Schon das grüne Städtchen Sigchos mit dem vielen Wald rundherum liegt auf 2.900 Metern – und am Ende unserer Drei-Tages-Wanderung durch das Andenhochland werden wir 3.900 Meter erreicht haben. Unser Ziel: der smaragdgrüne Kratersee des Vulkans Quilotoa. Vorher geht’s aber noch runter und wieder rauf, bergab ins Toachi-Tal, bergauf ins Dorf Isinlivi, auf einer Hängebrücke quer über den Toachi-Fluss, immer wieder mit Blick auf die Schlucht und auf nebelverhangene Gipfel und vorbei an Bauern, die auf den Feldern arbeiten. Am dritten Tag, auf dem Weg zum Quilotoa-Krater, müssen wir noch einmal ein paar Stunden richtig reinbeißen – aber dann liegt er vor uns: der See mit seinen dampfenden Fumarolen, die ihm etwas Mythisches verleihen. Bei guter Sicht sehen wir sogar bis zum schneebedeckten Cotopaxi.

 

Ein paar Tage später knattern wir per Motor-Kanu in Richtung unserer Dschungel-Lodge und bekommen einen ersten Eindruck vom ecuadorianischen Tor zum Amazonas. Wir tauchen ganz in den üppigen Regenwald ein, durchqueren Yuca-, Kaffee- und Bananenplantagen und halten Ausschau nach Totenkopfäffchen und Wollaffen: Ihren kräftigen Schwanz setzen die wie eine fünfte Gliedmaße ein. Bei den Papageienfelsen beobachten wir die Aras, Sittiche und Papageien, wie sie sich, Spezies für Spezies, von den Bäumen auf die Felsen stürzen: Sie lecken dort Mineralstoffe auf, die sie zum Verdauen benötigen. Eine indigene Kichwa-Familie gewährt uns dann Einblicke in ihre Lebensweise und alten Traditionen.