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Ruanda

Das „Land der 1.000 Hügel“ liegt im Herzen Afrikas. Sowohl Nil als auch Kongo werden aus ruandischen Gewässern gespeist – das Land ist die Wasserscheide des Kontinents. Aber auch die Bergwelt des ostafrikanischen Staates, der an Uganda, Tansania, Burundi und Ostkongo grenzt, ist nicht zu vernachlässigen: Der schlafende Vulkan Karisimbi im Nordwesten ragt als höchster Gipfel 4.507 m in die Höhe. Er gehört wie der 3.711 m hohe Visoke zur Virunga-Vulkankette. Zwischen diesen beiden Gipfeln liegt das bekannte, 1967 gegründete Karisoke-Zentrum zur Erforschung der Berggorillas, die nur noch in den Regenwäldern in diesem Gebiet vorkommen. Doch das äquatornahe Land ist Heimat noch vieler weiterer Tiere. So ist im Akagera-Nationalpark im Osten die „klassische“ Tierwelt Afrikas vom Elefanten bis zum Löwen vertreten, und im südwestlichen Nyungwe-Nationalpark lassen sich etliche Primatenarten und schillernde Vögel beobachten. Landschaftlich beeindruckend ist auch der Kiwusee im Westen Ruandas.

Obwohl Ruanda nur etwa so groß ist wie das österreichische Bundesland Tirol, hat es 12 Mio. Einwohner; rund 1,2 Mio. leben in der Hauptstadt Kigali im Zentralen Hochland. Kigali liegt auf rd. 1.500 m Seehöhe und gilt als sauberste Hauptstadt Afrikas.

    Einreise

    Zur Einreise werden ein gültiger Reisepass und ein Visum benötigt. Ein 30-Tage-Touristenvisum ist auch bei der Ankunft im Land erhältlich.

     

    Klima

    Durch die durchschnittliche Höhenlage von 1.000 m herrscht in Ruanda mild-feuchtes Hochlandklima mit mittleren Temperaturen von moderaten 20 bis 22 °C. Temperatur- und wetterbestimmend sind neben der jeweiligen Höhenlage auch die beiden Regenzeiten von März bis Juni bzw. von Oktober bis November.

     

    Essen und Trinken

    Kochbananen, die zu Brei verarbeitet werden, Maismehl und Hülsenfrüchte sind die Grundzutaten für viele ruandische Gerichte; Süßkartoffeln und Maniok sind in Eintöpfen wie Ubugali und Isombe weitere wichtige Kalorienlieferanten. Fleisch kommt eher selten auf den Tisch. Auch die Getränke stehen im Zeichen der Banane: Aus ihnen wird in Ruanda sogar Bier gebraut und Schnaps gebrannt.

     

    Kulturelle Besonderheiten

    Ruanda gilt als sauberstes Land Afrikas: Einmal im Monat sind die Menschen angehalten, ihre Dörfer und Straßen von Müll zu befreien, und Plastiktüten sind seit über zehn Jahren im Land verboten. Neben der wichtigen Rolle, die Bildung in Ruanda spielt, ist auch die Rolle der Frauen bemerkenswert: Sie tragen in Ruanda deutlich stärker zum wirtschaftlichen und politischen Leben bei als in anderen afrikanischen Ländern.

     

    Medizinische Hinweise

    Leitungswasser ist nicht trinkbar! Die medizinische Versorgung reicht nicht an europäische Standards heran. Die Mitnahme einer persönlichen Reiseapotheke wird von den europäischen Behörden dringend empfohlen. Auch ausreichend Sonnencreme und Mückenschutz sind anzuraten. Welche Impfungen gegen Tropenkrankheiten helfen bzw. ob eine Malriaprophylaxe sinnvoll ist, darüber berät am besten ein Arzt. Da mit Ruanda kein Sozialversicherungsabkommen besteht, ist der Abschluss einer Reisekrankenversicherung in Erwägung zu ziehen.

     

    Sicherheit

    Gewaltkriminalität ist selten, Eigentumsdelikte sind allerdings leicht im Steigen begriffen – daher sollte man darauf verzichten, in der Öffentlichkeit größere Geldbeträge, Wertgegenstände oder Schmuck mit sich zu führen bzw. zur Schau zu stellen.

     

     

    Alle Angaben ohne Gewähr. Weiterführende Informationen über das Land erhalten Sie von uns zusammen mit Ihren Reiseunterlagen zugeschickt. Wir bitten Sie, diese Information vor Reiseantritt gründlich zu lesen.

     

    Stand: September 2019