Eldhraun, das ist eine riesige, gelbgrüne Buckelpiste. Die Buckel liegen hier seit den Jahren 1783/84, als die Erde auf einer Länge von 25 Kilometern aufriss und mehr Lava ausspie als jemals zuvor und danach in Island. Jetzt rücken langsam die breiten Gletscherzungen des Vatnajökull näher. Nahe dem Nationalparkzentrum wandern wir mit Blick auf verschneite Vulkanberge, am Abend genießen wir die kulinarischen Meeresprodukte der Lagunenstadt Höfn.

Auf dieser Rundreise um die Insel und ins zentrale Hochland stehen wir am Fuß des 2010 zu Weltruhm gelangten Vulkans Eyjafjallajökull, durchqueren die ruhige Welt der Ostfjorde und versetzen uns auf einem alten Torfgehöft in das entbehrungsreiche Leben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurück. Unsere Unterkünfte sind familiengeführte Gästehäuser und Hotels, die uns einen guten Einblick ins isländische Alltags- und Landleben ermöglichen.

Der Dettifoss sieht es von weitem aus, als stehe Rauch über ihm: Doch es ist nur die Gischt, hier stürzen Wassermassen über eine Breite von hundert Metern 45 Meter in die Tiefe. Geht man bis auf wenige Meter heran, spürt man die Kraft am ganzen Körper: Gemessen an der freigesetzten Energie ist er der mächtigste Wasserfall Europas. Den nächsten Tag verbringen wir am Mývatn-See, wo nicht nur unzählige Zuckmücken toben. Auch in der Erdkruste rund um den See ist einiges los. Hier sagen einander Pseudo- und Explosionskrater, Badegrotten und die „dunklen Burgen“ von Dimmuborgir gute Nacht.