Von einer UNESCO-Welterbestätte zur nächsten führt uns diese leichte Wanderreise: In Gondar erwarten uns die Kaiserlichen Schlösser, mit Axum die wichtigste Pilgerstätte der äthiopisch-orthodoxen Christen. Die roten Felskirchen von Lalibela gehören zu den größten aus Stein gehauenen Monolithen der Erde, noch heute zieht es Gläubige hierher.

Auf den ersten Blick ein bisschen hochnäsig wirken die Blutbrustpaviane, tatsächlich lernen wir die zotteligen Affen aber als freundlich und zutraulich kennen. Genauso wie der Äthiopische Steinbock und der Semien-Fuchs leben sie ausschließlich in der Berglandschaft des Semien-Nationalparks. Hier, wo sich der höchste Punkt Äthiopiens, der Ras Daschän, befindet, besteigen wir den Buhawit (4.430 m) und schauen von steilen Klippen tief hinunter in grüne Schluchten.

Wir steigen in das Boot, das uns über den Tanasee zu einer der Inseln mit den berühmten Kirchen bringen soll. Unterwegs begegnen uns Pelikane, Fischadler und Einheimische in ihren Tankwas, jenen aus Papyrusstangen zusammengeschnürten Booten. Im Mangrovenwald versteckt entdecken wir “Ura Kidane Mehret”, eine der typischen Rundkirchen aus dem 14. Jahrhundert aus Holz und Lehm mit rundem Strohdach. Ura ist bekannt für seine Kaiserkronen, Prozessionskreuze und farbenfrohen Fresken: Die „Guten“ sind mit zwei Augen dargestellt, die Bösen (die Ungläubigen) müssen mit einem Auge auskommen. Später wandern wir zu den Wasserfällen des Blauen Nils, dem “Rauchenden Wasser”.