Unsere neue Umgebung am Ostufer des Baikalsees haben wir schon ein bisschen kennengelernt, vom Städtchen mit seinen Holzhaus-Siedlungen sind wir zum Barguzin-Flussufer spaziert und haben dort gepicknickt. Es ist eine Gegend mit weitläufigen Pinienwäldern, Dünen und einsamen Sandstränden. Heute brechen wir auf zum Transbaikal-Nationalpark. Vorbei am Bormashevoe-See wandern wir zur Chivyrkuysky-Bucht: Für die leicht Erfrorenen unter uns ist das die beste Stelle, um in den See zu springen. Hinterher können wir uns ja am Lagerfeuer aufwärmen, während unser Abendessen gar wird.

Begonnen hat unser Abenteuer in der alten Handelsstadt Irkutsk, wo wir in den Zug „Rossiya“ gestiegen und in Richtung Osten aufgebrochen sind. In einem Sumpfgebiet haben wir das buddhistische Kloster Ivolginsky Datasan kennengelernt, bei Ulan-Ude das Volkskundemuseum.

Wie gigantische Türme oder wie Ruinen einer schon ganz durchlöcherten Wehranlage schauen die Suvinskiye-Felsen aus. Vor langer Zeit haben die Menschen sie als schamanischen Kultort aufgesucht; sie glaubten, hier würden sich die Windgeister aufhalten. Der Legende nach war hier die letzte Hochburg der Barguts, der Ureinwohner dieses Tals.

Wir kehren zurück an den Mittagstisch der Fischerfamilie, bei der wir eingeladen sind. Wenn wir am nächsten Tag in unserem schwimmenden Hotel in der Zmeevaya-Bucht Richtung Schlaf schaukeln, können wir uns die Sache mit dem Baikal-Wind, der durch die Löcher der Steinwälle pfeift, nochmals durch den Kopf ziehen lassen.