Portugal in all seinen Facetten
Von einsamen Küstenpfaden zu sattgrünen Weinbergen: Portugal hat als Reiseziel einiges zu bieten. Weltweitwandern-Mitarbeiterin Magdalena hat die Vielfalt des Landes auf zwei miteinander kombinierbaren Reisen erlebt.
Sonne, Sand & Steilküsten: Die Algarve
Barfuß durch den Sand, das Rauschen des Atlantiks im Ohr: Die Reise „Sonne tanken an der Algarve“ führt Magdalena zunächst in die südlichste Region Portugals. Dort lernt sie ihre Wandergruppe und Local Guide Andrea kennen, für die Portugal seit vielen Jahren zur zweiten Heimat geworden ist.
Gemeinsam entdecken sie einige der schönsten Seiten der Algarve: von der Lagunenwelt der Ria Formosa über weite, beinahe menschenleere Sandstrände bis hin zu aussichtsreichen Klippenpfaden hoch über dem Meer. „Dort oben kommt man sich ein bisschen wie auf einer Almwiese vor, alles blüht. Und dann diese wunderschönen Ausblicke auf den Atlantik“, erzählt Magdalena. Ein besonders eindrucksvoller Ort wartet am Cabo São Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas: Hier thront ein Leuchtturm auf einem knapp 70 Meter hohen, steil abfallenden Felsen.
Am meisten beeindruckt Magdalena jedoch die Wanderung entlang der Praia da Falésia: Rötlich-orangefarbene Klippen ragen hier in den Himmel, am Strand liegen Muscheln im goldgelben Sand. „Wir sind dort barfuß am Wasser entlangspaziert. Das war super angenehm und entspannend“, erinnert sie Magdalena. Anschließend picknickt die Gruppe direkt am Strand. Für eine süße Überraschung sorgt Andrea: „Sie hat uns Pastéis de Nata mitgebracht, typisch portugiesische Puddingtörtchen.“
Kultur, Fisch & Fado
Zwischen den Wanderungen bleibt Raum für Kultur und Genuss: Die Gruppe schlendert durch kleine Hafenstädte wie Lagos oder Tavira, besucht Burgen, Museen und Bauernmärkte. „Die Mischung aus Wanderungen, bei denen wir fast alleine waren, und diesen belebten Städtchen hat die Reise sehr abwechslungsreich gemacht“. Auch kulinarisch überzeugt die Algarve: „Man kann dort unter anderem sehr guten Fisch essen. Das Essen war immer ein Highlight.“
Den Abschluss dieser ersten Reise bildet ein Abend in Lissabon: Nach einem Stadtrundgang kehrt die Gruppe in ein gemütliches Fado-Lokal ein. Fado ist ein gefühlvoller, melancholischer Musikstil und gilt als die musikalische Seele Portugals. „Unsere kleine Gruppe hat von Anfang an super harmoniert“, so Magdalena. „Der Fado-Abend war dann einer der schönsten Momente der Reise. Da haben wir die gemeinsame Zeit und die Darbietungen nochmal so richtig genossen.“ Dann heißt es Abschied nehmen – von der Gruppe und von Andrea. Für Magdalena geht es weiter Richtung Norden nach Porto, zum Startpunkt ihrer zweiten Reise.
Nordportugal: Vom Meer in die Weinberge
Aus Sandstränden werden Weinberge, statt barfuß durch den Sand geht es auf der Reise „Porto und Douro: Wandern & Wein in Nordportugal“ schon bald in Wanderschuhen bergauf. „Der Unterschied war sehr eindrucksvoll“, erzählt Magdalena. „Im Norden waren wir viel mehr in den Bergen unterwegs. Es ist ein ganz anderes Portugal.“
Harald, der erfahrene Guide der Nordportugal-Reise, lebt seit mehr als 35 Jahren im Land und öffnet der Gruppe immer wieder Türen zu Menschen und zur lokalen Kultur. „Wir hatten oft das Gefühl, er kennt dort so gut wie jeden. Er hat übersetzt, erklärt und immer wieder für kleine Überraschungen gesorgt.“
Von „Klein-Tibet“ bis ins Douro-Tal
Nach einem kurzen Abstecher an die Atlantikküste führt die Reise zunächst in die Region rund um den Nationalpark Peneda-Gerês. Hier besucht die Gruppe das Bergdorf Sistelo, das durch seine jahrhundertealten Terrassenfelder auch als „Kleines Tibet Portugals“ bekannt ist. Das Wetter zeigt sich dort zwar von seiner rauen Seite, schafft dadurch aber eine ganz besondere Stimmung: „Durch den Regen war es dort richtig mystisch“, erinnert sich Magdalena.
Weiter geht es ins Douro-Tal, wo ein besonderes Erlebnis auf die Gruppe wartet: der Besuch eines Wiederaufforstungsprojekts, bei dem jede:r selbst mitanpacken darf. „Viele waren zunächst skeptisch, ob Baumpflanzen wirklich so spannend ist. Am Ende haben aber alle gesagt: Das war richtig cool, weil wir gemeinsam etwas geschaffen haben.“ Unterwegs kommt die Gruppe auch an Bäumen früherer Weltweitwandern-Gruppen vorbei.
Heimat des Portweins
Im Douro-Tal, der Heimat des Portweins, kommt auch der Genuss nicht zu kurz: Ein Highlight ist die Zugfahrt auf der historischen Douro-Linie, die sich am Fluss entlang durch die Weinberge schlängelt. Vom Bahnhof Pinhão aus wandert die Gruppe zwischen Weinreben, besucht eine historische Olivenmühle und kehrt auf einem kleinen Weingut ein. „Wir haben dort sehr guten Wein genossen. Diese Reise ist ideal für Weinliebhaber:innen – und solche, die es noch werden möchten“, findet Magdalena. Auch kulinarisch zeigt sich Nordportugal ganz anders als die Algarve: Während im Süden Fisch und Meeresfrüchte dominieren, ist das Essen im Norden deutlich herzhafter.
Von der Algarve bis nach Porto
Magdalenas Reise endet mit einem Stadtspaziergang durch die Altstadt von Porto und einem Abschiedsessen in einem typisch portugiesischen Lokal. Ihr Fazit fällt klar aus: „Es lohnt sich, beide Reisen zu kombinieren, weil man dadurch einen größeren Teil des Landes, und seine Vielseitigkeit besser kennenlernt.“ Im Süden sind es Sandstrände, Klippen und das Meer, im Norden Berge, Weinreben und die eindrucksvolle Flusslandschaft des Douro. Zwei sehr unterschiedliche Seiten Portugals, die sich wunderbar ergänzen.
Tipp: An ausgewählten Terminen lassen sich beide Reisen mühelos miteinander kombinieren. Weitere Infos finden Sie auf der jeweiligen Reise-Detailseite unter „Reiseinfos“. Bei einer Kombination reduziert sich der Reisepreis einmalig um 400 Euro pro Person.
Alle kombinierbaren Weltweitwandern-Reisen finden Sie hier.