Drei Frauen, eine große Leidenschaft
25 Reisen mit Weltweitwandern. 25-mal Neues entdecken und sich auf Unbekanntes einlassen. Gabriele, Jutta und Brigitte haben genau das getan. Und die drei, allesamt Frauen, sind die überhaupt ersten Weltweitwandern-Gäste, die die 25er-Marke geknackt haben. Anlässlich des internationalen Frauentags haben wir sie gefragt: Was motiviert sie, immer wieder aufzubrechen? Was bleibt nach so vielen Ländern, Begegnungen und Wanderkilometern und welche Reisepläne haben sie noch?
Jutta – Die Schönheit in der Einfachheit
Juttas Reiseleidenschaft begann früh – direkt nach ihrer Matura. „In den 70er-Jahren war Interrail das große Ding. Gefühlt hat sich damals jeder auf den Weg gemacht. Das war eine tolle Zeit. Da habe ich gemerkt, dass mich das Reisen wach hält. Und neugierig war ich immer schon.“
Was folgte, waren Jahrzehnte des Unterwegsseins: meist allein, nur mit Rucksack – teils wochen- und monatelang. Manche Stationen wurden mehr als nur Zwischenstopps. England war für zwei Jahre ihr Zuhause, später lebte sie auch in Norwegen und in Frankreich.
2009 dann ihre erste Weltweitwandern-Reise – zum Zanskar-Trek in Ladakh. „Das war für mich total weit weg. Und ich wollte das nicht mehr allein organisieren“, erzählt sie. Besonders prägend waren für sie die Trekkingtouren mit Zelt, wie in Ladakh, oder in Marokko, Armenien und Georgien. „Diese Reduktion macht etwas mit einem. Es ist eine viel intensivere Art des Reisens. Eine Rückbesinnung auf das Wesentliche.“
Fotos ihrer Reisen macht sie selbst keine, sie schreibt und zeichnet. „Dadurch sind die Eindrücke für mich viel intensiver. Ich schaue durch keine Linse und suche kein Motiv. Ich lasse die Umgebung einfach auf mich wirken.“
Ihr Reise-Motto: Weniger ist mehr. „Weniger fotografieren, weniger Hektik, mehr schauen und genießen.” Im Laufe der Jahre hat sie auch ihr Gepäck immer weiter reduziert. „Oft habe ich das kleinste Köfferchen der Gruppe. Und es reicht.“
Was Weltweitwandern-Reisen auszeichnet? „Die einheimischen Guides – etwa Renato auf Sardinien oder Lefteris in Griechenland. Und die sorgfältig ausgewählten Unterkünfte – jede mit ganz eigenem Charakter.“ Ein Detail hebt sie besonders hervor: „Die Möglichkeit, ein halbes Doppelzimmer zu buchen, ist für Alleinreisende ein super Angebot.“
Gabriele – Über sich selbst hinauswachsen
Auch Gabriele trägt das Reise-Gen in sich. Schon seit ihrer frühen Kindheit ist sie gerne unterwegs. „Mein Vater war Busfahrer. Wann immer es sich ausging, durfte ich ihn begleiten. Außerdem wohnten meine Tanten in der gesamten Weststeiermark bis Graz verteilt. In den Ferien konnte ich zu ihnen fahren, das hat mir großen Spaß gemacht.“
Später erweiterte sich ihr Reise-Radius. Doch sie wollte mehr, als nur Programmpunkte abhaken. „Überall, wo ich hingekommen bin, wollte ich bleiben. In die Kultur eintauchen, spazieren und wandern gehen. So habe ich Weltweitwandern kennengelernt. Seitdem gibt es für mich zwei Reise-Zeiten: vor und mit Weltweitwandern.“
Ihre erste Weltweitwandern-Reise führte sie mit ihrem Mann nach Madeira. „Dort haben wir unsere Gastgeberin Christa kennengelernt. Es war, als würde ich sie schon ewig kennen. Sie ist einfach legendär.“ Es folgten unzählige weitere Reisen in kleiner Gruppe, von Bhutan über Korfu bis Costa Rica. „Reisen ist nicht so das Ding meines Mannes – und ganz allein unterwegs sein, das wäre nichts für mich.“
