgenen Schönheiten und Wunder der Flora und Fauna sichtbar gemacht“, erzählt Wolfgang. Gemeinsam schafft das Begleitteam eine besondere Atmosphäre: „Wir hatten nie das Gefühl, nur Kundinnen und Kunden zu sein. Es war ein echtes Miteinander.“
Willkommen sein
Neben den großen Naturmomenten bleiben Monika und Wolfgang vor allem die Begegnungen mit den Menschen vor Ort in Erinnerung. „Egal, wohin wir kamen, wir haben uns immer willkommen gefühlt“, erzählt Monika. „Die Menschen haben uns mit Begeisterung und Stolz ihr wunderbares Land gezeigt und uns gebeten, zu Hause davon zu erzählen. Das tun wir sehr gern. Sie sind wahnsinnig um Reisende bemüht.“
Denn verantwortungsvolles Reisen schafft Einkommen und Arbeitsplätze für viele Menschen vor Ort – etwa für Guides, Fahrer:innen, Ranger:innen und Gastgeber:innen. Nur wenn Reisende – wie auf Weltweitwandern-Reisen üblich – in lokal geführten Unterkünften übernachten, regionale Produkte kaufen und Initiativen vor Ort besuchen, bleibt ein Großteil der Wertschöpfung im Reiseland.