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12 Regeln für ein glückliches Wandern

Viele Menschen entdecken jetzt das Wandern als ideale, bereichernde und sehr gesunde Freizeitaktivität. Erfahrene Wanderprofis wissen ohnehin schon lange, wie gut es tut auf Bergen, Hügeln oder in Wäldern zu wandern und den Kopf freizubekommen: Wandern macht einfach glücklich!


Hier ein paar nützliche Tipps, wie Sie Ihre Glücksgefühle beim Wandern vergrößern:

  1. Am Anfang mit einfacheren Touren und Wegen beginnen

Beginnen Sie mit einfachen Wanderungen in Ihrer Umgebung, anstatt sich gleich mit einer anstrengenden Tour zu überfordern. So kommen Sie in Schwung und mit jeder gewanderten Stunde werden Sie – Schritt für Schritt – fitter und Ihre Motivation, Erfahrung und Freude steigt.

  1. Die Vorbereitung der Wandertour ist wichtig für das Gelingen

Investieren Sie ausreichend Zeit in die Planung, Vorbereitung und das Konsultieren der Wetterprognose für ihre Wanderung. Dieses Buch bietet Ratschläge, Tipps und Anregungen dafür.

  1. Die richtige Ausrüstung führt zu mehr Leichtigkeit und Sicherheit

Auf kurzen Waldspaziergängen unter der Baumgrenze können Sie auch mit handelsüblichen Turnschuhen und einem Werbegeschenk-Rucksack wandern.  Für „richtige“ Wandertouren brauchen Sie aber passende Wanderschuhe mit hochwertiger Sohle, einen gutsitzenden Rucksack, ausreichend Trinkwasser und entsprechenden Kälte- und Wetterschutz. Dazu haben wir einige Blogartikel.

  1. Der langsame Beginn ist des Wanderns Sieges-Garantie

Unsere goldene Regel: Gehen Sie die ersten 30 Minuten bewusst besonders langsam. Wer mit niedrigem Tempo  startet kommt meist viel weiter: Sie werden sehen, mit dem langsamen Schritt zu Beginn werden Sie in den nächsten Stunden einige der Menschen überholen, die zu Beginn an Ihnen vorbeigezogen sind. Auch ich als Chef-Wanderer gehe immer bewusst langsam, auch wenn das zuerst manch einen komischen Blick von Mitreisenden oder Journalisten erntet. Denn ich weiß, es macht sich immer bezahlt und lasse mich nicht aus dem Konzept bringen.

  1. Mit Gleichgesinnten wandert es sich leichter

Haben Sie wanderbegeisterte oder zu begeisternde KollegInnen oder Bekannte? Wenn ja, fragen Sie doch einfach mal nach, ob jemand Sie begleiten möchte. Denn mit Bekannten zu wandern erhöht die Freude und man ist nicht alleine, wenn etwas passiert. Vielleicht bringt ihr Mitwanderer ja auch schon Ideen für die nächsten Touren mit? Wenn Sie niemanden konkret kennen, sind Wandervereine oder Wanderreiseveranstalter eine tolle Möglichkeit in Gruppen zu wandern und in das Wandern einzusteigen.

  1. Neugierde erweitert den Horizont

Es gibt eine beinahe unüberschaubar große Anzahl an Wanderzeitschriften, Wanderbüchern, Internetplattformen, Blogs, Wanderkarten etc. Durchstöbern Sie, was Ihnen Freude bereitet, erweitern Sie ihr Wissen über gute Ausrüstung, faszinierende Wandergebiete und vertrauenswürdige Veranstalter.
Einige Lektüre-Tipps habe ich in diesem Buch zusammengetragen. Tolle Anregungen für lohnende Ziele bekommt man häufig auch von Mitwandernden unterwegs.