Ein einzelnes Highlight möchte sie nicht nennen, denn „jede Reise ist einzigartig“. Ein Erlebnis im indischen Sikkim bleib ihr jedoch besonders in Erinnerung: „Die steilen Bergstraßen und tiefen Abgründe haben mir große Angst gemacht. Das sind ganz andere Dimensionen als in Österreich. Da habe ich mir dann irgendwann gesagt: So, jetzt stellst du dich an die Kante und schaust runter. Seitdem hab ich keine Höhenangst mehr, kann überall raufsteigen und traue mich auch wieder runter.“
Was sie an Reisen mit Weltweitwandern besonders schätzt? „Es ist die Gewissheit: Es ist jemand da, wenn ich nicht mehr weiterkomme. Es kann mir nichts passieren.“ Und dann sind da die Begegnungen mit anderen: Einheimische, mit denen sie sich auch ohne viele Worte versteht, Local Guides, mit denen sie bis heute in Kontakt steht und Freundschaften mit anderen Gästen, die während der Reisen entstanden. „Immer wieder habe ich Menschen getroffen, bei denen ich sofort das Gefühl hatte, wir sind Seelenverwandte. Mit denen hat man dann besonderen Spaß, blödelt herum. Da gibt es viele lustige Erinnerungen.“
Was in der Zukunft ansteht? „Es gibt noch einige Länder auf meiner Wunschliste. Costa Rica möchte ich unbedingt noch einmal machen. Einfach dort sein und im Regenwald sitzen – es gibt nichts Schöneres.“
Brigitte – Mit 64 neu aufbrechen
Brigitte hat sich mit 64 Jahren, nach dem Tod ihres Mannes, erstmals allein auf den Weg gemacht. Ihre erste Weltweitwandern-Reise führte sie dabei nach Süd-Albanien – und sie blieb nicht lange allein. „Dort hatte ich das Glück, Christine kennen zu lernen, mit der ich noch heute jedes Jahr unterwegs bin. Die nette Gruppe und unser super Wanderführer Marin haben dann Lust auf mehr gemacht.“
Es folgten Reisen nach Rumänien, Montenegro oder die Slowakei . Später reiste sie weiter in die Ferne, nach Asien und Afrika. „In Tansania konnten wir die große Gnu-Wanderung erleben – einfach unbeschreiblich.“ Auch die Reisen nach Armenien, Georgien und Kirgistan waren für sie besondere Höhepunkte. „Oft haben wir dort in Zelten übernachtet. Die Ursprünglichkeit der Unterkünfte, die liebenswerten Gastgeber, das hervorragende Essen und die Landschaften – das war einfach grandios.“
Was sie zum Reisen motiviert? „Die große Bereicherung ist das Kennenlernen Gleichgesinnter, die Gespräche in der Gruppe. Und die Begegnung mit den Menschen vor Ort. Oft merkt man eine viel größere Gelassenheit und Zufriedenheit als bei uns.“
Und dann werden die Reisen erst durch die Guides zum Gesamterlebnis. „Sie sind für den Zusammenhalt in der Gruppe ganz wichtig. Am Ende der Reisen fällt der Abschied immer schwer.“ Besonders in Erinnerung blieben ihr Bettina und Birgit auf Korfu – Guides und Gastgeberinnen mit Herz und Leidenschaft.
Brigitte ist noch lange nicht reisemüde: „Reisen hält mich jung und fit, sowohl körperlich als auch geistig. Auch mit 80 Jahren habe ich noch nicht genug, meine nächste Reise ist bereits geplant“, erzählt sie.
Das Weltweitwandern-Stammgästeprogramm
Für die Treue unserer Gäste bedanken wir uns im Rahmen unseres Stammgästeprogramms immer wieder mit besonderen Aufmerksamkeiten.
So haben wir uns auch für unsere drei ersten “25er”- Jubilarinnen etwas ganz Besonderes ausgedacht – denn dieses Jubiläum zeugt von einer ganz speziellen Beziehung zu Weltweitwandern, geprägt von großem Vertrauen in uns. Und um uns dafür einmal erkenntlich zu zeigen, übernehmen wir die 26. Reise für Jutta, Gabriele und Brigitte!
Übrigens: Mit unserer Bring-your-friend-Aktion reisen Neukund:innen, die von Stammgästen empfohlen werden, günstiger.