Um die 130 Vogelarten flattern durch den Regenwald rund ums Dorf, es gibt dutzende Wanderwege und den Rio San Juan, an dessen Ufer wir ein kreolisches Mittagessen genießen: Das Ökodorf Las Terrazas ist ein Vorzeigeprojekt für sanften Tourismus. Es liegt mitten in der Sierra del Rosario, dem ersten UNESCO-Biosphärenreservat des Landes. Für uns geht’s weiter in den kleinen Ort Viñales. Vorbei an Tabakfeldern, Kaffee- und Bananenplantagen wandern wir dort mit Blick auf die Kalksteinfelsen, die „Mogotes“.

Diese leichte Wanderreise ist für Leute gedacht, die Kuba aktiv, aber gleichzeitig erholsam erleben möchten. Das Besondere: Häufig sind wir in Casas Particulares, also bei Privatfamilien, untergebracht. Wir starten im Westen in Havanna (mit einer Oldtimer Fahrt!) und im Mittelgebirge der Sierra del Rosario. In Zentralkuba prägen die bewaldeten Berge der Sierra Escambray und die südliche Karibikküste unsere Wandertage. Kubanisches Lebensgefühl inhalieren wir in Cienfuegos, einst ein verrufenes Seeräubernest und heute eine wichtige Hafenstadt, und der Kolonialstadt Trinidad mit ihren pastellfarbenen Häusern, Museen, Treppen und Plazas. An der Schweinebucht besuchen wir das Museum, das an die gescheiterte Invasion der USA erinnert.

Um zur Comandancia de la Plata zu gelangen, dem ehemaligen Hauptquartier der Revolutionäre, müssen wir tief in die Wälder der Sierra Maestra. In den Holzhütten von Fidel und Che Guevara zeichnen alte Flaschen und Töpfe, Munition und Schreibmaschinen ein authentisches Bild. Nach der Wanderung im Humboldt-Nationalpark ist endgültig Entspannen angesagt: unter Palmen an der einsamen Playa Maguana.