Unsere ersten Tage verbringen wir in Furnas auf São Miguel, und hier zeigt die Natur der Vulkaninseln gleich mal, was sie kann. Der Ort liegt in einem erloschenen Krater, das Ergebnis dieses speziellen Klimas bewundern wir im Terra Nostra Park: Hier sprießen ganze Wälder aus meterhohen Farnbäumen und blühenden Azaleen. Wir wandern zu den Thermalquellen, die aus dem Boden sprudeln und deren Dampf wir schon von Weitem sehen. Am nächsten Tag werden wir uns in den größten Freiluft-Thermalpool der Welt sinken lassen; heute aber sind wir beim Herausholen des im warmen Erdreich vergrabenen Nationalgerichts Cozido dabei und verköstigen es natürlich sofort.

 

Bei Küstenwanderungen dem Ozean lauschen, Whalewatching oder mit Delfinen schwimmen (fakultativ) und die Kraterseen und Vulkankegel besuchen: Zusammengestellt hat diese Reise auf fünf Inseln unser langjähriger Azoren-Partner Oliver; führen wird uns Birgit, die sich vor 15 Jahren hier niedergelassen und einen Reiseführer über die Inseln geschrieben hat.

 

Entlang dem Kraterrand auf der Insel Graciosa nähern wir uns der Schwefelhöhle Furna do Enxofre, die in der Vulkanforschung als einmaliges Naturwunder gilt. Um ins Innere zu gelangen, betreten wir zuerst einen Turm und steigen die 183 Stufen der Wendeltreppe hinab. Schwefelgeruch schlägt uns entgegen. Ein Blubbern ist zu hören, das von einer dampfenden Schlammquelle herrührt, tief unter uns liegt ein See: Er trägt den Namen Styx (laut griechischer Mythologie ein Fluss der Unterwelt oder „Wasser des Grauens“).