Vom Dorf Campiglia geht’s runter Richtung Portovenere, die ganze Zeit mit Blick auf den Golf della Spezia. Hier, an der „Bucht der Dichter“, ließ es sich die Künstlerbohème schon Anfang des 19. Jahrhunderts gut gehen. Vom Abstieg nach Portovenere mit seiner mittelalterlichen Burg ist selbst unser Guide Petra immer wieder begeistert, obwohl sie ihn schon ungezählte Male gegangen ist.

Mit dem Auto ist die Cinque Terre nur mühsam anzufahren; um so gemächlicher geht’s in den verwinkelten Küstendörfern zu. In kleinen Läden decken wir uns mit ligurischem Pesto und Dessertwein ein, in Ristoranti direkt am Wasser verkosten wir Antipasti di Mare und Tortelli. Ligurien ist aber nicht nur für das Dolce Far Niente prädestiniert, sondern eben auch fürs Wandern: Die Dörfer sind durch alte Pfade miteinander verbunden, stets haben wir die schroff-felsige Küste vor Augen und den Duft frischer Kräuter in der Nase.

Eine unserer schönsten Wanderungen erwartet uns am letzten Tag: jene zum Naturpark von Portofino. Im Fischerstädtchen Camogli dösen pastellfarbige, hohe Häuser in der Sonne – kam ein neues Kind, wurde einfach noch ein Stockwerk draufgesetzt. Von der Kirche San Rocco wenden wir uns bergab zum ehemaligen Benediktinerkloster San Fruttuoso, das versteckt in einer Bucht liegt. Im Hafen von Portofino, wo der italienische Jet Set die neueste Mode spazieren führt, probieren wir Paciugo: riesige Eisbecher mit Obst, eingelegten Kirschen und Likör darüber.

 

Unterkunft im Hotel La Vigna

www.hotellavigna.it

 

Auf dieser kompakten Wanderreise gilt es, die eindrucksvolle Küstenlandschaft Liguriens mit ihrer mediterranen Flora und ihren romantischen Fischerdörfern zu entdecken. Auch die Gaumenfreuden kommen nicht zu kurz.