Am frühen Morgen zeigen die üppig bewachsenen Kegelfelsen, die „Mogotes“, sich gern in Nebelschwaden gehüllt. Zu ihren Füßen liegen Tabakfelder, so weit das Auge reicht. Dazu die Höhlen und das Orgelpfeifengebirge: Kein Wunder, dass das Tal von Viñales als eine der schönsten Landschaften Kubas gilt. Wir wandern zu einer typischen Landfinca und durch die Tabakplantagen; dabei erfahren wir von Bauern einiges Erstaunliche über den Anbau des kubanischen Exportschlagers. Hier besuchen wir auch das Fußballprojekt „Viva el fútbol“, wo die begeisterten Jugendlichen uns ein paar Fußballtricks beibringen (oder es zumindest versuchen).

Diese Reise ist ideal für alle, die sowohl die Natur als auch Kultur Kubas, diesem Land in Aufbruchsstimmung, entdecken möchten. In Havanna bestaunen wir Autos und Häuser mit offenkundig bewegter Vergangenheit. In der Sierra Maestra suchen wir das berühmte Rebellenlager der Revolutionäre rund um Ernesto Che Guevara sowie Fidel und Raúl Castro auf. Wir blicken aber auch in die Zukunft, wenn der Künstler Mario Pelegrín uns sein Kinder-Kulturprojekt vorstellt.

Zwischen Baumfarnen und seltenen Orchideen brechen wir zu unserer Tour in die Sierra Maestra auf. Dort steigen wir auf Kubas höchsten Berg, den Pico Turquino (1.974 m). Und von dort wieder bis auf Meereshöhe runter. Der Mojito, den wir an diesem Abend schon in Santiago schlürfen können, kommt sehr willkommen. Und der Anblick greiser Soneras und Soneros, die zu fortgeschrittener Stunde voller Eleganz das Tanzbein schwingen, lässt einem das Herz aufgehen.