Die Bilder und Töne aus Madrid mit seiner Gran Via und dem „Museo del Prado“ sind noch ganz frisch in unseren Köpfen, nun verlassen wir auch die Drei-Kulturen-Welterbestadt Toledo und ihre geheimnisvollen Gassen: Es zieht uns in die Gebirgskette der Sierra de Gredos. Wir starten bei der keltischen Höhenfestung „Castro del Raso“, wo steinerne Fundamente von Wohnhäusern und rekonstruierte Gebäude aus Lehm den einstigen Alltag erahnen lassen. Auch Wachtürme haben die Archäologen hier ausgemacht. Wir ziehen weiter auf alten Hirtenwegen bis zur Ermita der Schutzpatronin dieser Gegend, der Jungfrau von Chilla. In Candeleda, dem südlichsten Dorf der Sierra de Gredos, wandern wir vorbei an Stein- und Korkeichen, Kastanienbäumen und Kiefern; auf dem Rückweg lädt uns der „Rio Garganta de Santa Maria“ mit seinem kristallklaren Wasser auf ein Bad ein.

Über Alentejo verlassen wir dann Spanien, uns erwarten die portugiesische Südwestküste und die Rota Vicentina: ein 400 Kilometer langer Wanderweg am Atlantik, der vorbei an Klippen und Buchten führt und zwischendurch über Felder voller bunter Wildblumen. Wir wählen den „Fishermen´s Trail“, im Fischerdörfchen Porto Covo gehen wir über den Marktplatz zum Hafen und von dort über scheinbar endlose Sandstrände. Wer darauf achtet, kann im Sand die Spuren der Säugetiere ausmachen, die hier im Dunkeln auf Jagd gehen: Ägyptische Mangusten und Marder, Wiesel und Ottern. Vielleicht entdecken wir auch etwas, das es weltweit nur hier gibt: Nester auf der Spitze von Klippen, mitten im schäumendem Meer, und darin ihre stolzen Errichter, die Störche.