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Unsere Tipps und Empfehlungen für Wanderreisen zu anderen Kulturen

Sie wollen bei einer Reise tief in die Kultur und Lebensweise der Einheimischen eintauchen und damit die Lebensfreude, Gelassenheit und Ruhe am eigenen Leib spüren oder zumindest davon etwas abbekommen. Auf keinen Fall wollen wir unterwegs als unangenehme Touris abschätzig behandelt werden, sondern als „Einheimische auf Zeit“ ein Stück weit das Leben im Gastland mit allen Sinnen miterleben. Wenn Sie unsere  folgenden Tipps beherzigen, bleiben auch exotische Reisen frei vom „Clash of Cultures“.

„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“ Oscar Wilde

Verhalten im Gastland

Wir sind für die Dauer unserer Reise Gäste in einem Land mit einer anderen Kultur. Viele Sitten und Bräuche sind fremd und komplett anders als zu Hause. Bitte versuchen Sie nie zu werten. Manchmal erfordert dies ein hohes Maß an Toleranz und Anpassungsfähigkeit von uns, aber wie viel mehr noch

von den Menschen, deren Heimat wir bereisen, uns gegenüber. Je bescheidener und unauffälliger man auftritt, desto mehr sieht und erlebt man. Reisen in ein anderes Land bedeutet auch, dass sich die Menschen, denen wir begegnen, vielleicht nicht nach unseren Vorstellungen von „richtig“ verhalten – gegenseitiger Respekt und Achtung sind gefragt.

Würde beachten

Bitte beachten Sie vor allem die religiöse Würde und Privatsphäre der Menschen! Das reicht vom Fotografieren (nur mit Einverständnis) bis hin zur adäquaten Bekleidung.

Bekleidung in islamischen Ländern

Bitte tragen Sie in streng muslimischen Ländern keine Shorts, Trägershirts oder weit und tief ausgeschnittene Blusen und T-Shirts. Für das Umkleiden, Waschen oder den Toilettengang unterwegs beim Wandern ziehen Sie sich an einen geschützten, nicht einsehbaren Ort zurück. Das gilt auch für Männer!

Schuhe ausziehen

In fast allen orientalischen und asiatischen Ländern ist es üblich, den Teppich und das Zimmer ohne Schuhe zu betreten. Insbesondere heilige Orte wie Tempel und Moscheen werden ohne Schuhe betreten.

Unreine linke Hand

Die rechte Hand gilt häufig als sauber, die linke in vielen Ländern als unrein.

Gastgeschenke

Auf (Fern-)Reisen begegnet man Menschen, die vergleichsweise in einfachen Verhältnissen leben. Viele Reisende wollen etwas zurückgeben und sich für die Gastfreundschaft bedanken. Bevor Sie vor Ihrer Abreise ins nächste Geschäft stürmen und Mitbringsel für Ihre Reise erstehen, bedenken Sie aber bitte Folgendes:

  • Kaufen Sie vor Ort! Damit schonen Sie Ihre Geldbörse und stärken die lokale Wirtschaft.
  • Schenken Sie mit Maß. Sie vermitteln mit einer überschwänglichen „Güterverteilung“ ein verfälschtes Bild vom unendlich reichen Westen und können somit Unzufriedenheit bei den Beschenkten verursachen.
  • Beschenken Sie nur Menschen, mit denen Sie eine Beziehung teilen (z. B. Ihr Reise-Begleitteam oder die Kinder der Bäuerin, bei der Sie zu Mittag gegessen haben).
  • Geschenke für Schulkinder oder gar Medikamente bitte nicht selbst direkt verteilen. Vor allem Medikamente dürfen nur in die Hände von qualifizierten Personen wie Krankenschwestern oder Ärztinnen und Ärzten gegeben werden. Schulsachen am besten bei Schulen abgeben oder Lehrerinnen und Lehrern überreichen.
  • Bitte keine Geldgeschenke an Kinder! Diese verleiten zum Betteln.
  • Schenken Sie Sinnvolles. Ich ersuche Sie, davon abzusehen, Süßigkeiten an Kinder zu verteilen. Viele Kinder benutzen keine Zahnbürsten und ruinieren mit Süßem ihre Zähne. In Gebieten wie im ländlichen Nepal gibt es zudem keine Zahnärzte und solche Geschenke fördern Karies enorm. Sie tun den Kindern nichts Gutes! Schenken Sie lieber Malbücher, Stifte, Kugelschreiber, Obst, Haarspangen oder z. B. einen Ball.
  • Schenken ist kein Muss! Ein Lächeln, ein Lied aus der Heimat oder ein „Danke“ in der Landessprache erfreuen ebenso.
  • Für eine allfällige Einladung kann man sich mit einem kleinen, praktischen Geschenk bedanken – dies gilt als kleines Dankeschön und Gegenleistung. Aber bitte nicht übertreiben!

Richtige Geschenke

Intakte Altkleider, Schuhe, Jacken, Rucksäcke, Handschuhe oder Regenhosen können Sie dem Versorgungsteam nach einer Wanderreise in ärmere Länder als Gastgeschenke mitbringen bzw. auch auf der Reise selbst Getragenes oder Verwendetes übergeben – sofern es in gutem Zustand ist. Solche Gegenstände werden von einheimischen Reiseteam-Mitarbeitern und deren Familien in ihrem nicht immer einfachen Alltag auf dem Land gern genutzt. Auch praktische Alltagsgegenstände, Werkzeuge, Zahnbürsten, Zahnpasta sowie fettende Cremes und sinnvolle Kosmetika sind willkommene Gaben. Schokolade, Kekse, Manner-Schnitten oder gar Selbstgebackenes in Maßen – siehe oben – sorgen für erste Kommunikation und gute Stimmung auch mit Mitreisenden.

