Im Dschungel von Nam Ha leben in mehreren kleinen Dörfern die Lanten, Angehörige einer vor Jahrtausenden aus China zugewanderten Minderheit. So auch in Ban Nam Goy, wo wir unsere erste Nacht in dem laotischen Nationalpark in einfachen Bambushäusern verbringen. Die Lanten kleiden sich meist dunkelblau mit hellen Beinstutzen; das Schönheitsideal der Mädchen und Frauen sind fehlende Augenbrauen. Auf unserer Wanderung treffen wir immer wieder Dorfbewohner, die auf dem Weg zum oder vom Markt sind; manche benutzen dazu Tragebretter, mit denen sie sehr schwere Lasten transportieren können.

Außer im Dschungel verbringen wir viel Zeit am Wasser, fahren mit Holzkanus und Booten. Und wir reisen in die Vergangenheit, wenn wir etwa die Wassermelonen-Stupa in Luang Prabang besuchen oder mit dem Tuk-Tuk Angkor Thom und Angkor Wat abklappern.

Inmitten von Mangrovenwäldern liegt das „schwimmende Dorf“ Kampong Phluk. Die Häuser stehen auf bis zu zehn Meter hohen Stelzen im kambodschanischen Tonlé Sap-See, fortbewegen kann man sich hier nur per Boot. Tonlé Sap ist sowohl ein UNESCO-Biosphären-Reservat als auch Quelle für mehr als ein Drittel aller Proteine, die in Kambodscha verzehrt werden. Die Menschen leben hauptsächlich vom Fischfang, jeden Tag fahren sie möglichst weit aufs Wasser hinaus, wo die größten Fische warten. Nur manche haben sich darauf verlegt, Besucher zwischen ihren Stelzenhäusern hindurch und hinaus auf den See zu rudern, in Richtung eines endlos erscheinenden Horizonts.