Mehr als hundert Kaffeebäume kommen in Costa Rica auf einen Einwohner, auch wir fahren schnurstracks ins Zentrum des Kaffeeanbaus an den fruchtbaren Hängen des Vulkans Poás. Am Casa del Café können wir den Weg des Kaffees vom Baum bis zu den gerösteten Bohnen nachvollziehen und diese gleich verkosten. Weiter geht’s in den Nationalpark rund um den Poás (2708m), der sich gern unter Wolken verbirgt. Wir spazieren zum Krater mit seinem grünlichen See – ab und zu blubbert und raucht es –, und zur blauen Lagune Botos, einem längst erloschenen Krater. Ein Pfad durch dichten Nebelwald verbindet die beiden miteinander. Mit Glück erspähen wir einen der grün-rot-bunten Feuerkehlkolibris.

Costa Rica ist mit Naturwundern gesegnet – und sich dessen voll bewusst: Schon früh hat es sich deren Schutz und dem Ökotourismus verschrieben. Auch wir besuchen mehrere Umweltprojekte: Im Waldreservat Monte Alto, wo Vögel und Brüllaffen die Soundkulisse beherrschen, wandert ein Förster mit uns den Orchideenpfad entlang. Von Doña Cristina lassen wir uns in die Geheimnisse der Heilpflanzen einweihen. Im Nationalpark Cahuita wandern wir zum Korallenriff, neben Kapuzineraffen und Faultieren wohnen hier auch Grüne Leguane und Helmbasilisken, die bei Bedarf extra-gefährlich aussehen können.

Viel Platz hat auch der Kontakt mit den „Ticos“, wie die Costaricaner sich selber nennen: In Escazú, dem Ort der Hexen und Karnevalsmasken, führt uns die Bürgerinitiative „Codece“ in die Kultur des Zentraltals ein. TanzfreundInnen können einen typischen Salon besuchen, wo Jung bis Alt Salsa tanzt. Am letzten Tag sind wir zu Gast in einem Reservat der Bribri-Indianer: Ein indigener Führer erzählt uns Geschichten aus der Mythologie seiner Vorfahren – und warum sie hier Leguane züchten.