Keine Geschenke „einfach so“ verteilen

Bitte nicht gönnerhaft auftreten und weder Geld noch Gegenstände „einfach

so“ verteilen. Bettelnden Kindern oder aufdringlichen Händlern erteilen Sie eine freundliche,

aber bestimmte Abfuhr. Die Kinder profitieren nicht von unseren Almosen. Das soziale Gefüge und auch die Zukunft dieser Kinder werden auf diese Weise zerstört. Kinder gehen in stark von Touristen besuchten Gegenden oft deshalb nicht mehr zur Schule, weil sie mit dem Betteln mehr verdienen als ihre hart arbeitenden Eltern. Das Einkommen endet aber, wenn sie keine „süßen Kinder“ mehr sind und dann ganz ohne Schulbildung dastehen. Wenn Sie ein sinnvolles Bildungsprojekt im Land finanziell unterstützen oder gar eine Kinderpatenschaft übernehmen, helfen Sie wirklich nachhaltig!

Umgang mit Bettlern

Die Gabe eines Obolus von umgerechnet rund 50 Cent an erwachsene Bettler oder einer Mahlzeit hat einen religiösen Hintergrund und dient im Orient und in Asien der sozialen Absicherung von Armen. Sie können, wenn Sie möchten, diese Geste gerne übernehmen.

„Falsche Freunde“ oder Führer

Einige der freundlichen Einladungen und Angebote von Menschen vor Ort haben leider auch geschäftliche Hintergründe bis hin zu Diebstahlabsichten. Seien Sie in dieser Hinsicht lieber übervorsichtig und gehen Sie eher nicht allein mit Fremden mit an dunkle, einsame Orte!

Informieren Sie andere über Ihre Abwesenheit

Bitte darauf achten, dass Sie den Anschluss an Ihre Reisegruppe nicht verlieren: Informieren Sie den Guide oder Mitreisende, wenn Sie sich von der Gruppe entfernen, eine Einzeleinladung erhalten usw. Der Guide trägt die Verantwortung für Sie bzw. die Gruppe und nimmt diese sehr ernst. Für das

Wohlergehen und die Sicherheit von Gästen zu sorgen, ist vor allem im Islam sehr stark in der Kultur eingebettet. Fehlende Information kann zu Missverständnissen mit den Leitern führen.

Abfall entsorgen

Bitte lassen Sie keinen Abfall im Gelände zurück, achten Sie darauf, das Toilettenpapier vollständig zu verbrennen oder im Sammelsack im Camp zu entsorgen. Nehmen Sie gebrauchte Batterien usw. wieder mit nach Hause und führen Sie sie in den Recyclingkreis zurück. Im kühlen Hochgebirge

verrotten z. B. Bananen- oder Orangenschalen jahrelang nicht!

Kein Recht auf Begegnung!

WICHTIG: Es gibt natürlich kein Recht von Touristen auf Begegnung mit Einheimischen. Bitte zu respektieren, wenn die Menschen vor Ort Ihre Ruhe haben wollen, vor allem bei religiösen oder familiären Angelegenheiten.

Besonderheiten in buddhistischen Ländern

  • Steigen Sie nicht über die ausgestreckten Beine einer auf dem Boden sitzenden Person sowie über Tische oder Bücher.
  • In Klöstern: knöchellange Hosen und bedeckte Schultern! Berühren Sie religiöse Utensilien nicht und setzen Sie sich bitte nicht auf die (sehr kleinen) Tische und Sitzplätze der Mönche.
  • Strecken Sie Ihre Füße nie in Richtung des Ofens/Herds, anderer Personen oder Buddhastatuen, Altäre etc. aus.
  • Sitzordnung beachten. Sitzplätze neben dem Herd oder „oben“ an der Tafel bitte Älteren oder Ehrengästen überlassen.
  • Beim Essen: Nehmen Sie das Essen von den gemeinschaftlichen Schüsseln und Platten nicht mit dem eigenen Besteck, verwenden Sie die hierfür bereitgestellten Löffel und Gabeln. Ein Löffel, der schon einmal ihren Mund berührt hat, würde die ganze Gemeinschaftsschüssel verunreinigen.
  • Trinken: aus Trinkflaschen wird niemals von mehreren Menschen gemeinsam getrunken.

Leise rieselt der Sand

Unserer Marokko-Kennerin bei „Weltweitwandern“ Sonja Mraulak ist es schon passiert, dass sie vier Monate nach ihrer Wüstentour für das nächste Trekking packte und plötzlich bemerkte, wie der Wüstensand aus den Falten der Reisetasche rieselte – obwohl sie diese eigentlich gut ausgeschüttelt hatte. Der Sand hatte sich sogar bis ins Innere ihres Fotoapparats vorgearbeitet.

Tipp: Gut verschließbare Plastikbeutel mitnehmen, heikle Dinge sogar in zwei Beuteln einpacken.

Hier geht es zu unseren WWW-Reisen: https://www.weltweitwandern.com/
Ein Video mit unseren “12 Tipps für eine glückliche Reise”: