Polens Osten – Städte, Flüsse & Urwald
Weitläufige Natur und Europas ausgedehnteste Tiefland-Urwälder: Wir erkunden vier sehr unterschiedliche Nationalparks und kommen dabei Elchen, Sumpfschildkröten und den weltweit einzigen frei lebenden Wisenten nahe. Auf den Spuren der Lubliner Renaissance: Charmante & aufstrebende Städte wie Lublin und die Kleinstädte Zamość und Kazimierz Dolny bieten unvergessliche Stadtrundgänge.
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Reisedauer:9 Tage
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Davon Wandertage:6 Tage
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Nächte im Bett:8Die Übernachtungen finden in festen Unterkünften statt. Nähere Details finden Sie im Tagesablauf oder in den Leistungen der Reise.
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Gruppengröße:6-14 PersonenDie Mindestteilnehmerzahl für diese Reise beläuft sich auf 6 Person(en), die maximale Zahl auf 14 Personen.
Highlights:
- Erkunden von touristisch unbekannten Gebieten
- Vier sehr unterschiedliche, ursprüngliche Nationalparks im Osten Polens
- Wandern mit einem Naturführer durch das normalerweise nicht zugängliche Reservat im Nationalpark Bialowieza
- Wilde Sumpflandschaften & unberührte Flusslandschaften
- Weitläufigste Flachland-Urwälder Europas mit frei lebenden Wisenten & Ponys
- Besuch einer Obstbauern-Familie
- Kultur & Sehenswürdigkeiten in Lublin, Zamość & Kazimierz Dolny
Schwierigkeitsgrade:
Nachhaltigkeit:
Wir leisten einen CO2-Beitrag für alle Fluganreisen.
Hohe lokale Wertschöpfung.
70% des Reisepreises bleiben vor Ort.
Wandern im Osten von Polen
Die kleinen Sumpfschildkröten haben Glück, dass im Polesie-Nationalpark eine eigene Aufzuchtstation für sie eingerichtet wurde. Nach dem Schlüpfen finden sie oft kein Gewässer in der Nähe, hier aber werden sie über den ersten Winter hochgepäppelt. Wenn es im Frühling in die Freiheit geht, sind sie zwei bis drei Mal so groß wie bei ihrer Ankunft. Hier an der ukrainischen Grenze wandern wir durch die Torfmoore Polesiens, die Ausläufer der Prypjatsümpfe. Vielleicht sehen wir sogar einen der Elche und den schillernden Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze. Unser Naturführer erklärt auch, welche Vögel hier zwitschern.
Wanderführer Andreas ist gebürtiger Oberösterreicher und lebt seit 2000 in Polen – zuerst in Lublin, jetzt in Warschau. Er oder sein langjähriger Kollege Marek führen uns auf dieser Reise durch lebendige mittelalterliche Städte, in ursprüngliche Landschaften und zu den „letzten Wilden“ unter den europäischen Flüssen: Weichsel, Bug und Narew. Die Narew mit ihren mäandernden Flussarmen trägt sogar den Beinamen „polnischer Amazonas“. Bei den meisten Wanderungen begleitet uns zusätzlich zu unserem Wanderführer ein polnischer Naturkundler.
Nachhaltigkeit und Verbindung mit der lokalen Kultur
Mit einem Nationalpark-Ranger brechen wir auch in den ältesten, normalerweise unzugänglichen Teil des Bialowieża-Urwalds auf. Dort machen wir es uns, für drei Nächte in urigen kleinen Häusern bei einer netten Bauernfamilie mitten im Urwald, gemütlich. In der Nacht kann es sein, dass uns in unserem kleinen Dorf Wisente besuchen kommen.
Der uns seit vielen Jahren freundschaftlich verbundene Andreas und sein Team hat mit uns zusammen diese Reise konzipiert und führt die Touren auch abwechselnd mit seinen befreundeten Guides. Andreas ist gebürtiger Österreicher, zertifizierter Bergwanderführer und lebt seit dem Jahr 2000 in Polen. Dorthin führte ihn erstmals der österreichische Auslandszivildienst, den er in der Gedenkstätte Majdanek im ostpolnischen Lublin absolvierte. Von Land und Leuten begeistert, verlängerte er seinen Polen-Aufenthalt “ein wenig” und blieb einfach dort – mittlerweile hat er Familie vor Ort und führt regelmäßig Weltweitwandern-Gruppen durch die Hohe Tatra, durch Polens Osten und durch die Masurische Seenplatte. Besonders ist an den Reisen von Andreas, wie man mit Land und Leuten in Kontakt tritt – und die besonderen Pensionen und Restaurants, die er auswählt. Andreas legt sehr großen Wert darauf, wenn möglich in besonderen Unterkünften zu übernachten, wie zum Beispiel eine liebevoll renovierte ehemalige Papiermühle – oder unsere Künstler-Pension in Warschau, die sich sozial engagiert und Ort für Klavierkonzerte von jungen Musikstudentinnen ist und am eigenen Dach-Garten die Bienen summen lässt. Andreas ist auch sehr engagiert im Weltweitwandern-Nachhaltigkeitsprogramm.
WWW-Tipp: Diese Reise lässt sich optimal mit unserer Masurische Seen und Dünen der Ostsee-Wanderreise kombinieren.
Linktipp
Hier geht es zu WWW-Gründer Christian Hlades Reisebericht Polen: Das unterschätzteste Land von Europa!
In der Podcast-Folge Polen: Land der Kontraste & Geschichten gibt Christian Hlade gemeinsam mit unserem Partner und Local Guide Andreas Einblicke in die vielseitige Landschaft und Kultur Polens.
Kontakt & Infos
Polens Osten – Städte, Flüsse & Urwald buchen
Sie bezahlen erst, nachdem Sie
die Buchungsbestätigung erhalten haben.
