Eine steile Treppe führt hinauf auf den Tempel mit dem spitzen Dach und endet am dunklen Eingang zu einer Kapelle. In jeder Himmelsrichtung des „Chedi“, der aussieht wie eine Glocke, ist eine Kapelle eingebaut. Die Chedi gehörten zum Tempel beim alten Palast in Ayutthaya und beherbergen die Asche der Könige. Ayutthaya war Hauptstadt des Königreichs Thailand. 1767 von den Burmesen erobert und geplündert, sind heute nur noch die Ruinen seiner Pracht zu bewundern – sie sind UNESCO-Stätte.

Weltkulturerbe und Nationalparks stehen bei unserer Reise häufig auf dem Programm: Wir sehen Tempel im Khmer-Stil und im europäischen Kirchenstil, Stupas und Waldtempel, beliebt zum Meditieren. Im hoch gelegenen Doi Inthanon National Park wandern wir zu Wasserfällen und bekommen sicher einige der zahlreichen Parkbewohner zu Gesicht: Neben Tigern und Gibbons, Schlangen und siamesischen Hasen wurden hier 362 Vogelarten gezählt.

Im mehr als 400 Jahre alten Dorf Ban Na Or, bekannt für die gut erhaltenen historischen Holzhäuser, besuchen wir Baumwoll- und Bambus-WeberInnen.

Gegen Ende der Reise erwartet uns das Thai Elephant Conservation Center. Wir schauen den Elefanten beim Baden zu, besuchen die Kleinen in der „Kinderkrippe“ und lernen Thailands erstes Elefantenkrankenhaus kennen. Zu Hause ist hier auch das berühmte Thai Elephant Orchestra. Bis zu 17 Stunden am Tag sind die Elefantenrüssel damit beschäftigt, die nötigen gut 200 Kilo Futter heranzuschaffen. Sind sie gerade einmal arbeitslos, machen sie sich hier an diversen Instrumenten zu schaffen. „Wir dachten“, sagt der Erfinder des Projekts, „vielleicht spielen Elefanten Instrumente, wenn diese leicht zu benützen sind.“