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Unsere Tipps für die optimale Wander-Ausrüstung von A bis Z

Tipps von WWW-Gründer Christian Hlade

Von Kopf bis Fuß aufs Wandern eingestellt! Ohne den perfekten Wanderschuh kann das schönste Outdoor-Erlebnis rasch zur Qual werden, ohne den richtigen Sonnenschutz am Kopf ebenso. Darüber hinaus sind tausende kleine Dinge bei der Auswahl des optimalen Equipments zu beachten: kleine Dinge mit potenziell großer Wirkung auf Ihren Wandergenuss. Folgen Sie mir nun durch mein langjährig erprobtes A bis Z der Wanderausrüstung. Meine Ausrüstungstipps gelten unter der Annahme von sicher begehbaren Wanderwegen bei Plusgraden. 

Ausrüstungstipps von A bis Z

(…von Ausweis bis Zwiebelprinzip)

Ausweise

Besonders für das Ausland praktisch: Alle wichtigen Ausweise und Dokumente scannen/fotografieren und sich diese selbst als Anhang auf den eigenen Webmail-Account senden. Damit hat man im Notfall weltweit Zugriff auf seine Dokumente.

Daunenjacke, Daunengilet

Sind kühlere Temperaturen zu erwarten, habe ich immer eine leichte Daunenjacke, ein Daunengilet oder alternativ eine Jacke mit Kunstfaserfüllung (z. B. PrimaLoft) mit dabei. Daunen sind wärmer, aber teurer und feuchtigkeitsempfindlicher als Kunstfasern. (Nasse Daunen „klumpen“ zusammen und verlieren dann ihre Wärmeisolationsfähigkeit.) Eine leichte und griffbereite „eiserne Wärmereserve“ ist oft Gold wert.

Mein Tipp: Es gibt Jacken mit einer sogenannten „Crystal-Down-Füllung“. Die Daunen sind hier silikonisiert und der Stoff ist DWR-imprägniert (= Durable Water Repellent). Dadurch sind sie viel weniger feuchtigkeitsempfindlich!

 E-Reader

Mit einem E-Reader spart man Gewicht und hat trotzdem immer eine große Menge an Büchern dabei. Durch das eingebaute Hintergrundlichtkann man auch in schlecht beleuchteten (Hütten-)Zimmern sehr gut lesen. Außerdem lässt sich die Schriftgröße einstellen.

Erste-Hilfe & Notfallset

Ein leider oft vernachlässigtes Thema, die Mitnahme ist aber sehr zu empfehlen! Damit kann man sich gerade bei kleineren Verletzungen wirkungsvoll selbst verarzten und Wunden erstversorgen.

Ich nehme auf meinen Wanderungen immer Folgendes mit, bitte immer für den eigenen Bedarf adaptieren:

  • Alu-Rettungsdecke
  • Dreiecktuch
  • Elastische Binde, 2 Verbandspäckchen, Mullbinden, Wundauflagen
  • Pflaster
  • Wunddesinfektion (z. B. Betaisodona)
  • breites Tape (z. B. Leukoplast) mind. 2,5 cm und Blasenpflaster (z. B. Compeed)
  • Ev. Wundsalbe: sehr gut bei wunder Haut, falls es durch starkes Schwitzen zum Wundscheuern kommt und/oder die Lippen aufspringen. Meine persönliche Lieblingscreme dafür: Bepanthen-Salbe.
  • Ich nehme stets auch einige Tabletten eins starken Schmerzmittels zur Schockbekämpfung mit.
  • Ev. kleiner Biwaksack

Mein Tipp: Es gibt von einigen Anbietern spezielle Erste-Hilfe-Rucksacksets, z. B. von Tatonka.

Fernglas

Besonders wichtig, wenn man Vögel oder andere Tiere beobachten möchte, aber auch für ein intensiveres Studieren der Landschaft. Ich bevorzuge für das Wandern leichtere Modelle mit einer Vergrößerung von 8 x oder 10 x, größere sind mit freier Hand zu schwer zu halten. Ich setze auf die Ferngläser von Swarovski oder Leica, da mich die optische Qualität überzeugt. Was bei allen gilt: Je höher die Lichtstärke und je größer das Sichtfeld, desto schwerer und auch tendenziell teurer werden Ferngläser.

