Am Araça-Fluss steigen wir wieder ins Boot, wir passieren Dörfer, Buchten und Wasserlilien mit ihren enormen Schwimmblättern. Wenn wir Glück haben, lassen sich hier schon die ersten Vögel, Faultiere, Fische, Schlangen oder Affen blicken. Von unserer Lodge aus werden wir in den nächsten Tagen mehrmals in den Amazonas-Dschungel aufbrechen: vor Sonnenaufgang genauso wie abends, wenn wir mit Taschenlampen auf Pirsch gehen, um die Kaimane im Wasser zu erkennen. Außerdem besuchen wir ein Caboclo-Haus. Die Kultur der Caboclo hat sich aus jener der indigenen Urbevölkerung und der der zugewanderten Europäer entwickelt.

Auf dem Weg ins Pantanal, Naturschutzgebiet und eines der größten Binnen-Feuchtgebiete der Erde, halten wir in Bom Jardim. Wir bekommen Schwimmweste, Taucherbrille und Schnorchel in die Hand gedrückt, marschieren zehn Minuten und kommen an einen glasklaren Fluss. Dicke Fische schwimmen vorbei, wir kommen zu ihnen und lassen uns einfach durch das Wasser treiben. Ober und um uns dichter, grüner Urwald, ab und zu liegt ein umgekippter Baumstamm im Fluss. In Richtung Dämmerung geht’s dann in die Lagoa das Araras. Ein ganzer Wald aus Palmen steht da in einer Wasserlagune. Unter Gekrächze flattern Dutzende von Gelbbrust- und blauen Aras ein, um in den Bäumen zu übernachten.

In den letzten Tagen kommen wir noch den Iguacu-Wasserfällen ganz nahe. Sie sind breiter als die Victoria-Fälle und höher als die Niagara-Fälle: donnernde Wassermassen, Regenbögen und Dampf, während in der Ferne Papageien und Falken über dem Urwald kreisen.