Mit Mokoros, den traditionellen Einbaumbooten, fahren wir tief ins Okavango-Delta. Hier im Unesco-Welterbegebiet verbringen wir insgesamt vier Tage. Das Delta mit seinen Sümpfen, dem „Pfannenstiel“ und den Sandveld-Zungen ist eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Flusspferde und Nilkrokodile, Spießböcke und auch Löwen und Leoparden tummeln sich hier, außerdem hunderte teils sehr seltene Vogelarten. Das Gebiet gilt auch als erster Ort im südlichen Afrika, an dem Menschen sesshaft wurden, und als Ausgangspunkt der Viehzucht. Wir campen zwei Nächte auf abgelegenen Inseln und brechen mehrmals zu Buschwanderungen auf.

Und das ist erst der Anfang. In der Kalahari gehen wir mit San-Buschleuten spazieren, vor den Victoriafällen, einem der sieben Naturwunder der Erde, staunen wir über die waghalsige Brücke über die Schlucht. Nach dem Besuch der Cape Cross-Robbenkolonie und dem Naukluft-Naturschutzgebiet („Zebra-Park“) erwarten uns die roten Dünen der Namib-Wüste. „Namibia hat auch ein reiches Erbe an alter Felskunst“, erklärt unser lokaler Partner, „unser Guide im Brandberg Tsiseb-Schutzgebiet führt uns zum Felsbild der ´Weißen Dame´. Man nimmt an, dass es einen rituellen Tanz zeigt und die Weiße Dame tatsächlich ein Medizinmann ist.“

Allein die Zeltlager sind eine Klasse für sich. Wir schlafen: Am Fuße von „Namibias Matterhorn“, der Spitzkoppe. Neben einem der beleuchteten Wasserlöcher im Etosha Nationalpark; Elefanten, Antilopen und Löwen ganz nahe. Im Chobe Nationalpark. Und schließlich in der roten Namib-Wüste, unter den höchsten Sanddünen der Welt.