Tagesablauf
1. Tag: Südost-Polen & Kazimierz Dolny
Herzlich willkommen in Polen! Nach unserer individuellen Anreise treffen wir uns gegen 14:30 Uhr am Bahnhof Warszawa Centralna in Warschau. Von dort fahren wir gemeinsam nach Kazimierz Dolny, einer kleinen historischen Stadt an der Weichsel. Bei einem Rundgang erkunden wir den Marktplatz mit seinen Bürgerhäusern, deren Fassaden fantasievoll gestaltet sind. Wir schlendern durch die Gassen der Altstadt und lernen den Ort näher kennen. Wenn es die Zeit erlaubt, unternehmen wir auch eine kurze Wanderung in der Umgebung. Nach unserem ersten gemeinsamen Abendessen spazieren wir noch zur Promenade an der Weichsel. Anschließend setzen wir unsere Fahrt nach Lublin fort, wo wir unser Hotel in der Altstadt beziehen.
Übernachtung in einem landestypischen Mittelklassehotel in der Altstadt von Lublin
(-/-/A)
2. Tag: Roztocze-Nationalpark & Zamość
Am Morgen machen wir uns auf den Weg in die Umgebung des Roztocze-Nationalparks. Unsere Wanderung führt uns durch eine sanfte Hügel- und Waldlandschaft, in der alte Buchen und Tannen das Bild prägen. Mit etwas Glück begegnen wir unterwegs frei lebenden Ponys. Am Nachmittag besuchen wir die historische Stadt Zamość, deren Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die nach dem Vorbild einer Idealstadt der Renaissance angelegte Stadt wird auch als „Padua des Nordens“ bezeichnet. Bei einem Rundgang erkunden wir den weitläufigen Marktplatz mit seinem Rathaus, die historischen Bürgerhäuser und die Stadtmauern.
Wanderung: ca. 8 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 2,5 Std.
Übernachtung in einem landestypischen Mittelklassehotel in der Altstadt von Lublin
(F/-/A)
3. Tag: Polesie-Nationalpark & Lublin
Am Morgen erkunden wir Lublin. Wir besichtigen die Burg mit ihrer mittelalterlichen Kapelle und den farbenprächtigen Wandfresken und spazieren durch die jüdisch geprägte Altstadt. Anschließend bleibt Zeit, um in einem der Cafés zu verweilen. Am Nachmittag fahren wir in den Polesie-Nationalpark nahe der ukrainischen Grenze. Wir wandern durch weitläufige Seen-, Wald- und vor allem Sumpflandschaften, die sich auf ukrainischer Seite in den Prypjat-Sümpfen fortsetzen. Unsere Wanderung führt uns größtenteils über Holzstege durch die flache Landschaft. Wir besuchen die Aufzuchtstation für Sumpfschildkröten und entdecken verschiedene Sumpfpflanzen. Mit etwas Glück können wir auch Elche beobachten. Unser Naturführer erzählt uns Wissenswertes über die heimische Vogelwelt. Der Kranich ist das Symbol des Nationalparks. Auf dem Weg zur Flusslandschaft des Bug besuchen wir eine Obstbauernfamilie, die eigenes Obst und Früchte aus dem Dorf zu Säften und Konfitüren verarbeitet. Wir verkosten ihre Produkte und erfahren, wie der Betrieb neue Perspektiven in der ländlichen Region schafft.
Wanderung: ca. 8 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 3 Std.
Übernachtung in einem landestypischen Gästehaus in Borsuki
(F/-/A)
4. Tag: Der Nordosten Polens – Arabergestüt am wilden Fluss
Heute fahren wir Richtung Nordosten und folgen dem Fluss Bug, der hier die Grenze zwischen Polen und Weißrussland bildet. Zunächst besuchen wir das weltberühmte Arabergestüt von Janów Podlaski, das wir bei einem Rundgang näher kennenlernen. Anschließend geht es weiter in ein kleines Dorf, das malerisch am steilen Flussufer liegt. Von hier starten wir unsere heutige Wanderung entlang des wenig besuchten Steilufers des Bug. Der weitgehend naturbelassene Fluss schlängelt sich durch eine abgelegene Landschaft im äußersten Osten Polens. Das Durchbruchstal des Bug ist selbst unter polnischen Naturliebhabern noch wenig bekannt.
Wanderung: ca. 10 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 3 Std.
Übernachtung in einem landestypischen Gästehaus in Borsuki
(F/-/A)
5. Tag: Podlachien: Über den „Heiligen Berg“ in den Urwald
Wir beginnen den Tag im Dorf Mielnik am Fluss Bug, das sich dank seines milden Klimas inzwischen auch zu einem Weinbaugebiet entwickelt hat. Anschließend besuchen wir den Heiligen Berg Grabarka, die wichtigste Pilgerstätte orthodoxer Gläubiger in Polen. Rund um die Heilquelle und die hölzerne Kirche ist über die Jahrhunderte ein eindrucksvoller „Wald“ aus hunderttausenden hölzernen Büßerkreuzen entstanden. Am Nachmittag beziehen wir unsere Unterkunft in der Nähe von Białowieża, in einem der größten Urwaldgebiete Europas. Wir übernachten in traditionellen Holzhäusern, wie sie für die Region Podlachien typisch sind. Bei einer Wanderung erkunden wir die Umgebung unseres kleinen, mitten im Urwald gelegenen Dorfes. Mit etwas Glück bekommen wir sogar Besuch von wild lebenden Wisenten, die sich gelegentlich bis in die Dörfer wagen.
Wanderung: ca. 12 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 3 Std.
