Ponta do Pargo ist ein ruhiges altes Dorf – und als westlichster Ort der Insel unser Startpunkt. Am Abend sollte man unbedingt den Leuchtturm aufsuchen: Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Westküste, und der Sonnenuntergang ist hier besonders romantisch.

Madeira zu Fuß überschreiten, das bedeutet: Jeden Meter unter den Füßen spüren, die Insel von ihren höchsten Gipfeln aus überblicken. Unsere Partner Christa und Richard Bretterbauer-Dornfeld haben mit viel Liebe alte Wege revitalisiert und Pfade miteinander verbunden, um diese Tour zu ermöglichen. Die täglichen Wanderungen dauern 5 bis 6 Stunden, einzig die Besteigung des Pico Ruivo, des höchsten Berges auf Madeira, braucht gut 7 Stunden.

Wir überqueren die Hochebene Paul da Serra („Gebirgsmoor“). Sie liegt oft in dichtem Nebel, sodass sich manch einer an Irland oder Schottland erinnert fühlt; ein völliger Kontrast zum Rest der immergrünen Insel. Typischer ist da wieder Ribeiro Frio („Kalter Fluss“), etwa auf halbem Weg unserer Überquerung. Hier kommen wir zu schönen Levadas und duftenden Lorbeerwäldern.

Bei der West-Ost-Überschreitung ist der Leuchtturm von Ponta do Pargo unser Startpunkt und der östliche Leuchtturm von Ponta de São Lourenço ist unser Ziel. Bei der Ost-West-Überschreitung starten wir am Fackelberg im Osten und wandern zu jenem im Nordwesten. Auf unterschiedlichen Routen überqueren wir die Hochebene Paul da Serra und die höchsten Berge. Ein völliger Kontrast dazu sind die alten Wege in den tiefgrünen Tälern mit dem Netz aus Wasserkanälen. Der Duft der feuchten Lorbeerurwälder ist einige Tage unser Begleiter und macht Lust auf einen gegrillten Espetata-Lorbeerspieß.

Nach Christa-Art machen wir auf unserem Weg über die Insel immer wieder ungeplante Abstecher. Ihre Lokal-Wahl ist stets wohl begründet. Auch die für jenen Abend, an dem wir unser Ziel erreicht haben – je nach Tour ist das die Ost- oder die Westspitze der Insel: Da feiern wir zusammen in einer sympathischen Bar.

Madeira zu Fuß überschreiten, das bedeutet: „Die abwechslungsreichsten Landschaften unter den Füßen spüren und die Insel von ihren höchsten Gipfeln aus überblicken. Wir lassen keinen Meter Fußweg aus, am Ende können wir stolz auf unsere Leistung sein.“