Funktionsjacke

Ohne eine sogenannte Hardshell-Funktionsjacke („Goretexjacke“) gehe ich nicht in die Berge. Eine leichte, atmungsaktive und zugleich wasser- und winddichte Funktionsjacke ist wichtig als Wind-, Wetter- und Kälteschutz. Bitte keine gefütterte schwere Winterjacke mit auf die Wanderung nehmen. Wichtig ist auf geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Strapazierbarkeit und eine gute Passform zu achten. Eine hochwertige Jacke hat zwar meist ihren Preis, aber ein solches Kleidungsstück begleitet Sie über viele Jahre und durch so manches übles Wetter.

Mein Tipp: Ich bevorzuge 3-lagige Jacken, die besonders lange Arme, sowie einen Reißverschluss zur Belüftung unter den Achseln haben und die auch ausreichend lange geschnitten sind und damit gut über mein Gesäß reichen. Beim Anprobieren im Geschäft auch immer eine dickere Jacke darunter anziehen!

Meine Erfahrungen: Hardshell oder Softshell?
Ich persönlich bevorzuge auf Wanderungen und Reisen, bei denen es potenziell regnen kann, immer eine Hardshell-Funktionsjacke mit darunterliegenden weichen Schichten aus Fleece, Wolle oder Daune.
Softshell-Jacken verwende ich nur bei sicherem Hochdruckwetter wie z. B. auf Skitouren oder in südlichen Ländern, wenn hauptsächlich eher leichter Wind zu erwarten ist, die atmungsaktive Funktion im Vordergrund steht und Nässeschutz kein Thema ist.

GPS
siehe ausführliche Info im eigenen Kapitel „Wandern 2.0“ ab Seite xx

 Handy

Dieses ist auch ein Sicherheitsfaktor beim Wandern und sollten daher immer ausreichend geladen sein, um Hilfe im Notfall zu rufen. Auch als Navigationshilfe (siehe Kapitel Wandern 2.0), für Wetterinfos und zum Reservieren von Hüttenschlafplätzen. Achtung: In manchen Bergregionen gibt es keinen Empfang, also Schlafplätze frühzeitig reservieren.

Haube und Handschuhe

Wiegen nicht viel, können aber bei windigem, kaltem Wetter einen großen Wohlfühl-Unterschied ausmachen. Der menschliche Körper verliert einen großen Teil der Wärme über den Kopf.

Hüttenschlafsack/Innenschlafsack

Berghütten im Alpenraum verlangen die Verwendung eines Hüttenschlafsacks mit Polsterfach.

Ich empfehle einen Hüttenschlafsack aus Seide. Innenschlafsäcke aus Baumwolle wiegen oft ein Vielfaches. Ich verwende meinen Hüttenschlafsack auch als Innenschlafsack für meinen Daunenschlafsack. So muss man den Daunenschlafsack weniger oft waschen und gewinnt noch einmal 2–3 Grad an Wärme.

Hüttenschuhe oder leichte Ersatzschuhe

Hütten bieten zwar im Alpenraum oft Hausschuhe an, ich habe aber bei einer Wanderung mit Hüttenübernachtungen meist leichte Flip-Flops im Gepäck. Bei abgelegenen Mehrtages-Touren nehme ich einen sehr leichteren Trekking-Schuh als Hausschuh für die Hütte mit und haben dann gleich einen Ersatzschuh für Notfälle.

Kabelbinder
Ja – richtig gelesen. Diese kleinen, leichten Plastikspangen sind ein universell einsatzbares Reparaturutensil: Ob bei einem kaputten Reiseverschluss, Risse in Bekleidung oder Rucksack.

 Leggins

Dünne Leggings (Elastik-Kunstfaser oder Merinowolle) sind wirklich multifunktional verwendbar: Als Wechselhose, wenn die Wanderhose nass oder schmutzig geworden ist, als Unterzieh-Reserve für kühle Tage und zugleich auch als Abendbekleidung oder sogar Schlafbekleidung auf Hütten. Damit ist man wirklich vielfältig ausgerüstet.