Übernachtung in einer landestypischen Pension in traditionellen Holzhäusern in Budy
(F/-/A)
6. Tag: Białowieża-Nationalpark – Wandern im größten Urwaldgebiet Europas
Wer möchte, bricht bereits im Morgengrauen gemeinsam mit unserem Naturführer auf, um nach den frei lebenden Wisenten Ausschau zu halten. Mit etwas Glück können wir die mächtigen Wildrinder in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Zum Frühstück kehren wir in unsere Unterkunft zurück. Anschließend machen wir uns auf den Weg zu einer Wanderung durch eines der ursprünglichsten Waldgebiete Mitteleuropas. Auf einfachen, ebenen Wegen erkunden wir den Urwald von Białowieża mit seinen alten Bäumen und weitläufigen Waldlandschaften. Dabei erfahren wir mehr über das Waldgebiet, das zu den letzten großen Urwäldern Europas zählt.
Übernachtung in einer landestypischen Pension in traditionellen Holzhäusern in Budy
(F/-/A)
7. Tag: Urwald-Rundgang durch die Kernzone
Heute unternehmen wir eine etwa dreistündige Wanderung mit einem Nationalpark-Ranger durch die Kernzone des Białowieża-Nationalparks. Gemeinsam erkunden wir den ältesten Teil des Urwaldes, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt und normalerweise nicht frei zugänglich ist. Unser Ranger begleitet uns durch dieses streng geschützte Gebiet und gibt uns Einblicke in den Urwald. Am Abend kehren wir in unsere Unterkunft mitten im Urwald zurück. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit traditioneller Volksmusik lassen wir den Tag ausklingen.
Hinweis: Sollte die Wanderung durch die Kernzone aufgrund der politischen Situation im Grenzgebiet zu Weißrussland nicht möglich sein, unternehmen wir stattdessen eine alternative Wanderung in größerer Entfernung zur Grenze.
Übernachtung in einer landestypischen Pension in traditionellen Holzhäusern in Budy
(F/-/A)
8. Tag: Vom polnischen Amazonas nach Warschau
Die Narew mit ihren zahlreichen mäandrierenden Flussarmen wird oft als „polnischer Amazonas“ bezeichnet, auch wenn sie mit dessen Größe nicht mithalten kann. Wir erleben den Fluss zunächst in der freien Natur und anschließend im Städtchen Tykocin, das einst stark von jüdischem Leben geprägt war. Bei einem Spaziergang durch den Ort sehen wir unter anderem die gut erhaltene Synagoge. Am späten Nachmittag erreichen wir Warschau und genießen ein gemeinsames Abendessen in unserer Unterkunft im Stadtzentrum. Anschließend verabschieden wir uns von unserem Guide. Wer möchte, kann noch auf eigene Faust durch die Stadt spazieren, am allabendlichen Chopin-Konzert im Hotel teilnehmen oder die hauseigenen Bienenstöcke im Dachgarten besuchen.
Übernachtung in einem landestypischen Mittelklassehotel in Warschau
(F/-/A)
9. Tag: Auf Wiedersehen, Polen!
Wir verabschieden uns von diesem wunderbaren Land und treten mit vielen neuen Eindrücken unsere Heimreise an. Auf Anfrage verlängern Sie Ihre Reise ganz individuell mit einem Aufenthalt in unserem Gruppenhotel in Warschau vor und/oder nach der Reise. Bitte geben Sie Ihre gewünschten Reisedaten im Anmeldeformular unter „Anmerkungen/Fragen“ bekannt. Im Anschluss erhalten Sie von uns per E-Mail ein maßgeschneidertes Angebot für Ihre Verlängerung mit angepasster An- und/oder Abreise. Vorbehaltlich Verfügbarkeit.
1. Tag: Südost-Polen & Kazimierz Dolny
Herzlich willkommen in Polen! Nach unserer individuellen Anreise treffen wir uns gegen 14:30 Uhr am Bahnhof Warszawa Centralna in Warschau. Von dort fahren wir gemeinsam nach Kazimierz Dolny, einer kleinen historischen Stadt an der Weichsel. Bei einem Rundgang erkunden wir den Marktplatz mit seinen Bürgerhäusern, deren Fassaden fantasievoll gestaltet sind. Wir schlendern durch die Gassen der Altstadt und lernen den Ort näher kennen. Wenn es die Zeit erlaubt, unternehmen wir auch eine kurze Wanderung in der Umgebung. Nach unserem ersten gemeinsamen Abendessen spazieren wir noch zur Promenade an der Weichsel. Anschließend setzen wir unsere Fahrt nach Lublin fort, wo wir unser Hotel in der Altstadt beziehen.
Übernachtung in einem landestypischen Mittelklassehotel in der Altstadt von Lublin
(-/-/A)
2. Tag: Roztocze-Nationalpark & Zamość
Am Morgen machen wir uns auf den Weg in die Umgebung des Roztocze-Nationalparks. Unsere Wanderung führt uns durch eine sanfte Hügel- und Waldlandschaft, in der alte Buchen und Tannen das Bild prägen. Mit etwas Glück begegnen wir unterwegs frei lebenden Ponys. Am Nachmittag besuchen wir die historische Stadt Zamość, deren Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die nach dem Vorbild einer Idealstadt der Renaissance angelegte Stadt wird auch als „Padua des Nordens“ bezeichnet. Bei einem Rundgang erkunden wir den weitläufigen Marktplatz mit seinem Rathaus, die historischen Bürgerhäuser und die Stadtmauern.
Wanderung: ca. 8 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 2,5 Std.
