Am Morgen brechen wir auf in Richtung des Paso de Cortés. Der 3.700 Meter hohe Pass unweit von Mexico City liegt genau zwischen zwei von Mexikos höchsten Bergen, den Vulkanen Popocatépetl und Itzaccíhuatl. Wir treffen hier unseren lokalen Bergführer, der uns die nächsten zwei Tage begleitet. Er erzählt uns die tragische Legende der aztektischen Prinzessin Iztaccíhuatl und ihres Geliebten, dem Krieger Popocatépetl. Die Götter sollen die beiden Unglücklichen nach deren Tod mit Schnee bedeckt und in Berge verwandelt haben. Doch „Popo“ speit immer noch Feuer… Nach dem Wandern fahren wir ins Bergdorf Amecameco, das viele Wanderer als Basislager wählen. Hier isst man die Quesadillas gern mit blauem Mais, Zucchini und der Spezialität Huitlacoche.

Bei den Ruinenstätten Chichén Itzá und Uxmal im Regenwald der Halbinsel Yucatán sehen wir, über welch erstaunliche mathematische und astronomische Kenntnisse die Maya bereits vor 3.000 Jahren verfügt haben müssen. Wir erkunden die „Pyramide des Wahrsagers und des Zauberers“ und die gewaltige Stufenpyramide „El Castillo“. Der Ruf der Maya zieht uns auch hinab in Yucatáns größtes Höhlensystem in Calcehtok, wo die Maya heilige Zeremonien gefeiert haben.

Die Reise führt uns weiter in bunte Kolonialstädte, an weiße Strände und per Boot durch eine Schlucht. Immer wieder begegnen wir den Nachfahren indigener Stämme, etwa in und um San Cristobál und Oaxaca. Hier stellt man uns ziemlich sicher einmal einen Teller voll Knabberzeug mit Beinen auf den Tisch: geröstete Heuschrecken. „Mmh, knusprig“, preisen die Mexikaner es an.