Liegematten

In diesem Bereich hat sich gerade in den vergangenen Jahren extrem viel getan. Bei niedrigen Temperaturen hilft der beste Schlafsack wenig, wenn man eine zu dünne Matte verwendet und die Kälte von unten kommt. Stand der Technik sind heute aufblasbare Matten unterschiedlicher Dicke, Füllungszusätzen und Preisklassen. Die wichtigsten Auswahlkriterien sind Dicke, Gewicht, Packmaß, Wärmeleistung und Preis. Es gibt Liegematten bzw. Luftmatratzen mit Füllungen aus Schaumstoff, Kunstfasern und Daune – oder auch ohne Füllung mit alubedampften Stegen, welche die Wärme zurück zum Körper reflektieren.

Mein Tipp: WICHTIG! Immer ein passendes Reparaturset mitnehmen, kleine Dornen können die aufblasbare Matte schnell ruinieren und damit Ihre Nachtruhe nachhaltig stören – und das für die gesamte Reise!

Merinowoll- oder Fleece-Jacke

Bietet als Komponente des „Zwiebelprinzips“ etwas Kälteschutz, ist aber auch gemütlich als Abendbekleidung auf Hütten.
Mein Tipp: Ich bevorzuge eher dünnere Jacken mit Kapuze aus einer Gewebemischung von Merino und Polyester

Notfallausrüstung

Bei längeren, sehr entlegenen und einsamen Touren ohne Handyempfang anzuraten: Signalgeber (Trillerpfeife, Leuchtraketen, starke Taschenlampe oder Spiegel), evtl. ein Satellitentelefon.

Packsäcke

Verschiedenfarbige Packsäcke erleichtern das Verstauen und Finden der Ausrüstungsgegenstände im Rucksack. Man kann auch normale Plastik- oder Stoffsäcke verwenden.

Mein Tipp: Ich bin ein Fan der wasserdichten und sehr leichten Packsäcke der Firma „Exped“. Bei längeren Wanderungen ist in einem größeren die Wechselwäsche und in einem andersfarbigen kleineren Packsack aller Kleinkram wie Kabel, Schreibzeug, E-Reader, usw.

Powerbank

Ein Zusatz-Akku ermöglicht das 2- bis 3-malige Wiederaufladen des Handys, wenn man mal ohne Stromversorgung ist. Durch die Angabe des mAh-Wertes (Milliamperstunden) kann man die

Leistung des jeweiligen Akkus erkennen, also die Speicherkapazität an Energie. Powerbanks verhindern den Stress bei fast leeren Handy-Akkus und versorgen auch die GPS-Uhren und den E-Reader mit Strom.

Proviantbox

Eine wiederverwendbare Proviantbox aus Aluminium oder Kunststoff schützt die Lebensmittel und reduziert zugleich den Plastikabfall.

Regengamaschen, Stoffgamaschen

In Gegenden, in denen es häufig regnet, bei hohem und nassem Gras, bzw. wenn der Boden sehr lehmig und matschig ist, können Regengamaschen eine wunderbare Ausrüstungsergänzung sein. Man verhindert damit wirkungsvoll, dass Regenwasser von oben in die Schuhe eindringt. Vor allem bei wärmeren Temperaturen empfehle ich Gamaschen aus atmungsaktivem Material (z. B. Goretex).

Regenponcho, Regenhose und/oder Schirm?

Wenn es richtig schüttet, dann bietet die Outdoorjacke allein nicht mehr ausreichend Schutz, denn Hose, Rucksack und Schuhe werden triefnass. In solchen Fällen braucht es auch einen Schutz des unteren Körperbereichs, etwa mit einer Regenüberhose (aus atmungsaktivem Goretex), sowie des Rucksackes mit einer Regenhülle. Mir persönlich ist das Gehen mit einer Regenhose – selbst aus atmungsaktivem Material – aber meist viel zu warm, daher bevorzuge ich einen vergleichsweise luftigen Regenponcho. Bei Regen ohne Wind und einfachem Gelände ist auch ein kleiner Regenschirm eine gute Wahl. Es gibt spezielle, sehr stabile und gleichzeitig leichte Wanderschirme im Bergsporthandel.

