Klimaschutzprojekt mit Solarenergie in Marokko
Seit 2023 unterstützt Weltweitwandern als Beitrag zum Klimaschutz den Aufbau eines der Solarenergie-Projekts am campus vivant’e in Marokko. Mit Photovoltaik-Paneelen und Batteriespeichern wird dort Schritt für Schritt mehr Strom direkt vor Ort erzeugt. 2025 wurde die erste Projektphase abgeschlossen: seither wird im campuseigenen cafe vivant’e mit selbst erzeugtem Solarstrom gekocht.
Mitten im Hohen Atlas liegt der campus vivant’e. Die Bildungsstätte schafft Lern- und Ausbildungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Region. Von der Vor- und Volksschule über die Sekundarschule bis zur Berufs- und Weiterbildung verbindet das Bildungsprojekt die lokale Berber-Kultur mit weltoffenem Lernen, praktischen Fähigkeiten und neuen beruflichen Perspektiven. Der gemeinnützige Verein Weltweitwandern Wirkt! begleitet und unterstützt das Bildungsprojekt seit vielen Jahren. Seit 2023 unterstützen Weltweitwandern und unsere Gäste den Ausbau der Solarenergie am Campus. Dafür wurde eine Photovoltaikanlage errichtet und seither Schritt für Schritt erweitert.
Solarpaneele am Dach der académie vivante
Klimaschutzprojekt: Solar-Versorgung des campus vivant‘e
„Die solare Einstrahlung auf fast 2.000 Metern Seehöhe macht unser Bildungszentrum zu einem sehr geeigneten Standort für Solarenergie“, sagt Schulgründerin Itto Stefanie Tapal-Mouzoun.
Genau deswegen wurde von 2023 bis 2025 eine Photovoltaikanlage für das Erwachsenenbildungszentrum académie vivante und das angeschlossene cafe vivant’e fertiggestellt. Weltweitwandern und unsere Reisegäste haben diesen Projektschritt maßgeblich mitfinanziert. Heute wird das gesamte Gebäude vollständig über Photovoltaik-Paneele betrieben, und Batteriespeicher machen einen Teil der erzeugten Energie auch dann verfügbar, wenn die Sonne nicht scheint. Eine wichtige Klimaschutzmaßnahme, denn der marokkanische Strom wird aktuell immer noch zu rund 85 % aus fossilen Energiequellen wie Kohle und Öl oder Gas hergestellt (iea.org 2023).
Schulgründerin campus vivant’e
Fachmännische Unterstützung aus Kärnten
Seit den ersten Planungen begleitet Georg Stimpfl aus Kärnten, selbst Weltweitwanderer, das Projekt ehrenamtlich als Energieberater. Zuletzt war er im Mai 2025 vor Ort: „Im Café bekam ich den ersten mit Solarstrom zubereiteten Cappuccino serviert. Früher gab es immer wieder Probleme, doch seit der Installation der Batterie läuft die Anlage stabil. Auch Kühltruhen und Spülmaschinen können nun zuverlässig mit dem vor Ort erzeugten Solarstrom betrieben werden.“
Itto und Georg vor dem Wechselrichter
Nächste Etappe: Solarenergie für die Schulgebäude
Als nächste Projektphase ist die Erweiterung der Solarversorgung auf die beiden Schulgebäude geplant. Für die rund 100 Schüler:innen stehen derzeit nur zwei beheizbare Räume zur Verfügung. Geheizt wird mit kleinen Holzöfen. Im nächsten Schritt sollen Photovoltaikanlagen und Infrarotheizungen dazu beitragen, die Klassenräume im Winter mit Wärme und Strom aus Sonnenenergie zu versorgen.
Darüber hinaus wird geprüft, eine Ausbildungskomponente im Bereich Solartechnik am Campus aufzubauen. Absolvent:innen des Campus sollen damit künftig die Möglichkeit erhalten, praktische Kenntnisse rund um Photovoltaikanlagen und Solartechnik zu erwerben.