Am Hafen des Fischerdorfs San Marco brechen wir auf zum Kap der Sirenen: Vor der Punta Licosa soll sich die gleichnamige Sirene einst aus unerfüllter Liebe zu Odysseus in die Tiefen des Meeres gestürzt haben. Der Wanderweg am Tyrrhenischen Meer führt uns durch schattige Pinienhaine, vorbei an üppig von Bougainvillea umrankten Villen. Beständig begleitet uns das Zirpen der Zikaden. Am Nachmittag schlendern wir durch die verwinkelten Gässchen des Bergdorfs Castellabate, offiziell eines der schönsten Dörfer Italiens und berühmt geworden als Drehort für den Klassiker „Benvenuti al Sud“.

„Das Gebiet ist absolut authentisch, noch untouristisch und einfach“, sagt unser Guide Petra über den Cilento. Petra und ihr Sohn Lukas bringen uns auf ihren Touren immer wieder in Kontakt mit Einheimischen: mal mit Handwerkern im Bergdorf Camerota, denen wir beim Herstellen ihrer Keramik über die Schulter schauen können; mal mit dem Wildkräuter-Liebhaber Danilo, der uns in seinem Landhaus hilft, unsere Kochkünste zu verbessern.

Gutes Essen und Genießen werden bei dieser Reise sowieso großgeschrieben. In Pioppi besuchen wir das „Museo della Dieta Mediterranea“, jener auf Gemüse, Fisch und Olivenöl basierenden Ernährung, die sogar zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt wurde. Im Bergdorf Felitto probieren wir die typischen handgerollten Fusilli. Und mit der Tenuta Vannulo kosten wir uns durch einen der edelsten Mozzarellabetriebe Kampaniens, wo die Büffel sich im Sumpf suhlen und der Käse von Hand gefertigt wird.

 

Auf wenig begangenen Wegen erkunden wir den Nationalpark Cilento in Kampanien und genießen die kulinarischen Genüsse.