Reepschnur

Ein paar Meter Reepschnur (dünne Leine) kann sehr praktisch sein: zum Wäscheaufhängen bei Mehrtagestouren oder für Befestigungen, als Ersatzschuhbänder und auch für kleine Reparaturen.

Reparaturutensilien
Hier nochmals zusammengefasst – Beschreibung unter den einzelnen Gegenständien:
Taschenmesser, breites Tape, Reepschnur, Kabelbinder

Rucksack

siehe „Wanderrucksack“ in einem eigenen Blog-Beitrag

Schlafsack

Für eine Hüttenübernachtung ohne Bettdecken reicht ein leichter Sommerschlafsack. Wenn es Decken gibt, reicht ein Hütteninnenschlafsack. Ich verwende einen aus Seide.

(ev. im Kasten) Spezial-Tip: Schlafsack fürs draußen Übernachten im Gebirge

Bei einer Übernachtung im Freien oder im Zelt im Gebirge ist nichts schlimmer als ein zu dünner Schlafsack, in dem man nachts friert. Die Angaben der Hersteller sind nicht immer optimal. Hier meine Erfahrungen, worauf man bei der Schlafsack-Auswahl fürs Übernachten im Freien achten sollte:

  • Orientieren Sie sich unbedingt am angegebenen „Komfortbereich“, denn die „Extremtemperatur“ gibt lediglich an, bei welcher Temperatur man gerade noch überlebt! Wird Ihnen rasch kalt, dann sollten Sie unbedingt Reserven einplanen und einige Grade selbst dazu denken. Zudem schwanken Temperaturen in den Bergen oder anderswo im Freien stark. Es gibt überall immer wieder außergewöhnlich kühle Perioden, auch in den an sich warmen Jahreszeiten.
  • Im Schlafsack selbst wenig anziehen, sonst kann sich dieser nicht erwärmen! Bei Kälte eine Decke oder auch die Wanderjacke ÜBER den Schlafsack legen. Immer eine geeignete Matte als Unterlage verwenden, denn viel Wärme geht nach unten verloren.
  • Wenn es kalt ist, unbedingt den Schlafsack ganz zu machen und auch die Kapuze um den Kopf herum ganz zuziehen, bis nur mehr eine kleine Gesichtsöffnung zum Atmen bleibt, evtl. zusätzlich eine Haube tragen.
  • Bei Kälte wirkt auch eine Wärmeflasche Wunder – dazu kann auch eine sicher verschraubbare Metalltrinkflasche dienen. Aber Achtung vor Verbrennungen: Nur Wärmeflaschen mit sicherem

Verschluss benutzen, gut zuschrauben und immer in etwas einwickeln.

Basiswissen zu Daunenschlafsäcken

Schlafsäcke mit Daunenfüllung sind um einiges leichter und im zusammengelegten (komprimierten) Zustand kleiner als solche mit Kunstfaserfüllung. Auch das Schlafklima ist in einem Daunenschlafsack viel angenehmer. Die entscheidende Angabe ist die „Bauschkraft“, gemessen in Cuin. Daunen im Bereich von 750 bis maximal 900 Cuin sind hochwertig – man hat deutlich spürbar mehr Wärme bei wesentlich geringerem Packmaß. 650 bis 700 Cuin sind in Ordnung, darunter wird es ineffizient.

Die Angabe 90/10 gibt wiederum an, dass als Füllung 90 Prozent Daunen und 10 Prozent Stützfedern verwendet wurden. Je höher der Daunenanteil, desto hochwertiger, wärmer und teurer ist das Produkt. 70/30 wäre dementsprechend eine nicht besonders gute Daunenfüllung, 80/20 ist okay, 90/10 sehr gut. Feuchtigkeitsempfindlichkeit versus Gewicht Der Nachteil von Daunenschlafsäcken ist deren Feuchtigkeitsempfindlichkeit. Ein feuchter Daunenschlafsack verliert sehr stark an Wärmeleistung. Schlafsäcke mit Kunstfaserfüllung sind etwas unempfindlicher, dafür sind diese – bei gleicher Wärmeleistung – schwerer. Beim Thema Feuchtigkeit geht es nicht nur um Regennässe, sondern auch um Feuchtigkeit durch Kondenswasser im Zelt. Nach einer Zeltnacht sollte man den Schlafsack stets am folgenden Tag am besten in der Sonne trocknen.

