Was sind das denn für Geräusche, die da aus dem Gebüsch kommen? Lachen die Pinguine etwa über uns, weil wir uns beim Yoga so verrenken und ein paar von uns beim Versuch, auf einem Bein zu stehen, mächtig mit den Armen rudern? Sie meinen es wohl nicht böse, wie Yogalehrerin Sandra uns erklärt: Die Afrikanischen Brillenpinguine werden auch „Jackass-Pingus“ genannt, weil ihre Laute sich wie die von Eseln anhören – am nahen Boulders Beach leben rund 2.500 der geschützten Vögel. Also machen wir einfach weiter mit unseren Asanas, bevor wir am Abend ins Quartier „A Boat House“ zurückkehren: Von dem maritimen Hotel sieht man schön über die viktorianischen Häuser und den Hafen von Simonstown. Wir sind ganz in der Nähe des Kaps der Guten Hoffnung, nächsten Tag radeln wir mit dem E-Bike am Meer entlang dorthin.

Dem Tsitsikamma-Nationalpark haben die von hier stammenden Khoi-San den Namen gegeben, in ihrer Sprache heißt das „wasserreicher Platz“: Es regnet sehr häufig hier, und zusammen mit den warmen Strömungen des Indischen Ozeans hat sich daraus eine fast tropische Vegetation entwickelt. Vor der größten der drei Hängebrücken über die Mündung des Storm River zögert so mancher: Der Fluss ist hier 69 Meter breit, die Brücke kann beim Überqueren schon ein bisschen schaukeln. Danach geht es mit dem Rad auf ruhiger Strecke in ein Urwaldtal hinunter. Wir halten Ausschau nach dem Wahrzeichen der Gegend, dem Knysna Loerie mit seiner roten Brille und dem grünen Pinselschopf.