Klar, dass wir auf einer Wanderreise auf den höchsten Punkt der Inseln wollen: auf den Vulkan Pico de Fogo (2.829 m). Oben am Krater dringen Schwefeldämpfe aus den Steinspalten, wir schauen über die Weite des Ozeans. „Etwas ganz Besonderes ist die urige Privatpension am Fuße des Fogo mit herrlichem Ausblick zu ebendiesem“, weiß Kapverden-Kenner Thomas.

Die unterschiedlichen Landschaften der fünf Inseln São Vicente, Santo Antão, Santiago, Fogo und Sal und die Mentalität ihrer BewohnerInnen, ihre Gastfreundlichkeit und Lebensfreude machen den Reiz dieser Reise aus. Wir wohnen in familiären Pensionen und kleinen Hotels. In der Hafenstadt Mindelo bummeln wir durch die Altstadt mit ihren portugiesischen Kolonialbauten. In einer Capoeiraschule werden wir in die Geheimnisse dieses Tanzes eingeweiht, danach essen wir in einem Lokal mit kapverdischer Live-Musik.

Nach einer kurzen Schiffsfahrt legen wir auf Sao Antão an. Hier gehen wir durch den Cova-Krater hinunter in das fruchtbare Tal von Paúl mit seinen Zuckerrohr-, Kaffee- und Maniokterrassen. Für die nächsten Tage beziehen wir im Fischerdörfchen Ponta do Sol Quartier. Auf der Terrasse über dem Meer essen wir am Abend Cachupa, das kapverdische Nationalgericht, das unsere Wirtin für heute zubereitet hat. „Und nach den Wandertagen ist man froh, wenn man die Füße etwas hochlegen kann“, weiß Thomas: „Dafür eignen sich am besten die Insel Sal mit perlweißem Sandstrand.“

Ausklingen lassen wir diese Reise am perlweißen Strand von Santa Maria. Wir baden im türkisblauen Meer, genießen frischen Schwertfisch und lauschen noch einmal den melancholischen Klängen der Morna.

Fünf landschaftlich unterschiedliche Inseln zusammengefasst in einer Reise. Die Erreichbarkeit der einzelnen Inseln kann etwas mehr Zeit beanspruchen, die unglaublich vielfältigen Eindrücke entschädigen aber bei Weitem für den Aufwand.