Durch Zitrus- und Olivenhaine wandern wir zum einsamen Strand von Gjipe. Hier, am Ionischen Meer, schlendern wir auch durch das Dorf Dhermi, dessen älterer Teil hoch über der Küste thront. Dhermi gilt als nördlichstes Dorf Albaniens mit griechischer Bevölkerung, hier stehen zahlreiche alte, orthodoxe Kirchen. Abends kehren wir zurück in unsere Pension an der Riviera von Qeparo; von der ruhigen Bucht aus sehen wir direkt auf die Insel Korfu.

Diese Reise ist unser Klassiker im Land der Skipetaren, wie die Albaner auch genannt werden – begleitet werden wir dabei meist von unserem beliebten Guide Marin. Schon seit etlichen Jahren führt er Reisegruppen durch Nord- und Südalbanien. So hat er überall viel zu erzählen, zumal er selbst viel reist, viel liest und ein Faible für Musik hat – er spielt in einer Rockband in Tirana.

Unsere Wanderungen führen uns durch duftenden Kiefernwald ins Naturschutzgebiet von Hotova, im Dörfchen Benja entspannen wir in schwefelhaltigen Quellen. In vielen Ortschaften des Südens sind TouristInnen noch eine Seltenheit, da kann es schon vorkommen, dass wir auf einen Kaffee oder Raki eingeladen werden. Spannend für alle historisch Interessierten sind die Museumsstadt Gjirokastra („Stadt der Steine“), Berat („Stadt der 1000 Fenster“ mit Architektur aus 2.400 Jahren) und natürlich Butrint. Das ist jene antike Ruinenstätte, in der so viele Kulturen ihre Spuren hinterlassen haben: Griechen, Römer, Slawen, Osmanen – und das sind noch längst nicht alle.

Wenn man einmal in Albanien gewesen ist, seine reiche kulturelle Vergangenheit, die landschaftliche Vielfalt und die Herzlichkeit der Menschen kennengelernt hat, kann man kaum verstehen, wieso es bei der Urlaubsplanung meist übersehen wird. Der kleine Staat am Balkan ist unser Geheimtipp!