Kompressionssäcke & Lagerung

Ich verwende zu einem Daunenschlafsack immer auch einen eigenen Kompressionssack, z. B. von der Firma „Exped“. Einen Daunenschlafsack sollte man nicht zu ordentlich zusammenlegen – denn das knickt Material und Daunen. Stattdessen stopft man diesen in den dafür vorgesehenen Packsack.

Mittels einer Entlüftungsöffnung und Kompressionsgurten kann man den Schlafsack für den Transport wirklich ultraklein komprimieren.
TIPP: Länger lagern sollten Daunenschlafsäcke im komprimierten Zustand nicht. Dafür gibt es eigene große, luftige Lagersäcke aus Baumwolle.

Innenschlafsack verwenden

Daunenschlafsäcke soll man möglichst selten waschen, weil jeder Waschvorgang

die Qualität der Isolierung mindert. Daher immer zusätzlich einen waschbaren Innenschlafsack – am besten einen aus Seide – verwenden. Dieser erhöht auch die Wärmeleistung des Schlafsackes nochmals ein wenig.

Waschen von Daunenschlafsäcken

Waschen Sie Ihren Schlafsack mit einem speziellen Daunenwaschmittel, welches das für die Isolation wichtige Eigenfett der Daunen nicht zu stark angreift. An der Luft trocknen und dabei immer wieder gut aufschütteln, damit die Daunen nicht zusammenklumpen und wieder luftig werden.

Sonnenbrille (plus Brillenbox)

Wichtig sind bei einer Sonnenbrille ein guter UV-Schutz und eine Form, die auch die Strahlung von der Seite her abschirmt. Zusätzlich empfehle ich eine wirklich stabile Brillenbox.

Softshell-Gilet

Wärmt und schützt den Oberkörper und wiegt nicht viel. Arme und Schultern bleiben frei, was bei manch schweißtreibenden Anstiegen in kühleren und oft auch leicht windigen Bergregionen sehr hilfreich ist.

Stirnlampe

Leicht und vielfach einsetzbar: ob zum Finden der Toilette in der nächtlich-dunklen Hütte, als Leselicht in düsteren Zimmern oder auch als Sicherheitsausrüstung, wenn man beim Wandern ungeplant in die Dunkelheit gerät. Durch die LED-Technologie sind die Lampen heutzutage sehr leistungsstark und stromsparend.

Mein Tipp: Manchmal schalten sich die Lampen ungewollt im Rucksack ein und sind dann leer, wenn man sie braucht. Um das zu verhindern, eine der Batterien beim Transport umdrehen, dann kann das nicht passieren. Bitte auch Reservebatterien mitnehmen!

Tape, breit
Diese steht zwar schon bei „Erste Hilfe“. Neben dem präventiven Abkleben von Druckstellen an den Füssen ist ein Tape auch gut für kleinere Reparaturen des Equipments zu verwenden.

Taschenmesser

Ein Taschenmesser mit einigen praktischen Werkzeugen gehört für mich zur Wander-Grundausrüstung. Ich verwende seit 40 Jahren immer dasselbe Modell, das Schweizermesser „Victorinox Climber“ mit Messer, Schere, Pinzette, Dosen- und Flaschenöffner, uam.

Trekkingschuhe, niedrige

Wenn man gut trainierte Bänder und Beinmuskeln hat, sind solche Schuhe ideal für leichte bis mittlereWanderungen. Durch die Noppensohle rutschfest und auch geländetauglich. Gibt es mit und ohne Goretexfutter – je nach Klima und Feuchtigkeit am Weg. Dient bei mehrtägigen Touren auch gut als Ersatzschuh und für abends (z.B. „Salomon Speedcross“). Für weniger gut trainierte Wandernde empfehle ich aber immer knöchelhohe Wanderschuhe auf allen Wanderungen.

