fbpx
Neuer Katalog inkl. 32 Seiten Magazin.
In 254 Reisen rund um die Welt. Näher dran mit Local Guides und sicher geführt.
Kostenlos bestellen
Katalogvorschau
Katalogvorschau
Katalog bestellen

Marrakesch

Marrakesch – oder Marrakech in alternativer Schreibung – ist gemeinsam mit Fes, Meknes und Rabat eine der vier marokkanischen Königsstädte. Die Geschichte der Stadt beginnt im Jahr 1062, als das Herrschergeschlecht der Almoraviden in der Ebene nordöstlich des Hohen Atlas hier ihr Lager aufschlug. Daraus entwickelte sich eine Berbersiedlung, die bald zum beherrschenden Ort der Region anwuchs. Auch nach dem Wechsel des Herrscherhauses und dem Abzug des Hofes blieb Marrakesch bis in die Gegenwart hinein die wichtigste Stadt in Südwest-Marokko.

Bereits 1147 wurde mit dem Bau der Koutoubia-Moschee begonnen, deren 77 Meter hohes Minarett bis heute das Wahrzeichen der Stadt ist. Die Koutoubia-Moschee ist eine der ältesten Marokkos; sie liegt am Rande der Medina von Marrakesch, in Nachbarschaft zum „Gauklerplatz“, Djmaa el Fna, der Abend für Abend mit seinen Garküchen, Schlangenbeschwörern, Wahrsagerinnen und Geschichtenerzählern zum Leben erwacht und zu den berühmtesten Plätzen Afrikas gehört. Dank seines überbordenden orientalischen Lebens wurde der Djmaa el Fna von der UNESCO als erstes in die 2001 neu geschaffene „Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ aufgenommen.

Bereits 1985 wurden der Agdal-Garten und der Menara-Garten vor den Toren der Stadt gemeinsam mit der Medina, die Altstadt von Marrakesch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das lebendige Herz Marrakeschs schlägt in den Souks der Medina mit ihren Werkstätten und Läden. Jedes Gewerbe hat dort sein eigenes Viertel – ob Töpfer, Färber, Drechsler oder Taschner; im Bazar dominieren Farben und Gerüche, etwa der orientalischen Gewürze, die im Gewürzviertel zum Verkauf angeboten werden. „Es ist würzig in den Suks, es ist kühl und farbig“, hielt Literaturnobelpreisträger Elias Canetti in seinem Klassiker „Die Stimmen von Marrakesch“ fest.

Marrakesch hat mehrere Beinamen: „Tor zum Süden“, „Perle des Südens“ oder auch „Rote Perle“. Dieser Name zielt auf die Rotfärbung der historischen Gebäude und der kilometerlangen Stadtmauer aus Stampflehm ab. Die Stadtmauer gehört mit ihren 202 Türmen und 20 teils prächtigen Stadttoren zu den erstaunlichsten Wehrbauten Afrikas. Zu den weiteren architektonischen Highlights der Stadt zählen Sakralbauten wie die Ben-YoussefMoschee mit der angeschlossenen Gebetsschule Medrasa Ben Youssef aus dem 16. Jahrhundert und herrschaftliche Paläste: Hervorzuheben sind dabei die Überreste des beeindruckenden El-Badi-Palasts aus dem 16. Jahrhundert sowie der Bahia-Palast des Großwesirs Bou Ahmed mit seinen über 6.000 Räumen voller Arabesken und flirrender orientalischer Strukturen in Fenstergittern, Intarsien von Holzdecken und in Innengärten. In Sachen moderner Architektur fasziniert der internationale Flughafen Marrakesch-Menara, der vom Schweizer Architekturbüro E2A Architects entworfen wurde und als einer der schönsten der Welt gilt.