In der Sierra Nevada beginnen wir unser Trekking durch die „Weißen Dörfer“. Sechs Tage ziehen wir durch die Berge der Alpujarras, vorbei an rauschenden Bächen und angezuckerten Gipfeln. Dem Erbe der Mauren begegnen wir unentwegt: bei unserer Wanderung zu den ausgeklügelten Bewässerungsanlagen, aber auch auf den alten Verbindungswegen zu den von den Mauren gegründeten Dörfern Pitres, Mecina, Fondales und Ferreirola. Weiter geht’s nach Trevélez: Mit 1.476 m liegt es so hoch wie kein anderes spanisches Dorf, es ist auch die Hochburg des „jamón serrano“, des luftgetrockneten Schinkens.

„Andalusien verkörpert die Seele spanischen Lebensgefühls, es fesselt vom ersten Moment an“, sagt WWW-Spanien-Experte Robert Wolf, der diese Ecke Tour gut kennt. Zum Auftakt gibt’s bei dieser Reise Kultur, das wird dem maurisch geprägten Andalusien gerecht: Wir starten in Málaga, Kulturmetropole und Geburtsort Pablo Picassos, und Granada mit seiner weltberühmten Alhambra. Nach dem Trekking zu den „Weißen Dörfern“ steuern wir den Naturpark Cabo de Gata an. Erloschene Vulkankegel und „versteinerte“ Strände säumen unsere Wege, der Duft von Lavendel, Thymian und Fenchel begleitet uns.

Zuvor pilgern wir noch zu Europas einziger Wüste: Die Desierto de Tabernas hat Regisseure zu Hunderten von Western und anderen Filmen inspiriert, einer der Drehorte ist immer noch im Einsatz. Und so ziehen wir durch Schluchten, Dünen und verwitterte Felsformationen, denken an „Winnetous Rückkehr“ und summen die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“.