Trekkingtuch (Multifunktions-Schlauchtuch / Buff)

Ein Schlauchtuch aus elastischer Kunstfaser wiegt fast nichts und ist sehr vielfältig einsetzbar:

  • als dünne Haube als Wind- und Sonnenschutz für den Kopf
  • als Stirnband mit Ohrenschutz
  • als Halstuch inklusive Nackenschutz
  • als Schweißband am Handgelenk
  • als MNS während der Coronazeit und bei extrem staubigen Wegen

→ Unbedingt dazu ein Bild? Ich stelle einige bei!

Wanderhemd

Es gibt im Bergsporthandel langärmelige Hemden – meist aus Kunst- oder Mischfaser – mit geprüftem Sonnenschutzfaktor. Achtung: Helle, dünne Baumwollhemden bieten keinen oder

kaum Sonnenschutz.

Wanderhose

Meine Erfahrung: Wer im Bergsportgeschäft nach einer Wanderhose fragt, bekommt oftmals eine

zu dicke „Hochtouren-Berghose“ empfohlen. Diese mag für hochalpine Gletschertouren eine

gute Wahl sein, aber für normales Bergwandern bei eher moderaten oder gar heißen Temperaturen ist so eine Hose unpassend, weil sie zu warm ist. Ich bevorzuge bei allen meinen sommerlichen Wanderungen eine dünne Hose mit abzippbaren Beinlingen. Gegen Kälte rüste ich mich mit einer Überhose oder trage darunter eine lange Unterhose oder Leggins aus Wolle oder Kunstfaser.
Normale Stoffhosen sind für das Wandern nicht so gut geeignet, das Gewebe ist wenig strapazfähig. Wenn Jeans nass werden, trocknen sie lange nicht und kleben am Körper.

Wanderhut oder Wanderkappe

Die Wichtigkeit eines Sonnenschutzes für den Kopf wird oft unterschätzt und kann gar nicht oft genug betont werden. Ohne Kopfbedeckung können Sonnenbrände und Sonnenstiche inklusive Übelkeit auftreten. Tragen Sie als Sonnenschutz immer eine Kopfbedeckung, die auch den Nacken

schützt (z. B. einen breitkrempigen Wanderhut) – um einen Sonnenbrand im Nacken zu vermeiden. Die Kopfbedeckung schützt auch vor Wind und Nieselregen und erspart Ihnen abendliche Kopfschmerzen in der Hütte.

Wanderrucksack

siehe unsere Tipps in einem eigenen Blog-Beitrag

Wanderschuhe

siehe unsere Tipps in einem eigenen Blog-Beitrag

Wandersocken

Hat man endlich den richtigen Wanderschuh gefunden, kann’s endlich losgehen. Nein, Halt! Denn auch die falschen Socken können beim Wandern richtig lästig werden und im schlimmsten Fall sogar zu Blasen und schmerzhaften Füßen führen. Normale Alltagssocken sind auf alle Fälle zu dünn und es besteht die Gefahr von Reibestellen. Für mich kommen ausschließlich Wandersocken aus Merinowolle infrage. Diese Socken sind optimale Blasenverhinderer, sorgen für ein angenehmes Fußklima, riechen bei Gebrauch weniger streng als Socken aus Kunstfaser und sind daher unerlässlich für das Wohlbefinden bei allen längeren und auch kürzeren Wanderungen.

Mein Tipp: An warmen Tagen nicht zu dicke Socken wählen, da sonst durch das verstärkte Schwitzen die Gefahr von Reibestellen und Blasen droht.

Wanderstöcke

Leichte, zusammenlegbare Stöcke lassen sich schnell außen am Rucksack befestigen und sind so in einfachem Gelände, sowie beim Fotografieren nicht im Weg. Ich bevorzuge höhenverstellbare „Teleskopstöcke“ mit außenliegendem Klemmverschluss. Stöcke mit einer innenliegenden Spreizdübel-Arretierung können sich verklemmen oder unbeabsichtigt aufgehen.

