Der richtige Wanderschuh

Gut zu wissen: Welcher Bergschuh sich für wen eignet, wann man Tex-Membran als Innenfutter braucht und zu welcher Tageszeit man am besten Schuhe kauft.

Welcher Schuh?

Bei der Wahl der Wanderschuhe sollte man sich an jenen Touren orientieren, die man damit gehen möchte. Je anspruchsvoller das Gelände, desto steifer, fester und höher sollte der Schuh sein. Wenn Sie z. B. bei Trekkingtouren viel über Geröll gehen, sind eine gute Sohlenbeschaffenheit und entsprechender Komfort des Schuhs wichtig. Steigeisentauglichkeit ist dafür aber nicht notwendig.

Innenfutter: Tex-Membran, Vollleder oder Textil?

Eine Membran ist ein Material mit sehr kleinen Löchern, die in das Gewebe  eingearbeitet ist. Die kleinen Löcher sind 20.000 mal kleiner als ein Wassertropfen. Innenfutter wie Tex-Membran verhindert, dass die Feuchtigkeit von außen zum Fuß durchdringen kann.

Wer viel in Schnee oder nassem Gras wandert, sollte folglich zu Tex-Membran-Modellen greifen. Obwohl die wasserdichte Schicht atmungsaktiv ist, schwitzt man darin stärker als in Schuhen ohne Membran. Wer also nur im Sommer und auf trockenen, befestigten Wegen unterwegs ist, sollte zum klassischen Vollleder-Schuh oder einem Schuh mit Textil-Innenfutter greifen.

Zeit zum Schuhkauf mitbringen

Neue Wanderschuhe kauft man am besten nachmittags – denn der Fuß schwillt im Laufe des Tages an. Im Geschäft sollte man die Schuhe mindestens 15 Minuten mit eigenen Wandersocken tragen und dabei auch das Auf-und-ab-Gehen auf schrägen Flächen simulieren. Beim Bergabgehen dürfen die Zehen nicht vorne anstoßen. Hat man den Schuh gekauft, sollte er bei kurzen Wanderungen „eingegangen“ werden – danach steht den einzigartigen Wandererlebnissen nichts mehr im Wege.