Wir fahren ins Trentatal und steigen bergauf zur Quelle der Soča, die als schönste Karstquelle der Julischen Alpen gilt. Aus einer dunklen Spalte mit unterirdischem kleinen See strömt sie nach oben und kommt smaragdgrün leuchtend ans Tageslicht. Am sogenannten „ Soča-Trail“ folgen wir dem Lauf des Flusses. Es geht über Stock und Stein, durch Wald und über Weiden, vorbei am Botanischen Garten Alpinum Juliana. Nach einem Picknick am Fluss wandern wir weiter bis zu den Soca-Trögen in Krsocev.

Bei dieser Reise kommen wir ohne Flugzeug aus: Umweltfreundlich setzen wir uns in Villach in den Kleinbus gerade der rechte Start für diese Genusstour. Von der Flitscher Klause, einer altösterreichischen Festungsanlage, wandern wir ins Städtchen Bovec, das für seinen guten Schafskäse bekannt ist. Wir gehen den historischen Lehrpfad in Kobarid entlang und besichtigen das prämierte Museum über den Ersten Weltkrieg, das vom schrecklichen Leben der Soldaten an der Isonzofront erzählt.

 

Nach der ersten Halbzeit verlassen wir unser liebgewonnenes Hotel an der Soča und fahren auf den Monte Matajur (1641 m). „Balkon des Friaul“ wird er auch genannt, reicht doch der Blick vom Gipfel zu den Julischen und Karnischen Alpen, den Dolomiten und auch zur Adria. Auf dem Weg von Gradisca nach Cormons spazieren wir durch die Weinhügel  in denen wegen des speziellen Mikroklimas und der Mergelböden ausgezeichnete Trauben reifen. Und dann haben wir immer noch den Naturpark an der Mündung des Isonzo vor uns: Die Ufer des Süßwassersumpfs gelten nicht nur als bester Birdwatching-Ort Italiens, auch die kleinen weißen Camarguepferde stieben hier mit wehenden Mähnen über die Wiesen.