Wander-T-Shirts

T-Shirts aus Merinowolle

Diese sind mittlerweile unverzichtbare Begleiter auf meinen Wanderungen und vor allem bei Reisen, denn sie stinken auch nach mehreren Tagen am Körper nicht – darin besteht der Unterschied

zu Funktionsshirts aus Kunststoff. Die Wolle kann ein Vielfaches ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Wenn Sie bewusst auf einen Naturstoff setzen dann achten Sie bitte beim Kauf auch auf zertifizierte Zulieferbetriebe die den Tierschutz im Blick haben. Unternehmen wie IcebreakerMons RoyaleOrtovox, Aclima oder Devold setzen auf die Zusammenarbeit mit Schaf-Farmern, die Tiere und Natur wertschätzen und gut behandeln. Es gibt mittlerweile auch viele Zertifikate wie zb.: ZQ oder „Naturtextil“ uvm. auf die man beim Kauf achten kann.

Kleine Nachteile der Merinowolle sind der höhere Preis, die doch etwas geringere Haltbarkeit des Gewebes und das kompliziertere Waschen mit Spezialwaschmittel.

Achtung: Nicht überall wo Merino draufsteht, ist tatsächlich auch (viel) Merino enthalten. Häufig werden die teuren Merinowollfasern mit Materialien wie Kunstfaser oder Viskose kombiniert. Achten Sie beim Kauf ihrer Shirts auf den tatsächlichen Anteil der Merinowolle im Kleidungsstück. Die Mischfaser muss aber nicht immer als Nachteil gesehen werden: Haltbarer und auch sehr geruchsneutral sind Shirts aus einer Mischung von Merino und Polyester.

T-Shirts aus Kunstfaser

Für sehr schweißtreibende Aufstiege bevorzuge ich Kunstfaser-T-Shirts. Warum? Kunstfaser-T-Shirts lassen sich unkomplizierter waschen und trocknen, sind langlebiger und fühlen sich auch bei starkem Schwitzen noch trocken an. Hat sich Merinowolle einmal vollgesogen, klebt sie am Körper und trocknet auch langsamer. Der große, wirklich sehr große Nachteil von Kunstfaser-Shirts: Nach einem Wandertag müssen sie unbedingt zur Wäsche, weil sie sehr unangenehm riechen.

T-Shirts aus Baumwolle
Baumwoll-T-Shirts sind meiner Meinung nach eher für die Zeit nach dem Wandern, oder für Wanderungen auf denen man gar nicht ins Schwitzen kommt, geeignet. Baumwolle kann nur wenig Wasser aufnehmen und braucht lange zum Trocknen. Das T-Shirt klebt dann bei Anstrengungen schnell sehr lange nass am Körper.

Waschzeug

Dazu zählen neben Seife auch eine Zahnbürste und ein kleines Trekkinghandtuch aus Microfaser. Die Firma „Ajona“ produziert eine sehr kleine und sparsam zu verwendende Zahnpasta. Sie ist seit Jahrzehnten bei mir auf allen Mehrtageswanderungen mit dabei. Bitte achten Sie auch auf biologisch leicht abbaubare Seife, man wäscht sich ja ev. auch in Bächen und sollte dabei die Natur nicht unnötig belasten.

Wasserflasche

Das Wasser aus manchen Trinkflaschen bekommt schon nach wenigen Stunden Transport einen wirklich grauenhaften Geschmack nach Plastik oder Alu. Daher bitte Vorsicht bei Alu-Trinkflaschen, vor allem, wenn sie schon etwas älter und verbeult sind. Wenn sich die Innenbeschichtung löst, beeinträchtigt das die Reinheit, Unbedenklichkeit und den Geschmack des Trinkwassers. Auch PVC-Kunststoffflaschen und PET-Flaschen mit Weichmachern sind aus gesundheitlichen Aspekten nicht zu empfehlen. Besser sind Trinkflaschen aus Edelstahl oder BPA-freiem Kunststoff.

Mein Tipp: Ich habe früher lange auf eine spezielle Trinkflasche verzichtet und Softdrink-PET-Flaschen als Wasserflaschen verwendet. Das ist nicht sehr empfehlenswert, da man so die Weichmacher des Plastiks mitkonsumiert. Daher habe ich inzwischen umgesattelt und verwende nun „ungiftige“ bzw. unbedenkliche Trinkflaschen. Meine aktuellen Favoriten sind die 1-Liter-Weithalstrinkflaschen von „Nalgene“: Günstig, leicht zu reinigen, ohne Weichmacher und absolut geschmacksneutral.