Übernachtung in einem landestypischen Mittelklassehotel in der Altstadt von Lublin
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3. Tag: Polesie-Nationalpark & Lublin
Am Morgen erkunden wir Lublin. Wir besichtigen die Burg mit ihrer mittelalterlichen Kapelle und den farbenprächtigen Wandfresken und spazieren durch die jüdisch geprägte Altstadt. Anschließend bleibt Zeit, um in einem der Cafés zu verweilen. Am Nachmittag fahren wir in den Polesie-Nationalpark nahe der ukrainischen Grenze. Wir wandern durch weitläufige Seen-, Wald- und vor allem Sumpflandschaften, die sich auf ukrainischer Seite in den Prypjat-Sümpfen fortsetzen. Unsere Wanderung führt uns größtenteils über Holzstege durch die flache Landschaft. Wir besuchen die Aufzuchtstation für Sumpfschildkröten und entdecken verschiedene Sumpfpflanzen. Mit etwas Glück können wir auch Elche beobachten. Unser Naturführer erzählt uns Wissenswertes über die heimische Vogelwelt. Der Kranich ist das Symbol des Nationalparks. Auf dem Weg zur Flusslandschaft des Bug besuchen wir eine Obstbauernfamilie, die eigenes Obst und Früchte aus dem Dorf zu Säften und Konfitüren verarbeitet. Wir verkosten ihre Produkte und erfahren, wie der Betrieb neue Perspektiven in der ländlichen Region schafft.
Wanderung: ca. 8 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 3 Std.
Übernachtung in einem landestypischen Gästehaus in Borsuki
(F/-/A)
4. Tag: Der Nordosten Polens – Arabergestüt am wilden Fluss
Heute fahren wir Richtung Nordosten und folgen dem Fluss Bug, der hier die Grenze zwischen Polen und Weißrussland bildet. Zunächst besuchen wir das weltberühmte Arabergestüt von Janów Podlaski, das wir bei einem Rundgang näher kennenlernen. Anschließend geht es weiter in ein kleines Dorf, das malerisch am steilen Flussufer liegt. Von hier starten wir unsere heutige Wanderung entlang des wenig besuchten Steilufers des Bug. Der weitgehend naturbelassene Fluss schlängelt sich durch eine abgelegene Landschaft im äußersten Osten Polens. Das Durchbruchstal des Bug ist selbst unter polnischen Naturliebhabern noch wenig bekannt.
Wanderung: ca. 10 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 3 Std.
Übernachtung in einem landestypischen Gästehaus in Borsuki
(F/-/A)
5. Tag: Podlachien: Über den „Heiligen Berg“ in den Urwald
Wir beginnen den Tag im Dorf Mielnik am Fluss Bug, das sich dank seines milden Klimas inzwischen auch zu einem Weinbaugebiet entwickelt hat. Anschließend besuchen wir den Heiligen Berg Grabarka, die wichtigste Pilgerstätte orthodoxer Gläubiger in Polen. Rund um die Heilquelle und die hölzerne Kirche ist über die Jahrhunderte ein eindrucksvoller „Wald“ aus hunderttausenden hölzernen Büßerkreuzen entstanden. Am Nachmittag beziehen wir unsere Unterkunft in der Nähe von Białowieża, in einem der größten Urwaldgebiete Europas. Wir übernachten in traditionellen Holzhäusern, wie sie für die Region Podlachien typisch sind. Bei einer Wanderung erkunden wir die Umgebung unseres kleinen, mitten im Urwald gelegenen Dorfes. Mit etwas Glück bekommen wir sogar Besuch von wild lebenden Wisenten, die sich gelegentlich bis in die Dörfer wagen.
Wanderung: ca. 12 km, kaum Höhenunterschiede, Gehzeit ca. 3 Std.
Übernachtung in einer landestypischen Pension in traditionellen Holzhäusern in Budy
(F/-/A)
6. Tag: Białowieża-Nationalpark – Wandern im größten Urwaldgebiet Europas
Wer möchte, bricht bereits im Morgengrauen gemeinsam mit unserem Naturführer auf, um nach den frei lebenden Wisenten Ausschau zu halten. Mit etwas Glück können wir die mächtigen Wildrinder in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Zum Frühstück kehren wir in unsere Unterkunft zurück. Anschließend machen wir uns auf den Weg zu einer Wanderung durch eines der ursprünglichsten Waldgebiete Mitteleuropas. Auf einfachen, ebenen Wegen erkunden wir den Urwald von Białowieża mit seinen alten Bäumen und weitläufigen Waldlandschaften. Dabei erfahren wir mehr über das Waldgebiet, das zu den letzten großen Urwäldern Europas zählt.
Übernachtung in einer landestypischen Pension in traditionellen Holzhäusern in Budy
(F/-/A)
7. Tag: Urwald-Rundgang durch die Kernzone
Heute unternehmen wir eine etwa dreistündige Wanderung mit einem Nationalpark-Ranger durch die Kernzone des Białowieża-Nationalparks. Gemeinsam erkunden wir den ältesten Teil des Urwaldes, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt und normalerweise nicht frei zugänglich ist. Unser Ranger begleitet uns durch dieses streng geschützte Gebiet und gibt uns Einblicke in den Urwald. Am Abend kehren wir in unsere Unterkunft mitten im Urwald zurück. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit traditioneller Volksmusik lassen wir den Tag ausklingen.
Hinweis: Sollte die Wanderung durch die Kernzone aufgrund der politischen Situation im Grenzgebiet zu Weißrussland nicht möglich sein, unternehmen wir stattdessen eine alternative Wanderung in größerer Entfernung zur Grenze.
Übernachtung in einer landestypischen Pension in traditionellen Holzhäusern in Budy
(F/-/A)
8. Tag: Vom polnischen Amazonas nach Warschau
Die Narew mit ihren zahlreichen mäandrierenden Flussarmen wird oft als „polnischer Amazonas“ bezeichnet, auch wenn sie mit dessen Größe nicht mithalten kann. Wir erleben den Fluss zunächst in der freien Natur und anschließend im Städtchen Tykocin, das einst stark von jüdischem Leben geprägt war. Bei einem Spaziergang durch den Ort sehen wir unter anderem die gut erhaltene Synagoge. Am späten Nachmittag erreichen wir Warschau und genießen ein gemeinsames Abendessen in unserer Unterkunft im Stadtzentrum. Anschließend verabschieden wir uns von unserem Guide. Wer möchte, kann noch auf eigene Faust durch die Stadt spazieren, am allabendlichen Chopin-Konzert im Hotel teilnehmen oder die hauseigenen Bienenstöcke im Dachgarten besuchen.
