Malerisch an der Südküste von Mainland, der Hauptinsel der Shetlands, liegt deren bekannteste prähistorische Stätte: Jarlshof. Reste ovaler Bronzezeit-Häuser, von Gras überwucherte Brochs aus der Eisenzeit, Wikinger-Langhäuser und ein mittelalterliches Bauernhaus – mehr als 4.000 Jahre Siedlungsgeschichte sind hier an einem Ort versammelt. Wenn wir hinterher an den 80 Meter hohen Klippen von Sumburgh Head entlangwandern, machen uns die vielen Vogelkolonien klar, wer hier den Ton angibt. Auf St. Ninian‘s Island wohnen heute nur noch Schafe, an ruhigen Tagen liegen gleich mehrere Robbenfamilien am Strand oder tollen im Wasser.

5.000 Jahre lang waren die Shetlands und Orkneys Dreh- und Angelpunkt der nordischen Geschichte; Pikten, Kelten und Wikinger fanden hier ihre Heimat. Und so entdecken wir über dem tosenden Meer und an alten Moorpfaden historische Wehrtürme oder das Steinzeitdorf Skara Brae. Im Naturschutzgebiet bei Hermaness beeindrucken nicht nur die Klippen, sondern auch das Geschrei der Tausenden Basstölpel, Raubmöwen und Trottellumen.

Hügelige Torfgebiete prägen die Orkney-Inseln, die Landschaft ist hier lieblicher als auf den Shetlands. Wir bewundern die mystischen Steinkreise. Der Ring of Brodgar ist größer als Stonehenge, der Steinkreis von Stenness einer der ältesten Britanniens. In der Mitte sehen wir noch die große Feuerstelle, bei der die jungsteinzeitlichen Erbauer regelmäßig kochten: Bei Ausgrabungen wurden Keramik und Tierknochen gefunden.