Wasserdesinfektion
Magenschmerzen, Durchfall oder andere Krankheiten können die schönste Wanderreise beenden oder zumindest zur Qual machen! Gerade bei Auslandswanderreisen ist verunreinigtes Wasser eine der größten Gefahrenquellen, um krank zu werden. Daher ist hier Vorsicht geboten und das richtige Verhalten besonders wichtig, um die schönsten Tage des Jahres unbeschwert genießen zu können.

Unterwegs in der Natur muss potenziell verunreinigtes Wasser entweder abgekocht oder behandelt werden. Bei allen stehenden Gewässern ist das unbedingt notwendig, aber auch bei Bächen weiß man nie, was stromaufwärts alles an Verunreinigungen (durch Tier oder Mensch) ins scheinbar saubere Wasser gelangt ist. Sehr sicher – aber auch schwer zum Herumtragen – sind mechanische Wasserfilter. Hier bin ich ein Fan der Firma „Katadyn“, die auch Taschenfilter für Wanderer anbietet. Viele der Partner meines Reiseunternehmens Weltweitwandern nutzen Katadyn-FIlter um sauberes Wasser auf unseren Trekkingreisen anbieten. Das gibt uns die Möglichkeit auf Wegwerf-Wasser-Falschen zu verzichten und das Wasser vor Ort zu nutzen. Das Tolle an den keramischen Filtern ist, dass man hier sehr viel Wasser filtern kann, bevor man den Keramik-teil austauschen muss. Damit erspart man viel anfallenden Müll.

In vielen Fällen – vor allem wenn das Wasser klar und nicht trüb ist – reichen bei Wandertouren im Ausland auch chemische Wasserdesinfektionspräparate aus. Von der obengenannten Firma „Katadyn“ gibt es Wasserdesinfektionstabletten namens „Micropur.

Zwiebelprinzip: Anziehen wie eine Zwiebel!

Altbewährt, aber noch immer gut: die Bekleidung stets nach dem Zwiebelprinzip auswählen. Lieber mehrere dünne Schichten anziehen als wenige dicke – damit können Sie sich gezielt unterschiedlichen Wetter- und Temperaturlagen anpassen! Vor allem im Hochgebirge beinhaltet ein Wandertag oft alle Jahreszeiten auf einmal: von eiskalt in der Früh und am Gipfel bis extrem heiß beim Aufstieg zu Mittag und sehr feucht am Nachmittag. Bei potenziell kaltem Wetter als

Wärmereserve immer zusätzlich eine leichte Daunenjacke einpacken!

Erste Schicht: Funktionsunterwäsche

Die erste unmittelbar am Körper anliegende Schicht hat die Aufgabe, den Schweiß von der Haut weg nach außen zu leiten, um den Körper möglichst trocken und bei Kälte warm zu halten. Geeignet sind lange oder kurze Unterwäsche, Langarm- oder T-Shirts. Empfohlenes Material von mir: Kunstfaser- oder

Merinowollprodukte.
→ siehe meine Hinweise dazu unter „Wander-T-Shirts“.

Zweite Schicht: Basisbekleidung

Diese dünnen Lagen schützen den Körper vor leichter Kälte, Wind, Sonne, Dornengestrüpp und etwaigen Insektenstichen. Infrage kommen: Hemd, Langarmshirts, dünne Pullover

oder dünne Softshells, elastische Wanderhosen (am besten mit abzippbaren Beinlingen). Material: Kunstfaser, Baumwollmischgewebe oder Merinowollprodukte (natürlicher und geruchsneutraler).

Dritte Schicht: zusätzliche Wärmeisolation

Diese Schicht kommt bei kühlem Wetter zum Einsatz: Fleecejacken, Softshellwesten, Thermojacken mit Kunstfaserfüllung (z. B. PrimaLoft), Daunenjacken, -westen und/oder -hosen.

Vierte Schicht: Schlechtwetterschutz

Atmungsaktive und wasserdichte Hardshell-Funktionsjacken und Überhosen, z. B. aus Goretex oder ähnlichem Material. Bei Regen ohne starken Wind auch gut geeignet: Regenponchos und evtl. Gamaschen.

 

Hier unser Video mit der Ausrüstung für eine Wanderreise:

Hier unser Video zum Zwiebelprinzip: