Der Blick schweift über die roten Dächer unter uns und verliert sich irgendwo in den grünen Hügeln. Bei einem kleinen Rundgang in Montone kommen wir an der gotischen Kirche San Francesco vorbei, die viele Fresken birgt, und kehren für einen Espresso oder Aperitiv in der Bar am Hauptplatz ein.

Bei Montone ziehen wir für eine Woche im Landgut Ariete ein, das zwischen Wäldern, Wiesen und Weingärten hoch über dem Valle della Carpina liegt. Manchmal, wenn unsere GastgeberInnen uns abends das Menü servieren, zieht von draußen der Duft von Lavendel und Kräutern herein. Von dieser erfreulichen Basis aus erkunden wir die Umgebung. In der Pilgerstadt Gubbio entdecken wir in alten Kaufmannshäusern die ”Porte dei Morti”, schmale Türen neben der Eingangstür, dazu da, um Tote aus dem Haus zu tragen. Weltberühmt wurde Gubbio wegen jener Gesteinsformationen, die Wissenschafter als Beweis für den Aufschlag des Meteoriten sehen, der das Verschwinden der Dinosaurier einläutete.

Auf dem Weg zum Gipfel des knapp tausend Meter hohen Monte Tezio kommen wir an den Überresten eines „Neviere“ vorbei, eines ”Schneekellers”, in dem man Eis aufbewahrte. Gespickt ist die Reise von Besuchen in einer Käserei, auf einem Weingut und bei einem Fleischer, der uns seine berühmte ”Porchetta” auftischt. Am freien Tag können wir entweder auf eigene Faust losziehen, typisch umbrische Vorspeisen und ein Dolce kochen lernen oder aber mit Francesco auf Trüffel”jagd” gehen: Da folgen wir den Hunden durch die Eichenwälder und sind dabei, wenn das eingespielte Team die eine oder andere der begehrten Knollen aus der Erde gräbt.