  1. Sich Zeit lassen und keine „Unbedingt-Ziele“
    Gönnen Sie sich den Luxus sich Zeit zu lassen! Das Genießen des Unterwegs-seins und all der kleinen Dinge am Wegesrand schafft viel mehr Wandergenuss, als ein stures Hinauflaufen auf den Gipfel mit der Stoppuhr in der Hand. Die Rücksichtnahme auf gemütlichere Mitwandernde oder Kinder führt oft zu wertvollen Eindrücken und man sieht Dinge, die man ansonsten übersehen hätte. Planen Sie ausreichend Zeitreserven ein und kehren Sie lieber einmal auch vorzeitig um, wenn Zeit oder Bedingungen für den Gipfel nicht mehr passen.
  2. Gelassenheit bei ungeplanten Änderungen
    Wenn Sie einmal wegen Schlechtwetter, Konditionsproblemen oder Schwierigkeiten am Weg ihr geplantes Ziel nicht erreichen, bleiben Sie gelassen. Genießen Sie, das was gerade ist. Die Vorfreude auf ein besseres Wetter, etc. bleibt ihnen ja erhalten… J.

Unsere Erfahrung: Hier finden wirden Blick über den Tellerrand bei Reisen in andere Kulturen so wichtig. Zum Beispiel die Gelassenheit unseres marokkanischen Partners Lahoucine. Wann immer ihn jemand der Wandergäste zu einer klaren Aussage drängte ob wir diesen oder jenen Gipfel noch erreichen werden, hat er mit „Inschallah“ beantwortet. Das heißt so viel wie „so Gott will“. Dieser Ausdruck ist nicht nur religiös bedingt, sondern vielmehr die ideale Entwaffnung auf alle gestressten Nachfragen von Mitteleuropäern zu Höhenmeter, was haben wir heute geschafft, wie schnell können wir sein, charmant und marokkanisch auszuweichen. Nach drei Fragen die mit „Inschallah“ beantwortet werden, gibt auch der hartnäckigste Streckenmesser seine Nachfragen auf. Und plötzlich kann man das Gehen als solches genießen…

  1. Keine Vergleiche und kein „Jammern“
    Stellen Sie unterwegs keine Vergleiche mit schöneren Bergen, besseren Aussichten, tolleren Routen, netterer Begleitung oder optimalerem Wetter an. Ärgern Sie sich vor allem nicht über einen eventuell zu steinigen oder zu glatten Weg, das unpassende Wetter oder nervende Mitwandernde. Das verstellt Ihnen jede Möglichkeit, doch noch schöne Augenblicke zu erleben. Humor hilft immer. Gerade über Missgeschicke kann man später gut lachen, hat etwas zu erzählen und schlechte Bedingungen erhöhen zudem massiv Ihren Erfahrungshorizont! Lernen Sie daraus und machen Sie (was in ihrer Macht steht) das nächste Mal besser. Vielleicht hilft Ihnen ja beim ein oder anderen Thema dieses Buch.
  2. Nicht unterwegs Probleme wälzen
    Sorgen und Probleme lassen Sie am besten zu Hause zurück. Besser unbeschwert in der Natur „seine Batterien aufladen“. Dann hat man nach der Heimkehr mehr Energie und Abstand für deren Lösung.
  1. Im Hier & Jetzt verweilen
    Versuchen Sie, beim Wandern möglichst häufig im Hier und Jetzt zu bleiben. Pausieren Sie zwischendurch auch mal Ihre Gespräche oder innere Planungsgedanken, gehen Sie still und konzentrieren Sie sich auf Ihren Atmen, den eigenen Gehrhythmus und Ihre unmittelbare Umgebung: Farben, Formen, Geräusche und Gerüche, … Wertschätzendes Beobachten bereichert und lässt alle Eindrücke frischer, farbiger und unmittelbarer wirken. Jeder Moment ist für sich kostbar und einmalig, daher sollte man ihn genießen.

„Die eigentlichen Entdeckungsreisen bestehen nicht im Kennenlernen neuer Landstriche, sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen.“
Marcel Proust

  1. Zeit beim Heimkommen lassen
    Auch beim Heimkommen gilt es, sich etwas Zeit zu lassen. Stürzen Sie sich nach Möglichkeit vor allem nach einer längeren Wanderung nicht gleich voll in den Alltag. Planen Sie eine Übergangszeit ein: Zum Ankommen, um die Ausrüstung wieder gut zu versorgen und um die Wandererlebnisse auch innerlich zu „sortieren“ und abzulegen.

PS: Achtung: Bewegung macht süchtig

Seien Sie gewarnt! Je mehr Sie in der Natur wandern, desto mehr Lebensfreude werden Sie entwickeln und desto öfter werden Sie wandern gehen wollen. Denn wer viel in der Natur draußen wandert, findet mehr zu sich selbst und seiner inneren Stabilität.