Übernachtung in einem landestypischen Mittelklassehotel in Warschau
(F/-/A)
9. Tag: Auf Wiedersehen, Polen!
Wir verabschieden uns von diesem wunderbaren Land und treten mit vielen neuen Eindrücken unsere Heimreise an. Auf Anfrage verlängern Sie Ihre Reise ganz individuell mit einem Aufenthalt in unserem Gruppenhotel in Warschau vor und/oder nach der Reise. Bitte geben Sie Ihre gewünschten Reisedaten im Anmeldeformular unter „Anmerkungen/Fragen“ bekannt. Im Anschluss erhalten Sie von uns per E-Mail ein maßgeschneidertes Angebot für Ihre Verlängerung mit angepasster An- und/oder Abreise. Vorbehaltlich Verfügbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Beim Wandern im Osten von Polen kann man die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in den Torfmooren Polesiens und im Bialowieża-Urwald entdecken. Man hat die Möglichkeit, europäische Flüsse wie die Narew zu erkunden und charmante mittelalterliche Städte zu besuchen.
Unsere Wander-Guides, wie Andreas und Marek, sind erfahrene und engagierte Experten. Sie führen unsere Gruppen sicher durch die Landschaften und stellen sicher, dass unsere Gäste einzigartige Erlebnisse und Erkenntnisse sammeln.
Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Wir wählen unsere Unterkünfte und Restaurants sorgfältig aus, um lokale Kulturen und die Umwelt zu unterstützen. Wir achten darauf, keinen Müll zu hinterlassen, und respektieren die lokale Flora und Fauna.
Unsere Unterkünfte variieren, aber sie sind immer gemütlich und einzigartig. Beispielsweise übernachten wir in kleinen urigen Häusern im Bialowieża-Urwald oder in nachhaltig geführten Unterkünften in Warschau.
Unsere Wandergruppen sind klein und familiär gehalten. Dies ermöglicht jedem Teilnehmer eine persönliche Erfahrung und einen einzigartigen Zugang zu diesem wunderbaren Land.
Artikel zur Reise
Weitere Polen Highlights:
- 8 Nächtigungen im Doppel- oder Einzelzimmer mit Bad/WC: davon 2 Nächte in einem Hotel in der Lubliner Altstadt, 2 Nächte in einem Hotel am Fluss Bug, 3 Nächte in einer Pension in der Natur, abgelegen im Nationalpark Bialowieza, 1 Nacht in einem Hotel in Warschau
- 8x Frühstück, 8x Abendessen
- Deutschsprachiger Guide
- Wanderungen und Ausflüge laut Programm
- Alle Transfers während des offiziellen Reiseprogramms: Treffpunkt am Bahnhof Warschau Centralna (bei Baustellen Bahnhof Warschau Gdanska) voraussichtlich 14.00 Uhr. Diese Reise endet im letzten Hotel in Warschau.
- 1-stündige Stadtführung mit zertifiziertem Stadtführer durch Zamość
- Eintritt in alle vier Nationalparks, in die Lubliner Burg (Burgkapelle), auf den Trinitarischen Turm der Stadtmauer in Lublin
- An- und Abreise nach Warschau (es gibt sehr gute Bahnverbindungen)
- Ein Flug kann auf Anfrage gerne über uns gebucht werden
- Ausgaben persönlicher Natur wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder
- Nicht inkludierte Mahlzeiten (Mittagessen, Lunchpakete)
- Impfungen, Versicherungen etc.
- Zusätzliche Kosten bei Krankheit, Bergrettung, Änderung der Route durch höhere Gewalt bzw. Flugzeitverschiebungen
€ 320,-
€ 320,-
Diese Reise wird von Weltweitwandern veranstaltet.
Kontakt
Weltweitwandern GmbH
Gaswerkstraße 99
8020 Graz
T: +43 3165835040
E: info@weltweitwandern.com
Für Buchung und Durchführung dieser Reise gelten die AGB der Weltweitwandern GmbH.
EU-Staatsbürger und Schweizer benötigen für die Einreise lediglich einen gültigen Reisepass oder Personalausweis.
Bitte beachten Sie die Hinweise des Außenministeriums, des Auswärtigen Amts bzw. des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten.
Impfungen
Für die Einreise sind zurzeit keine Impfungen vorgeschrieben. Informationen zu Standardimpfungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Impfplan bzw. Impfkalender. Wir empfehlen die Mitnahme einer Reiseapotheke. Halten Sie vor Abreise mit Ihrem Hausarzt Rücksprache, welche Medikamente sinnvoll wären.
Nähere Informationen zur medizinischen Versorgung in Ihrem Reiseland, sowie zu möglichen Gesundheitsrisiken finden Sie auf den Seiten des Außenministeriums, des Auswärtigen Amts bzw. des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten.
So wie im Nachbarland Deutschland ist auch das polnische Klima vom mitteleuropäischen Übergangsklima geprägt. Trockene kontinentale Luft trifft auf feuchte Atlantikströmungen, wobei durch die östlichere Lage Polens der kontinentale Einfluss etwas stärker ist. Vor allem im Nordosten (Masuren), sowie im Osten und Südosten (Karpaten) sind dadurch die Jahreszeiten etwas stärker ausgeprägt als in Deutschland oder Österreich. Das heißt, die Winter können etwas strenger ausfallen, aber auch die Sommer sind länger, heißer und meist trockener.
