Wir sind für die Dauer unserer Reise Gäste in einem Land mit einer anderen Kultur. Viele Sitten und Gebräuche sind fremd und komplett anders als zu Hause. Bitte versuchen Sie nicht zu werten. Manchmal erfordert dies ein hohes Mass an Toleranz und Anpassungsfähigkeit von uns, aber viel mehr noch von den Menschen, deren Heimat wir bereisen, uns gegenüber. Je bescheidener und unauffälliger man auftritt, desto mehr sieht und erlebt man. Reisen in ein anderes Land bedeutet auch, dass das Verhalten der Menschen, die uns begleiten, führen oder denen wir begegnen, vielleicht nicht immer unseren Vorstellungen entsprechen mag. Gegenseitiger Respekt und Achtung sind hier gefragt.
Bitte beachten Sie vor allem die religiöse Würde und Privatsphäre der Menschen.
Den bettelnden Kindern oder aufdringlichen Händlern erteilen Sie bitte eine freundliche, aber bestimmte Abfuhr. Die Kinder profitieren nicht von unseren Almosen. Das soziale Gefüge und auch die Zukunft dieser Kinder werden zerstört. Bitte nie wahllos oder einfach so Kugelschreiber, Zucker, Medikamente, Schokoriegel etc. verteilen!
Fragen Sie bei Unklarheiten Ihren Guide und halten Sie sich unbedingt innerhalb von Dörfern oder bei Kinderansammlungen an ihn und seine Anweisungen. Es gibt Dörfer, in denen die Kinder relativ scheu die Fremden während Stunden beobachten können, ein Steinwurf weiter werden die Gäste mit lauten und teils auch sehr fordernden „donne moi un Dirhams, donne moi un stylo“ Rufen bedacht. Dieses Verhalten wird von den Kleinen kopiert, führt zu einer Gruppendynamik und hatte so scheint es, ja auch „Erfolg“. So ist es wohl nicht an uns als Gast, dieses Verhalten zu verurteilen und genauso wenig zu bestärken, denn darin geht, so finden wir, die Würde verloren – und zwar für beide Seiten.
Es berührt, es macht manchmal auch wütend, es macht nachdenklich und es verunsichert, doch ist dies genauso eine reale Seite des Tourismus wie auch die Tatsache, dass der Maultierführer mit seiner Arbeit im Tourismusbereich vielleicht das Geld für die Schulutensilien für seine Kinder verdient. Haben Sie den dringenden Wunsch nebst Ihrer Reiseteilnahme bei einem fairen lokalen Unternehmen, was zu tun, dann bestärken Sie mit einem Besuch der Dorfschule diese Einrichtung (bitte nicht Geld geben sondern wenn, dann Naturalgaben) oder Unterstützen Sie ein lokales Selbsthilfeprojekt und geben Sie den Kindern ihre Würde zurück.
In Marokko ist es üblich, den Teppich und das Zimmer ohne Schuhe zu betreten. Die rechte Hand gilt als sauber, die linke als unrein.
Für eine Einladung bedankt man sich mit einem kleinen, praktischen Geschenk – dies als kleines Dankeschön, Gegenleistung – Austausch.
Während dem Trekking sind Einladungen zum Tee oder zum Essen in Dörfern oder Nomadenzelten wunderbare Einblicke in die marokkanische Kultur Kultureinblicke, haben keinen provisionsorientierten Hintergrund, sind aber auch nicht fix als Bestandteil der Reise zu erwarten, sondern spontan und situationsentsprechend.
Nicht mehr gebrauchte Alltagsgegenstände, Kleider, Schuhe etc. können der Begleitmannschaft als Dankeschön am Ende der Tour geschenkt werden, ebenso evtl. kleine Dinge für die Familien der Männer. Dies ist eine von ihnen sehr geschätzte Geste.