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Tipps und Kauf-Empfehlung für den optimalen Wanderrucksack

So soll es nicht sein: Ihre Schultern tun Ihnen schon nach wenigen Stunden Gehzeit so weh, dass Ihre Sinne für die Schönheit der Natur getrübt sind. Ihr Rücken ist verspannt, die Rucksackgurte schneiden ein, der ganze Rucksack baumelt hinten hin und her und drückt auch noch an der Hüfte. Zudem verstreicht bei jeder Pause zu viel Zeit mit dem lästigen Herumwühlen und Suchen der benötigten Dinge. Einige wichtige Ausrüstungsgegenstände fehlen und andere Sachen sind völlig umsonst dabei und beschweren unnötig die Schultern. Die gute Nachricht: Sie können es sich „leichter“ machen!)

Ein optimaler Wanderrucksack ist die wichtigste „Hardware“ für Ihre Outdoor-Aktivitäten. Entsprechend sorgfältig sollte dieser zentrale Reisebegleiter ausgesucht werden: Kompakt und leicht soll der Rucksack sein und alles fassen können, was Sie für die jeweilige Tour benötigen. Alle Dinge sollten sich zudem übersichtlich verstauen lassen, um unnötiges Kramen und hektisches Herumwühlen zu vermeiden. Schlüssel und Wertsachen brauchen ebenso ihren bestimmten Platz wie Regenponcho und Regenhülle, die im Falle eines Regengusses rasch bei der Hand sein sollten.

Größe

Diese ist naturgemäß abhängig von der geplanten Tour, es braucht also unterschiedliche Rucksäcke für unterschiedliche Anforderungen: Für Tageswanderungen im Sommer reichen Volumen um die 30 Liter. Bei längeren Wandertouren mit Übernachtungen sollte das gute Stück schon etwas mehr Volumen fassen. Hier macht sich jedes Gramm weniger Gewicht bezahlt. Je größer und schwerer das mitgenommene Gepäck, desto besser und stabiler müssen stets auch das Tragegestell und die Gurten des Rucksackes ausgeführt sein. Ein zu leichter Rucksack mit einem unzureichenden Tragesystem und zu schmalen Gurten ist auch nicht sinnvoll.

Passform

Entscheidend sind die geeignete Länge des Tragsystems, ein perfekter Sitz der Trage- und Hüftgurte und eine gute Durchlüftung am Rücken. Um das zu beurteilen, ist es sinnvoll, den Rucksack im Geschäft mit entsprechendem Gewicht gefüllt auszuprobieren.

Unser Tipp:
1–2 Kletterseile sind ein guter „Befüllungsersatz“ als Test. Diese sind in vielen Sportgeschäften in der Nähe verfügbar.
Unser Tipp: Es gibt eigene Modelle für Frauen mit entsprechend geschnittenen Gurten und auch eigene länger gestellte XL Modelle für groß gewachsene Menschen.

Ausführung

Bitte immer auf folgende Kriterien achten:
• Ein Rucksack-Tragesystem mit Netz sodass der Rucksack nicht direkt am Rücken aufliegt, sondern einen Abstand zur Belüftung hat. Das ist wichtig um nicht unnötig zu schwitzen & ein Schutz vor Verkühlungen.

  • eine sinnvolle Unterteilung des Rucksackes, um Ordnung zu halten.
    Das heißt für mich: Innen- oder Außenfächer, ein kleines Innenfach mit Zippverschluss für Geldtasche, Schlüssel und andere Wertgegenstände, Befestigungsgurten für Wanderstöcke, Trinkflasche und nasses Gewand
  • eine Regenhülle in einem eigenen Fach an der Unterseite oder eine wasserdichte Ausführung des ganzen Rucksacks,
  • geringes Gewicht bei gleichzeitig ausreichender Stabilität,
  • insgesamt aber nicht zu viele außen angebrachte Bändel, Riemen und sonstige Gimmicks. Diese bedeuten immer Zusatzgewicht und im schlimmsten Fall bleibt man damit auch mal irgendwo hängen.

Wie stelle ich das Rucksack-Tragesystem richtig ein?

Das Rucksack-Tragesystem sorgt dafür, dass die Last im Rucksack optimal auf den Körper des Wanderers übertragen wird und es auch eine gewisse Belüftung des Rückens gibt. Dadurch ist der Rucksack komfortabler und besser zu tragen. Die Haupteinstellungsmöglichkeiten sind hier beim Hüftgurt, Schultergurt und Brustgurt:

Einstellung des Hüftgurts: Nehmen Sie den gefüllten Rucksack und positionieren

Sie die Hüftpolster so, dass diese ca. 3 cm über dem Beckenkamm (= oberer Abschluss des Beckenknochens) liegen. Dann die Schnalle des Hüftgurts vor dem Bauch schließen und den Gurt fester ziehen. Damit sollte ein großer Teil des Rucksackgewichts auf dem Hüftgurt und damit auf Ihren Hüften ruhen.

 

Einstellung der Schultergurte: Nach dem Einstellen des Hüftgurtes können Sie mit der Einstellung der Schultergurte experimentieren: Wenn man diese lockert, kommt mehr Gewicht auf die Hüfte. Wenn man die Gurten straffer zieht, verteilt man das Gewicht mehr auf die Schultern. Es empfiehlt sich, die Lastenverteilung im Laufe der Wanderung einige Male zu wechseln, um so die Belastung zu variieren.

 

Einstellung des Brustgurts: Dieser befindet sich zwischen den Schultergurten und kann in der Höhe etwas nach oben und unten verschoben werden. Stellen Sie seine Höhe in eine für Sie komfortable Position auf Ihrem Brustkorb ein, schließen Sie dann die Schnalle und ziehen Sie den Gurt etwas fester. Dadurch trägt der ganze Brustkorb die Rucksacklast mit. Auch hier kann man die Lastverteilung variieren: Je straffer der Brustgurt, desto mehr Last wird auf den Oberkörper

übertragen. Ist der Gurt lose gespannt, geht mehr Gewicht auf die Schultern bzw. in die Hüften.

 

Weitere Einstellungen:

  • Viele Rucksäcke erlauben auch das Einstellen der Länge des Tragesystems auf die eigene Körpergröße.
  • Bei manchen Modellen kann man zudem auch den Abstand des Tragesystems vom Rücken bzw. die Stärke der Biegung des Systems einstellen.
  • Größere Rucksäcke haben dazu noch sogenannte „Lastkontrollriemen“ – das sind Gurte oben auf den Schultergurten, mit denen man die Rucksacklast stabilisieren und nochmals justieren kann.
  • „Laststabilisierungsgurte“ findet man ebenfalls bei größeren Modellen unten im hinteren Teil der Hüftgurte.

 

Hier unser Video zum Thema Wanderrucksack:

 

Wir wünschen gutes Gelingen beim Rucksack-Kauf und schönes Wandern damit!