Laut Wetterkontor.de: Durchschnitts-Höchstwerte im Juli in Warschau 23 Grad, in Danzig 21 Grad. Im Mai und September sind diese Temperaturen etwa 4 Grad niedriger (ca. 19 Grad in Warschau).
Währung
Der Wechselkurs der Landeswährung (PLN – Polnischer Złoty) beträgt 4,5 Zloty = 1 Euro und ist relativ stabil (tagesaktuelle Änderungen möglich).
Geld
Empfohlen ist, nach der Einreise in Polen am Geldautomaten Geld in der Landeswährung abzuheben. Geldautomaten befinden sich in Polen in fast jedem Dorf, wir kommen bei unseren Reisen auch fast täglich an Bankomaten vorbei. Es wird empfohlen, für den täglichen Bedarf (nicht inkludierte Getränke, Picknicks, landesübliche Trinkgelder oder Souvenirs) ca. PLN 700.- pro Reisewoche abzuheben.
Der Geldwechsel ist nicht überall möglich – wir sind auch öfters in abgelegenen Gebieten. Vom Geldwechsel vor der Anreise oder auf einem polnischen Flughafen wird abgeraten, wegen sehr unvorteilhafter Wechselkurse. Kreditkarten werden in vielen Restaurants und größeren Geschäften akzeptiert. Mit der österreichischen oder deutschen Bankomatkarte kann in jedem größeren und fast jedem kleinen Geschäft bezahlt werden. Bei Unsicherheiten fragen Sie Ihren Guide.
Trinkgeldempfehlung
Das Personal in den Unterkünften und Restaurants freut sich über Trinkgeld. Lassen Sie gerne ein paar Münzen auf dem Nachtkästchen oder runden Sie Ihre Getränkerechnung auf. Das Dankeschön an den Guide bzw. an die Reiseleitung obliegt Ihrer ganz persönlichen Zufriedenheit und individuellen Großzügigkeit. Als grobe Orientierung pro Reisegast gilt: EUR 3-5,- pro Tag für den Guide/die Reiseleitung bzw. EUR 1-3,- pro Tag für die Fahrerin oder den Fahrer.
Strom in Polen
Die Stromspannung in Polen beträgt 230 Volt/50 Hertz. Ein Adapter für die Steckdosen ist normalerweise nicht notwendig, solang man nur Flachstecker (zum Beispiel Ladegerät für Handys) verwendet.
Es besteht ein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Reiseversicherung: Wir empfehlen den Abschluss einer zusätzlichen Reiseversicherung inkl. Stornoschutz.
Gratulation: Sie möchten eine Reise bei Weltweitwandern buchen, das ist schon mal eine wunderbare Entscheidung! 😉
Damit Sie wissen was das heißt, hier noch kurz ein paar offene Worte, über unsere Art zu Reisen: Wir bieten Reisen mit berührenden Begegnungen und Einblicke in die Kultur und Landschaft Ihres Reiselands. Qualität und Luxus definieren wir durch kleine Reisegruppen, möglichst landestypische Quartiere und persönliche Betreuung der Gruppe durch örtlich verwurzelte Guides. Ein gewisses Flair und die Lage einer Unterkunft sind uns wichtiger als EU-genormter Komfort und viele Sterne.
Wer Weltweitwandern bucht, lässt sich offen und respektvoll auf eine andere Kultur und das Reiseland ein – das erfordert Eigenverantwortung und beinhaltet auch unsere Bitte an Sie, dass Sie unsere Informationen aufmerksam durchlesen. Denn jedes Mal, wenn wir ein anderes Land besuchen, betreten wir das Zuhause von anderen Menschen, Tieren, und Pflanzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Land & Leuten mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Beachten Sie dazu auch die Do’s and Dont’s, die Sie im letzten Teil dieses Textes finden.
Wenn Sie bereit sind, sich auf das „Neue“ im Schutz einer bestens organisierten Reise einzulassen, dann sagen wir: Herzlich willkommen als Teil unserer Weltweitwandern-Familie!
Wir laden Sie ein, die folgenden Informationen gut durchzulesen und auf Ihrer Reise zu beherzigen:
Was ist bei Weltweitwandern Qualität und Luxus?
Luxus resultiert bei uns aus der kleinen Reisegruppe, den möglichst landestypischen Unterkünften, einem liebevoll ausgearbeiteten Programm mit ausgewählten Details und die persönliche Betreuung der Gruppe durch unsere lokal verwurzelten Guides.
Unsere Kriterien bei der Auswahl der Unterkünfte
Ein gewisses Flair und eine gute Lage einer Unterkunft sind uns wichtiger als EU-genormter Komfort und viele Sterne. Wir vermeiden so gut es geht internationale Hotel-Ketten oder All-Inclusive-Hotels, da diese in vieler Hinsicht oft nicht unserer Reisephilosophie entsprechen. Wir setzen, sofern möglich, auf landestypische, familiäre Unterkünfte. Hier können die Zimmer unterschiedlichste Ausstattungsmerkmale aufweisen (z. B. mit oder ohne Balkon/Terrasse, Badewanne oder Dusche). Die Zimmer können unterschiedlich groß sein und auch verschiedene Ausblicke haben. Manchmal teilen sich zwei Zimmer einen gemeinsamen Eingang.
Aus ökologischen Gründen gibt es nicht in allen Unterkünften eine tägliche Reinigung. Sollte dies dennoch gewünscht sein, ein Handtuchwechsel oder eine Müllentleerung erforderlich werden, kann das an der Rezeption gemeldet werden.
Ein Beispiel: In unseren Riad-Hotels in Marrakech sind die Zimmer der Gäste unterschiedlich groß, die Fenster gehen traditionell immer auf den Innenhof und die Stiegen sind schmal und verwinkelt. Dafür wohnt man inmitten der zauberhaften Altstadt in Häusern mit Flair und Geschichte und in Gehweite der schönsten Plätze. Wir bemühen uns immer das bestmögliche für unsere Gäste – unseren Auswahlkriterien entsprechend- zu finden: Manchmal gäbe es vor Ort eventuell noch etwas charmantere Quartiere – diese verlangen aber z.B. Mindestaufenthalte von 1 Woche oder gewähren keine längerfristigen Reservierungen.
