Auf watteweichem Boden spazieren wir durch den Zauberwald, stets den Duft von Pfefferminze in der Nase. Entlang der dahinplätschernden Levadas geht es im Schatten der Baumheiden fast eben dahin. Wir zweigen auf einen unscheinbaren Pfad ab – und plötzlich liegt uns der Atlantik zu Füßen.

 

Bei den Wanderungen dieser Reise sind die Aufstiege kürzer, wir nehmen uns viel Zeit zum Staunen und Genießen. Wir bewundern den Elefantenkopf-Felsen, die bunten Türen in der Altstadt von Funchal und schippern aufs Meer raus, damit wir Wale und Delfine zu Gesicht bekommen. Zusammen mit Christa, Barbara oder Richard treffen wir immer wieder Bauern und Levada-Arbeiter, probieren Früchte und erleben die Freundlichkeit der InselbewohnerInnen.

 

Unsere Guides kennen natürlich auch die kleinen Bars mit hausgemachtem Kuchen und Poncha, dem Nationalgetränk mit Zuckerrohrschnaps. Und sie führen uns zu den Wirten ihres Vertrauens, wo “Espada com Banana” mit Süßkartoffeln auf den Tisch kommt oder aber eine frisch im Holzofen zubereitete Medinha, eine Art „Römertopf“, und danach vielleicht ein süßer Madeira-Wein.

 

Wie gut, dass Christa und ihr Mann Gerald die neue Quinta als Quartier gebaut haben! Man hat ja auch vom Liegestuhl aus gern Panorama-Meerblick. Und wer würde zu knackigem Biogemüse und frischen Eiern von der hauseigenen kleinen Landwirtschaft nein sagen? Am letzten Abend verabschieden sich unsere Gastgeber gebührend mit einem gemeinsamen Essen.