Es ist eine etwas wackelige Angelegenheit, die Fahrt mit dem Mokoro, dem traditionellen Einbaum-Boot: Dieses ist schmal und flach, was freilich für das seichte Wasser und das viele Schilf hier im Okavango-Delta perfekt ist. An der Anlegestation treffen wir Dorfbewohner, die uns mit den Mokoros durch die Kanäle, Seen und Sümpfe führen werden. „Poler“ nennen sie sich: Weder paddeln noch rudern sie, vielmehr ziehen sie den Einbaum mit einer Holzstange durchs Wasser. Wir gleiten durch eine stille Landschaft mit Seerosen und Grasland. Bei Buschwanderungen folgen wir Elefanten-Spuren, die Poler erzählen uns alles über die hier lebenden Büffel, Löwen und die Leberwurstbäume.

Es ist eine leichte Wanderreise, dennoch kriegen wir genug zu sehen: Wir fahren tief ins Innere der Kalahari-Wüste mit ihren endlosen roten Weiten. Vom UNESCO-Welterbe Okavango geht’s über das Moremi-Wildreservat bis zu den Victoriafällen: Bis zu 1,7 Kilometer breit, stürzen sie mit gewaltigem Getöse in die 100 Meter tiefe Schlucht.

Der Chobe-Nationalpark ist für seine riesigen Elefantenherden bekannt, eine Zählung im Jahr 2009 kam auf 120.000 der großohrigen Riesen. Die Pirschfahrten führen uns durch den Kanal des Savuti-Flusses, wo wir hoffen, Hyänen und Löwen, vielleicht auch Paviane, Flusspferde und den bunten Bienenfresser-Vogel zu Gesicht zu bekommen. Schlafen legen wir uns auf dieser Reise oft im Zeltlager mit Betten, wir genießen das Lagerfeuer und die Geräusche des wilden Buschs.