Gruppenreise
Sie unternehmen mit Weltweitwandern eine Reise in einer Gruppe. Manche Menschen haben hier Bedenken. „Was ist, wenn ich andere Menschen in der Gruppe unsympathisch finde?“, „Wenn die anderen zu alt / zu jung / zu laut / zu langweilig / zu schnell / zu langsam sind?“
Gleich vorab: Menschen, die bei Weltweitwandern eine Wanderreise buchen sind praktisch immer angenehm, interessiert und offen! Die besten Gruppen sind zudem die, in der es eine gute Mischung aus Jung und Alt und verschiedenen Interessen gibt. Die große gemeinsame Lust am Wandern, an der Natur und an anderen Kulturen ist ohnehin ein starker, gemeinsamer Nenner!
Viele Freundschaften sind schon entstanden und auf unseren Reisen geht´s eigentlich immer interessant und oft lustig zu! Für ein gutes Gelingen ist aber unbedingt auch ein gewisses Maß an Geduld und persönlicher Rücksichtnahme von jedem Einzelnen und jeder Einzelnen notwendig.
Entspannte Grundeinstellung
Wer durch ein fremdes Land reisen und eine andere Kultur genießen möchte, benötigt dazu eine entspannte Grundeinstellung. Die Uhren gehen vor Ort zudem häufig viel langsamer als in ihrem Heimatland und manchmal geschehen unerwartete Dinge oder Zwischenfälle. Flexibilität, Geduld und vor allem einen Sinn für Humor sind die Hauptsache. Weltweitwandern bereitet jede Reise gründlich vor, trotzdem gibt es immer wieder unvorhergesehene Überraschungen und auch Pannen, die auch wir nicht im Voraus planen können. Es muss auch vor Ort nicht alles genau so „funktionieren“, wie man sich das im Moment vorstellt. Gerade aus den Bahnen des immer Funktionieren-Müssens darf man auf Reisen einmal herauskommen.
Offenheit und respektvolles Verhalten
Von unseren Reisegästen erwarten wir offenes, respektvolles Auftreten, Wertschätzung des Fremden und den Menschen vor Ort und einen behutsamen Umgang mit der örtlichen Natur. Das Reisen zu fremden Kulturen und in entlegene Gebiete beinhaltet immer auch eine große Eigenverantwortung. Bedenken Sie, dass in vielen unseren Reiseländern kein EU Standard herrscht und stellen Sie sich bitte auf einfache Verhältnisse ein.
Tourencharaktere
Das Spektrum der Reisen bei Weltweitwandern reicht von sehr gemütlichen Spaziergang-Wanderreisen bis zu ganz schön herausfordernden Trekkingtouren, eingeteilt und gut gekennzeichnet mit einer Skala von 1 bis 5. Wenn Sie sich hier Ihrer eigenen Kondition unsicher sind, probieren Sie bitte unbedingt vor Ihrer Reisebuchung zum Beispiel bei Tourencharakter 3 gut aus, was es für Sie heißt, einen mit 6 Stunden angegebenen Wanderweg im Gebirge mit inkludierten Anstiegen von bis 1.000 Meter zu begehen! Planen Sie auch persönliche Leistungsreserven ein für z.B. außergewöhnlich heißes, kaltes oder feuchtes Wetter oder weniger fitte Tage. Unsere Touren beinhalten eine Mischung aus Kultur, Natur und Abenteuer. Zwischendurch kann es auch lange und anstrengende Reisetage geben.
Vorbereitung
Unsere Welt wandelt sich ständig, was Urlauber:innen spannende Möglichkeiten und unvergleichliche Erfahrungen verheißt. Es ist allerdings notwendig, sich gründlich auf eine Reise vorzubereiten – zum Beispiel mit einem oder mehreren der zahlreichen Reiseführer, die zu dem Thema erhältlich sind.
In unseren Reiseunterlagen stellen wir Ihnen wichtige Informationen soweit es geht zusammen. Unsere Packlisten können aber immer nur generelle Empfehlungen sein. Ihre eigenen persönlichen Notwendigkeiten sind individuell verschieden. Machen Sie sich daher bitte immer auch selbst Gedanken, was für Sie in der Wander-Reisezeit wichtig sein könnte. Wie gehen Sie mit Regen, Schnee, Sonne, Wind, Sand um? Was ist für Sie während einer Wanderung, während einer Reise wichtig?
Wenn Sie etwas stört
Wenn Sie etwas stört, sagen Sie es bitte sofort! Wenn Sie zum Beispiel das Gefühl haben, Sie hätten schon wieder etwas weniger oder etwas nicht so Gutes bekommen, sagen Sie es bitte gleich ihrem Guide! Ihr Guide, unsere Partner vor Ort, können Ihnen nur dann helfen und etwas verbessern, wenn Sie auftretende Probleme direkt ansprechen. Nach Ihrer Rückkehr sind Problemlösungen – die vor Ort mit geringem Aufwand beseitigt hätte werden können – dann meist nicht mehr möglich.
Offenheit ist uns wichtig, direkte Rückmeldungen helfen uns und unserem Team vor Ort besser zu werden.
Hören Sie bitte auf den Guide
In den Tagen und Wochen Ihrer Reise ist ihr Guide verantwortlich für Sie. Ihr Guide ist ihr Lotse während der Reise und in einer eventuell fremden Kultur. Wenn er/sie es für nötig hält, ist er/sie der Chef/die Chefin. Wenn er sagt, dass Sie etwas auf keinen Fall tun sollten – oder dass Sie rasten sollten, dann hören Sie bitte auf ihn!
