Gerade auf der Insel Fogo – „Feuer“ – angekommen, machen wir uns  gleich auf den Weg zu deren Namensgebern: den hoch agilen Vulkanen. In endlosen Schleifen schraubt sich die Straße hoch zur Krater-Hochebene  Chã das Caldeiras. Zweieinhalb Stunden dauert unsere Wanderung auf den Pico Pequeno, der schon „der Vulkan mit den feinen Manieren“ genannt wurde: Zwar speit er gern Asche und Lava – zuletzt 2014 –, doch lässt er der Bevölkerung noch Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Auf dem vulkanischen Boden gedeihen nun wieder Feigen, Kartoffeln, Granatäpfel und Wein. Am Abend verkosten wir ihn, lernen im Dorfgasthaus bei Ramiro die besondere Musik von Fogo kennen und verstehen, warum die meisten BewohnerInnen hier bleiben, obwohl sie nach Ausbrüchen schon mehrmals alles neu aufbauen mussten.

Immer wieder erhalten wir Einblick in den kapverdischen Alltag: Beim Entwicklungsprojekt “Delta Cultura” treffen wir Mädchen und Burschen, die sich in der Fußballschule Kompetenzen fürs Leben aneignen. Auf der Insel Santo Antão beziehen wir im Fischerdörfchen Ponta do Sol (mit seinem wellenumtosten Naturhafen) Quartier. Von hier brechen wir auf in die üppig-tropische Vegetation des Paúl-Tals mit seinen Zuckerrohr-, Kaffee- und Maniokterrassen. Später besuchen wir eine Destillerie und eine Werkstatt für Fischerboote.

Für WWW-Chef Christian Hlade waren die Kapverden eine Entdeckung: „Hier geht alles viel gemächlicher zu. Keine Geschäfte internationaler Ketten. Stattdessen Kopfsteinpflaster, Kolonialhäuser in verblichenen Farben und liebevoll per Hand gemalte Geschäftsschilder. Mehr Zeit, mehr Musik und Tanz.“