Unser Schiff gleitet über die stillen Weiten des Nassersees und navigiert durch ein Labyrinth von Pyramiden-Bergen. In einer Lagune ankern wir; im seichten Wasser tummeln sich Warane, Störche, nubische Gänse und Watvögel. Wir navigieren weiter Richtung Sukaar Bucht. Während wir am Sandstrand baden, bereitet unsere nubische Crew eine duftende Mahlzeit zu. Zum Nachtisch gibt es frische Früchte und den landestypischen Khakade, einen leuchtend roten Hibiskustee.

Bei unserer Reise über das „Nubische Meer“ wandern wir täglich in malerischen Wüstenlandschaften. Außerdem fahren wir die antiken Tempel am Ufer an: die steinerne Allee der Sphinxlöwen im Wadi as-Subu und die Tempelanlagen von Amada und Abu Simbel. „Hier haben nur sehr wenige Veranstalter die Lizenz zum Schifffahren“, erzählt WWW-Mitarbeiterin Sonja, die die Reise mitgemacht hat: „Es ist also absolut einsam und ruhig. An Bord wird eine Angelausrüstung mitgeführt, im See leben Nilbarsche und Tigerfische.

Zuletzt stehen wir vor den Felsentempeln von Abu Simbel: Ramses II. hat diese vor mehr als 3.200 Jahren errichten lassen, hier trat er mit den Gottheiten in Kontakt. Durch den Bau des Assuan-Staudamms waren die Tempel von der Überflutung bedroht, so wurden sie in einer aufwendigen Rettungsaktion zerlegt und übersiedelt. Zwei Mal im Jahr ereignet sich das „Sonnenwunder“: Da beleuchten die durch den Tempeleingang eindringenden Sonnenstrahlen für etwa 20 Minuten drei von vier Götterstatuen. Jene des Ptah von Memphis, mit dem Reich der Toten verbunden, bleibt mit Ausnahme seiner linken Schulter im Dunklen.

Eine einmalige Kombination von Wüste und Wasser, ergänzt mit kulturellen Highlights. Diese Reise ist einzigartig und daher ein echter Geheimtipp!