Seien Sie ihm/ihr gegenüber auch rücksichtsvoll.
Ihr Guide ist auch nur ein Mensch. Gönnen Sie ihm/ihr bitte auch Ruhepausen. Guide zu sein ist ein unglaublich vielseitiger, aber auch fordernder Beruf.
„Andere Länder, andere Sitten“ heißt es sprichwörtlich und das nehmen wir uns zu Herzen. Wir wollen auf unseren Reisen sensibel mit den lokalen Gegebenheiten umgehen. Unsere Guides sind diesbezüglich Ihre wichtigsten Ansprechpartner:innen. Sie kennen sich mit lokalen Bräuchen & Sitten sehr gut aus und stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.
Hier noch ein paar Dos & Don’ts für Ihre Reise:
Fotografieren
Fotos sind wichtig, um die wunderbaren Erinnerungen einer Reise festzuhalten. Es gilt aber einige Regeln zu beachten:
- Fragen Sie immer um Erlaubnis, bevor Sie Fotos von Menschen machen! Bevor Sie ein Kind fotografieren, holen Sie im besten Fall die Einwilligung der Eltern ein.
- Achtung: In vielen Ländern ist es verboten religiöse Stätten, militärische Einrichtungen oder Flughäfen zu fotografieren.
- Benutzen Sie keinen Blitz beim Fotografieren von Malereien in Tempeln, Höhlen, etc.
Bekleidung
- Kleiden Sie sich entsprechend den örtlichen Gepflogenheiten!
Zusätzliche Tipps: - Überall auf der Welt ist es wichtig, sich beim Besuch religiöser Orte moderat zu kleiden. Röcke oder Hosen sollten über die Knie reichen. Schuhe und Hüte müssen vor dem Eintritt manchmal ausgezogen werden.
- Vielerorts wird es nicht akzeptiert, sich oben ohne zu sonnen oder in Badekleidung durch die Stadt zu flanieren.
Zum Schutz der Kinder
Unsere Jüngsten verdienen den größten Schutz. Selbstverständlich achten auch wir auf unseren Reisen darauf.
- Keine Geschenke oder Geld für bettelnde Kinder. Das fördert das Betteln nur noch mehr und verhindert den Schulbesuch. Wenn Sie armen Menschen in einem Land helfen möchten, dann spenden Sie an seriöse Organisationen wie den von uns unterstützten gemeinnützigen Verein „Weltweitwandern Wirkt!“, der in einigen unserer Reiseländer Bildungs- und Sozialprojekte unterstützt. Diese wissen auch genau, was die Kinder am nötigsten brauchen.
- Kinderrechtsverletzungen finden leider in allen Ländern der Welt statt. Helfen Sie, Kinder in Urlaubsländern vor sexueller Ausbeutung zu schützen. Jede:r Reisende kann helfen, Kinder vor sexueller Ausbeutung auf Reisen und im Tourismus zu schützen. Wer etwas Auffälliges beobachtet – Verdachtsfälle oder Straftaten –, sollte nicht zögern, dies zu melden: www.nicht-wegsehen.net.
Lokalem dem Vorrang geben
- Probieren Sie lokale Köstlichkeiten, kaufen Sie am lokalen Markt und Geschäften ein.
- Wählen Sie lokale Souvenirs als Mitbringsel für zu Hause. Mit lokalen Gewürzen können Sie z.B. den Geschmack des Urlaubs mit nach Hause nehmen.
- ACHTUNG: In einigen Touristenorten werden lebende Tiere und Pflanzen oder exotische Souvenirs zum Verkauf angeboten. Diese sind meist illegal und dürfen nicht gekauft bzw. aus dem Land gebracht werden. Aber auch selbst gesammelte Souvenirs wie Korallen, Muscheln, Vogelfedern etc. sollten nicht mitgenommen werden. Weitere Informationen zu illegalen Souvenirs finden Sie unter: https://www.bmf.gv.at/dam/bmfgvat/services/publikationen/Artenschutz-Folder_12020.pdf
Auf die Umwelt schauen
Es ist ein großes Geschenk, dass wir mit unseren Wanderreisen die Schönheit der Natur weltweit genießen dürfen. Wir möchten uns so verhalten, dass dies auch so bleibt und behutsam mit der Umwelt umgehen. Unsere Guides sind Expert:innen für die örtliche Flora & Fauna. Wir bitten Sie, sich an ihre Anweisungen zu halten.
- Wir bleiben auf unseren Wanderungen immer auf den ausgewiesenen Wegen, wenn vorhanden.
- Pflücken Sie keine Pflanzen, sie könnten unter Naturschutz stehen.
- Bitte respektieren Sie die natürlichen Verhaltensmuster der Tiere und stören, berühren oder füttern Sie sie nicht.
- Verwenden Sie auf Reisen so wenig Einwegplastik wie möglich und nehmen Sie Müll, den Sie verursacht haben wieder mit, um ihn (in der Unterkunft, im nächsten Mülleimer, …) ordnungsgemäß zu entsorgen.
- Wiederverwendbare Wasserflaschen (in ausreichender Größe), Jausendosen und Stofftaschen für Einkäufe gehören zur Grundausstattung.
- Energie- und Wasser sparen gehört zum Programm: Nutzen Sie Klimaanlagen nur bei Bedarf, schalten Sie Licht & Wasser bei Nichtbenutzung aus, verwenden Sie Ihre Handtücher wieder.
Gemeinsam machen wir Ihre Reise zu einem besonderen Erlebnis!
Gästestimmen
Anna |
August 2026
Monika |
August 2026
Ingeborg S. |
September 2025
Beatrix W. |
August 2025
Gerald K. |
Mai 2024
Evelyn H. |
April 2020