Der Wohnraum der NomadInnen ist eng. Ein Ger, wie die MongolInnen die Jurte nennen, hat in der Regel einen Durchmesser von vier bis fünf Metern – und trotzdem hat alles Platz: Kochnische, Betten, spartanische Waschgelegenheit, Wohnzimmer. Wobei: Das echte Wohn- und Spielzimmer der Nomaden ist draußen. Da wartet die Unendlichkeit der Grassteppe.

Zu Beginn der Reise steht ein Naturschauspiel: Wir fahren zur 2.000 Meter hoch gelegenen Lämmergeierschlucht in Süd-Gobi, in der selbst mitten im heißen Hochsommer noch Eis liegt. Wir sehen auch die goldenen Khongoriin-Sanddünen, die sich 300 Meter hoch erheben, und die rotglühenden Klippen in Bayanzag, besichtigen Tempel und baden in den heißen Quellen von Tsenkher. Unsere Reise ist ein Mix aus einer Rundfahrt mit Geländefahrzeugen und Wandertagen in der Zentralmongolei und der Wüste Gobi. Teils übernachten wir im Zelt, teils in Betten in Jurtencamps.

Die Höhepunkte sind wohl die Treffen mit NomadInnen. Wir besuchen eine Pferdezüchter-Familie und lernen das Hirtenleben kennen. Kochen gemeinsam typisch mongolische Teigtaschen, bekommen Spezialitäten wie Aaruul (getrocknetes Joghurt) oder Suutai Tsai (salzigen Milchtee) zu kosten und sehen, wie ein Ger ab- und aufgebaut wird. Und wir spielen „Shagai“, ein mongolisches Würfelspiel mit Tierknöchelchen. „Bei den Nomaden läuft das Leben wirklich anders als in Europa“, sagt Christian Hlade. „Und dennoch: Man fühlt sich seltsamer Weise gar nicht fremd.“

Diese Reise ist keine reine Trekkingreise, vielmehr ein gelungener Mix aus einer Rundreise und eindrucksvollen Wandertagen in der Zentralmongolei und der Wüste Gobi.