Unsere erste Nacht in den Bergen haben wir bereits auf 3.250 m Höhe verbracht, wir haben uns also schon ein bisschen akklimatisiert. Heute beginnt unser 3-tägiges Trekking im UNESCO Weltnaturerbe des Semien-Gebirges. Auf gut befestigten Hirtenpfaden passieren wir kleine Dörfer und Wasserfälle. Am nächsten Tag erwarten uns die spektakulärsten Ausblicke der Semien-Berge: Wir wandern entlang der westlichen Steilwand des Gebirgszugs zum Gipfel des Imet Gogo (3.760 m), auf dem Rückweg treffen wir mit Glück auf Blutbrustpaviane oder Abessinische Steinböcke. Das Besondere an dieser Reise ist die Kombination aus Naturerlebnis und großen Orten der Menschheitsgeschichte. In Axum etwa begann vor mehr als 3.000 Jahren die Besiedlung Äthiopiens, wir besuchen hier Ausgrabungsstätten wie den Palast der Königin von Saba. In der Marienkirche werden laut der Überlieferung die Originale der Gesetzestafeln von Moses aufbewahrt. Selbstverständlich fliegen wir nicht heim, ohne das Skelett von „Lucy“ besucht zu haben: Der nur ein Meter große Sensationsfund aus der menschlichen Frühgeschichte beweist, dass die Vorfahren des Menschen schon vor 3,2 Millionen Jahren aufrecht gehen konnten.

Unser Guide Lutz, ein deutscher Ethnologe, sorgt dafür, dass wir auch mit den BewohnerInnen des Landes in Kontakt kommen: In den  Semien-Bergen sind  wir  bei  einer  Familie zum Tee  eingeladen, mittags  kehren  wir  oft  in kleinen Lokalen ein  und essen das typische Injera, das Fladenbrot, zu dem es Fleischragout und Soßen gibt.

 

Eine Reise zurück in die Geschichte. Die Kirchen sind Zeugen der Zeit und haben als Weltkulturerbe großen Wert. Durch das Trekking in den Semien-Bergen erhalten wir einen wundervollen Einblick in die Natur Äthiopiens und lernen auch Einheimische kennen, denen wir während unserer Wanderungen begegnen.